Das Träumen kann mir niemand nehmen und ein paar abschließende Worte zum Jahr 2019

Ach ja. Es ist mal wieder ewig her, dass ihr ein Lebenszeichen von mir gelesen habt.

Aber der Alltag gestaltet sich mit einem schweren „Neurodermitiker“ und einer Hochbegabten schwieriger als erwartet.

Wobei: erwartet habe ich das nicht. Erwartet habe ich gar nichts in dieser Art.

Und so möchte ich euch einfach an ein paar Gedanken teilhaben lassen. Denn ich merke in letzter Zeit, wie „ernst“ ich geworden bin. Das letzte Jahr hat mich unglaublich geprägt. Sei es zu beginn des Jahres 2019 die Angst, meinen ungeborenen Sohn zu verlieren, sei es die lange Zeit des Liegens in der Schwangerschaft, sei es die Tatsache, dass meine Tochter einen sehr hohen IQ hat und somit nicht „einfach nur seltsam“ ist oder dass ich mich plötzlich als zweifache Mama entdecke, welche im täglichen Jonglieren mit der Zeit manchmal tatsächlich überfordert ist. Denn die Zeit rennt. Und das nicht zu knapp. Denn so wie ich letztes Jahr über Silvester noch im Krankenhaus lag, so werde ich dieses Silvester mit meiner mittlerweile 4-köpfigen Familie verbringen.

Aber der Alltag hat mich fest im Griff. Jeder Handgriff muss sitzen. Denn hinzu kommt noch die ständige Hautpflege meines Sohnes, die Förderung meiner Tochter ohne, dass der Tag plötzlich vorbei ist.

Wie ich alles mache, werde ich in einem weiteren Beitrag niederschreiben, denn die Nachfrage, vor allem nach der Pflege eines atopischen Ekzems beim Säugling ist enorm aber auch nach dem „Wie förderst du deine hochbegabte Tochter ohne zu überfordern“. Das werde ich in den nächsten Beiträgen angehen.

Und damit ich als Person nicht völlig untergehe, habe ich mir das Träumen noch behalten. Denn ich habe schon immer geträumt – auch tagsüber. Ich bin die geborene Tagträunerin. Und sei es nur der Bruchteil eines Moments! Denn diesen, kann mir niemand nehmen. Ich erinnere mich an das, was ich bin; an das, was ich war; an das, was ich sein will. Und daraus schöpfe ich neue Kraft. Neue Kraft für meine Kinder, für mich, für den Alltag, für die Familie.

Ich setze mich dafür nicht hin und chill mich auf der Couch. Nein. Ich schließe dabei nicht einmal die Augen. Das erlaubt die Zeit oft nicht.

ICH LASSE EINFACH MEINEN GEDANKEN FREIEN LAUF.

Niemand kann mir meine Träume nehmen. Ich kann von der Zukunft träumen, kann mir kurz eine Auszeit nehmen, kann mich an schöne Orte träumen oder in tolle Situationen. Aber das wichtigste ist: ich kann es mir für einen Augenblick gut gehen lassen. Kann Kräfte tanken. Und das, ohne jemanden zwangsläufig daran teilhaben zu lassen.

Das nimmt auch ein wenig die schwere Ernsthaftigkeit heraus.

Und manchmal, wenn ich mit meiner Tochter auf dem Spielplatz herum tobe, dann tobe ich nicht als Erwachsene – sondern als Klára, die 4-Jährige. Wenn ich in einer selbstgemachten „Höhle“ mit ihr sitze, die wir aus Stühlen und darüber hängenden Decken gebaut haben, Kissen hineingestopft haben und unseren Tee drin trinken, dann trinke ich diesen Tee nicht als 40-Jährige! Denn in dieser Höhle bin ich wieder vier. Und das macht so Spaß. Denn manchmal muss man einfach machen – ohne ständig diese blöden Konsequenzen im Hinterkopf zu sehen.

Vor allem macht es aber Spaß, meiner Tochter zuzusehen, wie es ihr Spaß macht und wie glücklich sie dabei ist. Und dann teilen wir uns dieses Glück.

Und wenn ich abends im Bett liege, dann lasse ich meinen Tag nochmal kurz Revue passieren und erfreue mich daran, so viel Spaß gehabt zu haben. Denn ich war wieder vier. Denn ich habe wieder geträumt. Denn ich war wieder ich selbst.

Und das ist eine Eigenschaft, welche ich ins Jahr 2020 mitnehmen möchte: das Träumen ❤️

Und dieses Jahr habe ich auch einen Vorsatz: Den Ernst des Alltags ab und zu mit Träumen beiseite schieben und den Helden meiner Kindheit Raum zu geben ⭐

Aber nun zu euch, meine treuen Leser:

Träumt ihr auch im Alltag?

Und zum Thema „Vorsätze“: Welche Vorsätze habt ihr?

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und süße Träume.

Ahoj,

eure Klára

PS: Sämtliche Rechtschreibfehler sind ausdrücklich vom Autor erwünscht und dienen der allgemeinen Belustigung 😉