Die re:publica 18 und meine Vorbereitungen #rp18

Am Mittwoch geht sie los: die re:publica 18.

Für mich ist es das erste mal, dass ich auf der re:publica bin und ich muss sagen, dass ich schon sehr gespannt bin. Sie findet bereits zum zwölften mal statt. Diesmal vom 2. – 4 Mai in der Station Berlin und steht unter dem Motto POP – the power of people. Das lässt sich auch in den Vorträgen erkennen, die u.a. Titel wie „Pop, rights?! Zwischen Netz und Politik“ tragen. Klingt für mich schon mal sehr einladend. Aber von den etwa 500 Sessions gibt es so einige Vorträge, die mich anmachen und die ich besuchen werde. Zum Beispiel den von Sascha Lobo – ein großartiger Autor, Speaker und Social Media Kopf unserer Zeit (und dafür könnt ihr mich ruhig steinigen!); er spricht über „Pop und Anti-Pop – Wie das Internet uns lehrte zu kämpfen. Und wofür.“ Klingt vielversprechend. Insgesamt werden etwa 600 Speaker vorhanden sein – und da ist sicherlich jemand dabei, der mich fesseln wird. Bitte den letzten Satz nicht wortwörtlich nehmen.

Warum fahre ich überhaupt hin?

Nun ja, hinsichtlich der Tatsache, dass ich Social Media Manager bin und mir dort (mehr als nur) Inspiration holen möchte, ist es für mich eine willkommene Möglichkeit, meine (Ex-) Studienkollegen wiederzusehen. Aber auch einige andere Social-Media-Verrückte, welche ich nur aus der virtuellen Welt kenne, kann ich dort endlich im Reallife begegnen. Ob wir uns wohl erkennen werden ? 😉 Desweiteren finde ich die Sessions, welche dort geboten werden sehr hilfreich für die Arbeit als SOMM an sich – immerhin trifft man Gleichgesinnte, die alle ihre eigenen Gedanken zum Thema Social Media haben. Diese können miteinander übereinstimmen, kollidieren oder einfach nur als Muse für andere dienen. Und so ist das der perfekte Ort um sich wieder neuen Input vor Ort zu holen.

Und welche großartigen Vorbereitungen musst dann ausgerechnet DU treffen, Klára?

Nun, obwohl ich kein Speaker auf der re:publica bin sondern lediglich ein Besucher mit einem Early Bird Ticket, treffe auch ich so meine Vorbereitungen.

Zum Beispiel die oben erwähnten Vorträge. Da die re:publica eine Social Media Messe ist, gibt es natürlich eine wunderbar funktionierende App, in welcher Speaker, Vorträge, allg. Temine, Events etc. aufgelistet sind und natürlich auch als Favoriten abgespeichert werden können. Aber als ein Kind der 70er, bin ich nicht NUR digital sondern auch immer noch analog unterwegs und brauche des öfteren schlichtes bedrucktes Papier, mit mich versorgenden Informationen. Also bin ich dabei, mir die Vorträge durchzulesen, zu entscheiden, welche ich definitiv hören möchte und welche für mich nicht ganz so relevant sind und gestrichen werden können, falls sie mit den mich mehr interessierenden Vorträgen kollidieren sollten. Ja nee, is klar?!

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Und das nimmt für mich die meiste Zeit der Vorbereitung in Anspruch. Aber um einigermaßen strukturiert an die Sache heranzugehen, ist dieser Schritt für mich unabdingbar. Und so bringe ich die Liste der gesamten Vorträge mit OpenOffice in eine mich ansprechende Optik, drucke mir diese aus und setze mich mit Netbook, Textmarker und Kaffee hin und beginne anzumarkern, welche Vorträge ich denn tatsächlich besuchen werde. Klingt ein wenig pedantisch – klingt ein wenig paranoid. Ist auch so!

Dann gibt es da noch die Tatsache, dass ich in Berlin meine (zum Teil ehemaligen) Studienkollegen treffe und mit ihnen natürlich auch das ein oder andere (Fach-) Gespräch führen möchte – eventuell abends bei einem alkoholfreien Pils (do you remember? Hamburg ❤). Nun, das ist alles überhaupt kein Problem, wenn man denn tatsächlich alleine reist. Da ich aber völlig jenseits von Gut und Böse bin und meine gesamte Sippe mitschleppe, gestaltet sich die abendliche Planung dann doch etwas schwieriger, da Kind nach einem Papa-Tag auch etwas von Mama abbekommen möchte. Verständlich. Deswegen nehme ich sie ja auch mit – Ich kann halt dann doch noch nicht völlig ohne meine Tochter. Und so müssen die Vorträge mit der Familie und den Studienkollegen unter einen Hut gebracht werden. Auch das wird peinlichst auf meiner selbst erstellten Liste dokumentiert!!! Logisch, oder?

Und last but not least ist da noch das Gepäck. Aber ich glaube, darüber muss ich nicht wirklich schreiben. Als Family hat man sowieso immer ZU VIEL dabei. Besonders Spielzeug, Kuscheltiere, Puppen, Puzzle … Einfach all das, was man so auf der #rp18 brauchen könnte.

Zum Glück verreise ich minimalistisch. Dann wird wenigstens an einem Platz etwas gespart 😉
Ich benötige lediglich mein Netbook, Block und Stift. Das ist alles. Und natürlich Kleidung. Und Schuhe. Und mein Handy mit Ladegerät. Und Kosmetik … und meinen Timeplaner … und ein paar Handtaschen … und … … …   😀

Aber nun zu euch: Fahrt ihr auch auf die re:publica 18? Was ist eure Intention hin zu fahren? Die Vorträge? Das Event an sich? Oder seid ihr dort als Speaker dabei?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne … wünsche ich euch morgen einen inspirierenden Start in die (re:publica-) Woche!!

Ahoj,
eure Klára

Die Sache mit dem Urheberrecht oder auch: „Was darf ich? Was darf ich nicht?“

„Du Klára, du machst doch dieses Social-Media-Dingsda – sag mal, du weißt nicht GANZ ZUFÄLLIGER WEISE, ob ich DIESES Bild auf Facebook posten darf???“

Diese Frage und ähnliche bekomme ich tatsächlich in letzter Zeit öfter. Die Angst, etwas falsches im Internet zu veröffentlichen ist groß – und sie ist meiner Meinung nach auch berechtigt.

Ich möchte hier nur eine kleine Auswahl an Anmerkungen hinterlassen und keine Facharbeit über die Rechtsgrundlagen im Social Web abhalten – aber ein paar Dinge, sind wichtig zu wissen, um sich rechtlich nicht in ein völliges Desaster zu bringen.
Ich beziehe mich übrigens in diesem Beitrag auf private Accounts und nicht auf gewerbliche Blogs, geschäftliche Profile oder Websiten. Da gibt es nämlich noch ein bisschen mehr zu beachten.


Zu
aller erst: Die lieben „Richtlinien“ und „Nutzungsbedingungen“:

Ich weiß, ich weiß. Da hat keiner so wirklich Bock drauf, den Wust an Information zu lesen. „Wenn alle anderen das Häkchen gesetzt haben, kann es ja nicht so schlimm sein.“ Diese Einstellung ist nur ZU verständlich. Wenn ich jedoch beabsichtige einfach wild drauf loszuposten ohne mir Gedanken zu machen, was ich poste und vor allem auch was ich teile, besonders wenn darunter auch fremde Inhalte fallen, sollte ich vielleicht doch mal einen Blick da rein werfen um nicht irgendwelchen Richtlinien bzw. Nutzungsbedingungen zuzustimmen, welche ich dann nicht befolge und welche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Es könnte nämlich sein, dass man mit der Zustimmung dieser Richtlinien dem Betreiber der Plattform automatisch eine Lizenz zur Weiterverbreitung einräumt – und das kann ggf. schwerwiegende Folgen haben.

Ach und noch etwas: Wer fremde Inhalte auf seiner Website veröffentlicht/einbettet, haftet dafür, als wäre er selbst der Verfasser. Es geht also auch um den Inhalt des geposteten! Deswegen solltet ihr euch wirklich mal die Richtlinien durchlesen – denn manchmal stellt der Inhalt des Geposteten eine Verletzung der Richtlinien dar.

 

Das Thema „Lizenzen“:

Wenn man sich so im im WWW umsieht, dann findet man oft Bilder/Videos, von welchen man sich schon denken kann, dass sie sicherlich nicht legal oder unter Erwerb einer kostenpflichtigen Lizenz veröffentlicht wurden. Auf diversen Video-Plattformen kursieren des öfteren Veröffentlichungen von lizenzierten Filmen, welche nach Entdeckung sofort gesperrt werden und derjenige, welcher das Material ins Internet gestellt hat kann sich glücklich schätzen, wenn er „nur“ mit einem „gesperrten Account“ und nicht mit einer Abmahnung davon kommt.

Prinzipiell sollten fremde Inhalte IMMER auf ihre Lizenzen geprüft werden. Wenn solch eine nicht auffindbar ist, reicht es oft, denjenigen zu kontaktieren, auf dessen Seite das Video oder Foto gefunden wurde.

Und auch sogenannte „freie Fotos/Videos“ sind nicht immer „FREI“. Ich meine hier die CC-Lizenzen im Speziellen. In meinem Studium habe ich mir eine kleine Tabelle angefertigt, welche ich euch hier zeigen möchte.

 

CC
Aus meinen Lernunterlagen


Nun, was bedeuten diese CC-Lizenzen im Einzelnen?
Ich muss folgendes beachten, wenn ich ein Werk mit einer dieser Lizenzen benutze:

  • by → Der Name bzw. das Pseudonym des Urhebers muss genannt werden sowie der Titel des Werkes, die URL zu dem Werk oder dem Autor als auch ein Verweis auf die Lizenzurkunde.
  • nc → Das Werk darf nicht kommerziell verwendet werden (also nicht mit de Absicht, einen Gewinn zu erzielen)
  • nd → Das Werk darf nicht bearbeitet werden. Hierzu zählt jedoch nicht, die Verkleinerung des Werkes. Zuschneiden oder der Einsatz von Filtern ist jedoch nicht erlaubt.
  • sa → Diese Lizenz verpflichtet dazu, das bearbeitete Werk unter der gleichen Lizenzart zu veröffentlichen.
  • cc0 → Das Werk kann kopiert, bearbeitet und veröffentlicht werden.
  • cc pd mark → Das Werk ist frei von jeglichen urheberrechtlichen Einschränkungen.

Also ganz frei, von Kennzeichnung sind selbst die CC-Lizenzen nicht.

 

Das Thema „Urheberrecht“ und „Recht am Bild“:

Mit Fotos sollte man ebenso vorsichtig sein. Auch wenn es noch so lustig ist, ein Foto mit Freunden beim Feiern zu posten: ist einer davon nicht einverstanden, weil er einfach beim Saufen im Club nicht fotografiert werden möchte bzw. nicht möchte, dass die ganze Welt es erfährt, könnte er tatsächlich rechtlich erzwingen, dass das Bild gelöscht wird und euch sogar Abmahnen.

Prinzipiell sollte man sich schon 100%ig sicher sein, dass alle Personen, welche auf einem zu veröffentlichenden Bild zu sehen sind, dies auch wirklich wollen. Und: diese Sicherheit muss auch vom Urheber des Bildes gewährleistet sein, sprich „vom Fotografen“.

Wie ihr alle seht, das Thema ist nicht einfach und vor allem auch nicht einfach zu beantworten. Es gibt etliche Gerichtsentscheidungen, welche noch ausstehen und somit können tatsächlich sehr viele Fragen zu dem Thema „Was darf ich und was nicht“ – nur schwammig beantwortet werden, weil sie einer näheren spezifischen Betrachtung bedürfen.

 

Meine Empfehlung:

Postet nur eigen erstelltes und für die Plattform/das Netzwerk zulässiges Material und holt euch ggf. eine schriftliche Erlaubnis zum Weiterverbreiten ein. Das mag vielleicht etwas lächerlich klingen, aber wenn sich aus einem lustigen Foto auf Facebook plötzlich in der Öffentlichkeit ein kleiner Shitstorm entwickelt mit Beleidigungen und Beschimpfungen, kann das für euch rechtliche Folgen haben. Oft sind es kleine Unachtsamkeiten von irgendeinem Freund von einem Freund von einem Freund, der seine Privatsphären-Einstellungen nicht wirklich personifiziert hat und schon gerät ein Foto mit sensiblem Inhalt ins Netz und kann in Hände geraten, in welchen es definitiv nichts zu suchen hat.

Beachtet bitte:
Egal auf welcher Plattform, egal in welchem Netzwerk – postet nur die Sachen, welche notfalls auch (rechtlich) an die Öffentlichkeit gelangen dürfen! Das ist der beste und sicherste Tipp, welchen ich euch geben kann.
Das sind z.B. selbstgeschossene Fotos (von Landschaften, Food, von euch selbst, …) oder selbstgedrehte Videos, auf welchen nur ihr selbst zu sehen seid.
Und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist selbst von jemandem, welcher auf euren selbstgedrehten Videos NUR ZU HÖREN und nicht zu sehen ist, eine Erlaubnis zur Veröffentlichung einzuholen.

Und auch wenn ich hier die Abmahnungen immer erwähne: die meisten (nicht alle!) Kanzleien/Firmen/Urheber würden euch zuerst anschreiben und die Löschung des Werkes (evtl. unter Geldbuße) verlangen OHNE sofort abzumahnen! Ich würde dieses Risiko jedoch trotzdem nicht eingehen.
Und falls ihr gerne noch etwas ergänzt zu diesem Thema sehen wollt, dann werde ich das gerne nachtragen. Aber ich wollte – wie bereits oben erwähnt – erst einmal nur das Notwendigste hierzu schreiben.

Aber nun zu euch:
Wie geht ihr mit dem Thema Urheberrecht, Recht am Bild, Privatsphäre etc um? Habt ihr euch dazu schon mal Gedanken gemacht? Oder ist es euch egal? Fühlt ihr euch „safe“, wenn ihr eure Einstellungen zur Privatsphäre auf eure Bedürfnisse anpasst?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch noch eine sichere Restwoche 😉

Ahoj,
eure Klára

 

 

PS.: Ich möchte hier explizit erwähnen, dass alle von mir genannten Beispiele ohne Wertung erläutert wurden, denn WIE ich es finde, dass manche User fremde Inhalte veröffentlichen, ist hier irrelevant.

PPS.: Ich habe hier keine Quellenangaben gemacht, da ich alles frei aus meinem Wissensrepertoire geschrieben habe.

Altes Jahr, neues Jahr aka Klára´s Wort zum Jahreswechsel

Es ist vollbracht. Wir sind im Jahr 2018 angekommen.

Der eine wird sich jetzt denken: Wow! Endlich! Zum Glück ist 2017 vorbei. Ein anderer wird dem Jahr jetzt erst einmal gepflegt hinterher trauern und wieder anderen ist es egal, weil sie so busy sind, dass selbst der Jahreswechsel an ihnen vorbei gegangen ist.

 

Und dann gibt es da noch mich.

Mir ist er einerseits egal, denn ändern wird sich allein durch den Jahreswechsel erst mal gar nichts. Und um Dinge, die geändert werden sollen zu ändern, muss man bekannter Weise selbst anpacken. Und das kann ich auch unterm Jahr. Dazu brauch ich keinen Jahreswechsel. Andererseits wird es bei mir genau so zelebriert. Aber auf meine Art 😉
Ohne Druck, ohne Stress, ohne Erwartungen und ohne Vorstätze. Denn:

 

Viele alte Vorsätze werden zu vielen neuen Vorsätzen

An erster Stelle sei da mal das berühmte Abnehmen erwähnt oder auch das Rauchen-Aufhören. Ich glaube, dass dies wohl der längste Vorsatz ist, den ich aus vielen Mündern gehört habe. Und zwar jedes Jahr wieder. Da nimmt sich die eine Freundin seit 7 Jahren vor, ab dem 1. Januar eine total neue, geniale und todessichere Diät zu beginnen um endlich den lästigen Pfunden auf den Leib zu rücken. Da diese todessichere Diät aber jedesmal am 4. Januar mangels Disziplin scheitert, wird dieser Vorsatz einfach auf nächstes Jahr verschoben :-/

Dass ich persönlich mal überhaupt nichts von Diäten halte, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Aber:

 

Ich hätte da einen Gegen-Vorsatz

zum berühmten Abnehm-Vorsatz: wie wäre es mal mit Body-Positivity? Sich mal vorzunehmen nicht die hässlichen Dellen an den Oberschenkeln wegzudiäten, sondern mal vielleicht seinen schönen Bauch oder den Rücken mehr zu pflegen, massieren und mehr in Szene zu setzen. Denn wenn man eine noch so unbedeutende Sache oder noch so kleine Winzigkeit an sich findet, die einfach nur wunderschön ist, dann werden die Krater an den Beinen plötzlich ganz winzig. Abgesehen davon, ist jeder Mensch wunderschön – und dass auch ohne Diät, Beauty-Doc oder fake lashes.

Einen Gegen-Vorsatz zum Rauchen-Aufhören habe ich nicht. Geraucht wird nicht. Basta! Ich selbst habe nach fast 20 Jahren von heut auf morgen mit dem Scheiß aufgehört (OMG! Sie hat „Scheiß“ gesagt!!) und wenn ich das kann, dann kann das jeder andere auch. Umdenken heiß die Devise. Und natürlich auch wirklich aufhören WOLLEN! Es ging. Es war hart. Aber es ist verdammt nochmal ein geiles Gefühl! (OMG! Sie hat „geil“ gesagt!!!).

Übrigens, der beste Spruch von schwangeren Raucherinnen lautet: „Ich darf nicht aufhören, das hat mein Arzt gesagt. Das könnte meinem Baby schaden!!“ Ich lache immer noch! Abgesehen davon, würde ich diesem Arzt mit sofortiger Wirkung seine (wohl gekaufte) Approbation entziehen. Geraucht wird nicht. Basta!

Fazit: Vorsätze sind toll! Aber bitte ohne Druck und Stress.

 

Und dann gibt es da noch Silvester

Oh ja. Viele Parties, viel Alkohol, viel BlaBlaBla. Das Alles habe ich dieses Jahr entspannt an mir vorbei ziehen lassen und es anderen in die Hände gelegt. Dieses Jahr habe ich mich zu Hause entspannt, habe ab sieben Uhr abend nach einem herrlichen Raclette auf der Couch rumgelümmelt und mir CrepyPastaPunch auf YouTube gegeben. Da ich wusste, dass ich gegen 5 oder 6 wieder aufstehen muss, ging ist somit um 22 Uhr ins Bett. Bin um 23:59 Uhr , bin schlaftrunken ins oberste Stockwerk getorkelt und mir das wunderschöne Feuerwerk angesehen. Danach bin ich wieder ab ins Bett und habe geschlafen. Ein absoluter Traum-Jahreswechsel. Nächstes Jahr wird wieder anders. Dann bin vielleicht sogar ich auf einer Motto-Party. Und gehe als etwas ganz tolles. Als Blinddarm zum Beispiel.

 

Und was ist mit deinen Vorsätzen, Klára?

Nun, auch ich habe tatsächlich Vorsätze. Die habe ich aber größtenteils bereits angefangen abzuarbeiten – und zwar schon mitten im Jahr. Ich möchte mehr Struktur in mein Leben bringen und achtsamer durch die Welt gehen. Aber wie gesagt, das meiste davon, kann mit dem aufkommenden Gedanken bereits sofort umgesetzt werden. Jedenfalls kann damit begonnen werden, den Vorsatz umzusetzen ❤

 

Ist denn echt alles so Scheiße?

(OMG, sie hat es schon wieder gesagt!!)
Nein nein. Silvester wird auch bei mir gefeiert und das alte Jahr wird noch einmal reflektiert. Es wird gegessen und gefeiert. Aber auf meine Art eben. Und dieses Jahr, war es eine sehr gechillte Art.

 

Und nun zu euch:
Wie habt ihr Silvester gefeiert? Party-hard oder habt ihr euch auch eine Chill-Out-Area daheim gebastelt?
Lasst es mich wissen! Das würde mich nämlich wirklich interessieren.

In diesem Sinnen… ich wünsche euch allen von Herzen ein wirklich FROHES NEUES JAHR!!

Ahoj,
eure Klára

 

PS: Und wie letztes Jahr und auch das Jahr davor ist auch dieser Blogbeitrag mit einer gewissen Ironie verfasst und mit einem Schmunzeln zu lesen 😉

„Prokrastination und andere Werte“ oder auch „Klára und der gute alte Eisenhower“

 

Heute möchte ich mal über etwas schreiben, dass mir seit ANBEGINN DER ZEIT folgt und mich beschäftigt. Mein „oh guck mal! Ein Krümel auf dem Boden! Der hat ja eine schöne Form ❤ Ob man den noch essen kann?!?“-Syndrom. Ich neige und neigte schon seit ich denken kann immer dazu, wenn ich lernen muss, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen und komme einfach nicht zum Punkt! Und das nervt! Und das muss hier jetzt diskutiert werden!!

Wann ist es mir aufgefallen?

Puh, das fühlt sich jetzt wie ein „Outing“ in einer Selbsthilfegruppe an: „Hallo. Ich heiße Klára. Ich leide an Prokrastination.“ Prokras… was? Musst du jetzt sterben? Ist das ansteckend?

Fangen wir mal von vorne an:
Ich hatte das schon in der Grundschule. Ich war ein typisches „ADHS-Kind“ – nur gab es ADHS in den 80ern noch nicht (jedenfalls hat da noch keiner drüber gesprochen!) und ich wurde nur als „wildes und sehr lebendiges Kind mit Hummeln im Hintern“ oder auch „AK“ bezeichnet. Ich habe während meiner Hausaufgaben immer wahnsinnig viel „entdeckt“: Ein Fussel hier, ein Vogel am Fenster (da wird man dann plötzlich zum weltbesten Ornithologen!), habe mein Schulheft bemalt oder abstrakte Gebilde aus meinem Radiergummi herausgearbeitet. Aber Hausaufgaben? Fehlanzeige.

Das ich mit fast vierzig immer noch dieses „sehr lebendige Kind“ bin, damit haben selbst meine Eltern nicht gerechnet 😀

Besonders an der Uni hatte ich Schwierigkeiten. Nicht damit, mich zu konzentrieren, sondern damit überhaupt erst mit dem Lernen anzufangen. Wenn ich mich aber erst einmal in ein Thema eingearbeitet habe, dann konnte ich es auch sehr gut ausarbeiten. Jedoch saß ich oft da und beobachtete einfach ALLES was rum kreucht und fleucht. Ich begann zu backen, zu kochen, zu putzen, den Keller auszuräumen und hinter den Schränken Staub zu wischen. Ich dachte immer, ich habe echt einen an der Klatsche, bis ich vor ein paar Jahren die glorreiche Erkenntnis, dank des Internets, hatte:

Das Wort PROKRASTINATION!

Es fühlte sich plötzlich nicht mehr so an, als sei ich alleine, einsam und gestört auf der Welt. Denn da draußen gibt es viele von uns! Viele, die genau so einen an der Palme haben, wie ich! Großartig! Wir sind eine Gemeinschaft von völlig geistig desorientierten jedoch hochbegabten Abtrünnigen, welche für das Wohl der Menschheit sorgen werden. Na ja… oder so ähnlich. Jedoch hat mir diese Erkenntnis nicht sonderlich viel in der Praxis gebracht. Das Lernen fiel mir nach wie vor unglaublich schwer und ich ließ mich weiterhin sehr leicht ablenken. Prokrastination kommt übrigens von… ach, hier ein kurzes Zitat aus Wikipedia:

Prokrastination (lateinisch procrastinare „vertagen“; Zusammensetzung aus pro „für“ und cras „morgen“), auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch ein nicht nötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher.“

Und besser könnte selbst ich es nicht beschreiben. Aber kann man überhaupt dagegen angehen?

Ein Studium, das Spaß macht und der liebe Herr Eisenhower

Erst als ich das Fernstudium zum Social Media Manager an der ILS begann, wurde es dann besser. Denn mich interessierte tatsächlich alles was ich lernen musste. Natürlich hatte ich auch hier die ein oder anderen Startschwierigkeiten – außerdem war da nun meine kleine damals 1-jährige Tochter, welche mir das Lernen nicht gerade erleichterte. Aber da mir das Lernen nun richtig viel Freude bereitete, ich immer neuen Input und Hilfestellungen von der Fernschule bekam, fiel es mir tatsächlich einfacher „in die Pötte“ zu kommen.

Doch nicht nur das Studium an sich …

… hat mir geholfen, meinen Hang zur Prokrastination zu bewältigen. Ich lernte auch das Eisenhower-Prinzip kennen. Zuerst habe ich es nur auf´s Lernen angewendet. Aber da ich dazu neige, mich auch im Alltag zu „verzetteln“ habe ich langsam angefangen, es auch auf meinen Tagesablauf anzuwenden. Denn nur so habe ich die Möglichkeit, auch unter der Woche zu lernen, abends oder tagsüber, wenn das Kind schläft und nicht nur am Wochenende.

Es funktioniert ganz einfach:

1. Wichtiges und Dringliches:
Dinge, die SOFORT und von mir selbst erledigt werden müssen, erledige ich demnach auch sofort. Das bedeutet in erster Linie alle Termine welche mit Kind und Haushalt zu tun haben, wie zum Beispiel Einkaufen gehen, Spielgruppe oder Aufräumen. Auf´s Lernen übertragen steht hier das Durcharbeiten der Lerneinheiten, Lesen von Texten, Erledigen von Übungen, etc. in München an.

2. Wichtiges ohne Dringlichkeit:
Hierzu zählt alles, was ich zwar selbst erledigen muss, jedoch terminieren kann. Zum Beispiel nervige Telefonate führen, Arzttermine vereinbaren oder unliebsame Verpflichtungen verschieben. Für mein Fernstudium bedeutet dies, dass ich zum Beispiel bestimmte Artikel oder Blogbeiträge, welche ich für mein Studium als wichtig erachte, bald aber nicht sofort während dem Durcharbeiten meiner Lerneinheiten lese, sondern sie mir zum Beispiel auf den Abend, wenn ich im Bett liege, lege.

3. Unwichtiges aber Dringliches:
Diese Dinge kennt jeder: man MUSS sie machen, sonst häufen sie sich gnadenlos an, dabei hat man eigentlich keine Zeit dafür, weil man Wichtigeres zu tun hätte. Hier hilft im „Lernstress“ eigentlich nur noch das Delegieren. Egal wen du zu fassen bekommst: teile ihm eine Aufgabe zu! Muttern muss nun das Haus wischen und der Herr Gemahl abends den Abwasch erledigen und Aufräumen, während man selbst über den Büchern sitzt. Vielleicht lässt sich auch die ein oder andere Freundin dazu bringen, mal den Einkauf mit zu erledigen.

4. Unwichtiges ohne Dringlichkeit:
Gut… sprechen wir gar nicht erst darüber. Dies wandert bei mir nämlich mittlerweile sofort in die Ablage „Papierkorb“ und wird nicht erledigt. Beispielsweise Bücher, die ich mir irgendwann vorgenommen habe zu lesen, die alte Jogginghose die geflickt werden müsste, mein Rezept-Buch, welches ich neu und „schön“ gestalten wollte, … Nein! So etwas braucht man sich nicht auch noch aufzubürden. Es sei denn, man entspannt sich dabei und sieht es nicht als zusätzlichen Stressfaktor. Die Bücher laufen einem nicht weg, die alte Jogginghose sowieso nicht (na? Gecheckt? Jogginighose .. joggen … läuft nicht weg … Hm. Ok. Nicht lustig!) und ein neues Rezept-Buch kann auch bis nach den Prüfungen warten.
Ich habe mir damals eine Skizze angefertigt, die ich euch hier zeigen möchte:

EisenhowerPrinzip

Natürlich kann meine Art mit dem „extremen-Aufschieben-Syndrom“ umzugehen nicht auf alle Betroffenen übertragen werden. Bei jedem ist das anders ausgeprägt. Der eine ist schlimmer und der andere weniger schlimm betroffen. Und auch wenn ich hier mit meiner Ironie und meinem Sarkasmus nicht spare, es ist doch ein ordentliches Quäntchen Wahrheit dahinter und eigentlich auch nicht witzig. Aber hier jetzt herumzuheulen und alles schwarz zu reden bringt mich und auch euch nicht weiter.

Und daraus ergeben sich meine Fragen an euch: Arbeitet ihr auch mit einem Zeitmanagement-Prinzip? Habt ihr schon mal etwas von Prokrastination gehört? Oder seid gar selbst betroffen (keiner muss sich hier übrigens „outen“)? Wie geht ihr damit um?
Lasst es mich wissen! Das würde mich nämlich wirklich sehr interessieren.

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen schönen und entspannten Abend. Bis bald!

Ahoj,
eure Klára

Gesunde Muffins und andere Anmaßungen

Zunächst: Was soll das Ganze?!?

Es kommt wie es kommen musste: ich muss mich mal wieder über ein Rezept auslassen! Und zwar über gesunde Muffins.

Äh… WHAT?!?

Der eine oder andere wird sich jetzt denken: „Oh man, Klára! Nicht schon wieder ein healthy-food-sh*t!“. Und ihr habt völlig Recht! Denn es ist leider eine Tatsache, dass die meisten gesunden und vor allem fettarmen Leckereien auch leider völlig geschmacksarm sind. Glaubt mir, ich habe da so einiges Cleanes und Gesundes ausprobiert. Gesunde Brötchen sind meist von der Konsistenz her wie aus Ton (incl. Brennvorgang) und die vielen gesunden, cleanen Kuchen schmecken meist nach … na ja … einfach nach „gesund“ – also so typisch gesund. Also so, dass man es nicht essen möchte. Aber es MUSS auf dieser Erde etwas geben, dass gesund und clean ist und TROTZDEM essbar, oder? Und so habe ich irgendwo in den tiefsten Sümpfen des Internets tatsächlich ein Grundrezept entdeckt, welches ich – wie immer – für mich abgewandelt habe und ich bin so begeistert!!! Diese Muffins schmecken nicht nur super-lecker, sondern sind auch noch frei von raffiniertem Zucker, arm an Fett, gesund und reich an Geschmack, Vitaminen und Mineralstoffen. Krass, oder? Die Leute, die meinen Instagram Account verfolgen, kennen das Rezept schon mehr als zu genüge 😀

 

Stop mit dem Gelaber! Wo bleibt das Rezept???

Ja ja … ist ja schon gut. Ich wollte nur noch kurz anmerken, dass ich von hunderten von Rezepten, nun endlich eins gefunden habe, welches unglaublich himmlisch schmeckt! Und das lautet für 6 Muffins so:

50g geriebene Karotte
50g geriebener Apfel
50g (am besten grob gemahlene) Haferflocken
50ml Hafermilch
evtl. pürrierte Datteln zum Süßen
20g Trockenfrüchte (Pflaumen, Datteln, Rosinen …)
10g Walnüsse
Evtl. Zimt
½ Tl. Backpulver

Das alles wird miteinander vermengt, in Muffinförmchen gebettet und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 15 Minuten gebacken.

Diese Muffins schmecken unglaublich süß, lecker und vor allem sind sie clean, vegan und gesund!!!

 

So. Nun aber zu den Inhaltsstoffen und warum diese Muffins so genial sind:

Karotte – Enthält unter anderem Vitamin A, B1, B2 und B6, Vitamin C und E, Carotin, Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink

Apfel – Vollgepackt mit Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C und E, Niacin, Folsäure, Kalium und Eisen

Haferflocken – Puh … wo soll ich anfangen? Vitamin B1, B2, B6, Biotin, Vitamin E und K, Eisen, Phosphor, Kalum, Kalzium, Kupfer, Selen, Mangan, Jod, Fluorid, Zink; Aminosäuren: Leucin, Methionin, Isoleucin, Lysin, Valin, Phenylalanin.

Walnüsse – Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B7, B9 und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Chlorid, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Jodid; Amiosäuren: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Cystein, Phenylalanin, Tyrosin, Threonin, Tryptophan, Valin, Arginin, Histidin … Reicht das für den Anfang?

Zimt – auch wenn überschaubar, da wir nur eine Prise hineingeben: Vitamin A, B1, B2, B3, Kalzium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Zink.

Somit ist so ein Muffin wirklich durchgespickt mit gesunden Einheiten, welche wir ja alle gut gebrauchen können. Und wenn er dann auch noch gut schmeckt, dann ist er als Süßigkeit doch mehr als ideal! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diese Muffins nachbacken und mich dann wissen lassen würdet, wie sie euch geschmeckt haben. Bei uns gibt es sie mindestens einmal pro Woche, da mein Baby sie genauso liebt wie ich. Und jedes mal mache ich sie natürlich mit einem anderen Trockenobst bzw. mit anderen Nüssen. Sie sind auch super zum Mitnehmen geeignet!

Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon mal „gesund“ gebacken? Wie hat es euch geschmeckt? Oder habt ihr euch bisher davor gedrückt? Würde mich wirklich sehr interessieren.

In diesem Sinne – gönnt euch öfter mal was (Cleanes) 😉

Ahoj,
eure Klára

Psssst… ein Podcast! Muddi spricht! Über… Kokosöl.

Heute soll es hier mal etwas anderes geben. Nämlich einen Podcast.

Ok, ok, ihr habt Recht: ich war einfach zu faul zum tippen 😉  Und so betöre ich euch heute mit dem Klange meiner wundervollen Stimme 😀

Hier geht es zum Podcast über Kokosöl.

 

In diesem  Sinne… ich verabschiede mich und wünsche euch viel Spaß mit

meinem Podcast!

Ahoj,

eure Klára

Muddi spricht! Über… Kernseife – Der (fast-) Alleskönner

Heute spricht Muddi wieder mal über einen Alltagshelfer, der nahezu alles kann: Kernseife.

Ja ja *seufz.  Jeder der das Thema langweilig findet, kann hier ein wenig „Action“ finden und alle anderen, die Lust auf auf ein paar Haushaltstipps haben, sind hier genau richtig.

 

Warum dieser Blogpost?

Ursprünglich hatte ich Kernseife immer daheim, weil ich an Nagelbettentzündungen litt und diese mit einem warmen Bad aus aufgelöster Kernseife unglaublich schnell abheilen. Aber irgendwann hab ich angefangen mich mit dem Thema Kernseife näher auseinander zu setzen und mittlerweile kann ich mir meinen Haushalt ohne Kernseife einfach nicht mehr vorstellen. Und deswegen möchte ich euch das mitteilen, da ich finde, gute Tipps sollten weiter gegeben werden!

 

Wer ist diese Kernseife überhaupt und was soll das Alles?!?

Kernseife wird aus Natriumchlorid mit einem Fettsäuregehalt zwischen 72% und 75% und der Beimengung von zusätzlichem Salz (um das Aussalzen möglich zu machen) hergestellt. Das Aussalzen gewährleistet, dass fast nur die Seife in ihrer reinen Form zurückbleibt unter Abtrennung der restlichen Inhaltstoffe. Kernseifen wird meistens weder Parfum noch Farbstoff zugefügt, was beim Kauf beachtet werden sollte (Wichtig: Kernseife sollte immer frei von Palmöl(!!!), Duft- und Farbstoffen sein!!). Kernseife ist somit ergiebiger und hält sich länger.

Kernseife3

Aha… und was genau kann dann diese Kernseife so besonderes?!? Und gibt es hier Anleitungen??

Also zuerst die gute Nachricht: Es gibt IMMER eine Anleitung oder ein Rezept von mir!

Zweite gute Nachricht: Ein warmes Teilbad mit Kernseife (1-2 Eßl geraspelte Kernseife in ½ Tasse kochendes Wasser geben, auflösen und etwas abkühlen lassen) am betroffenen Finger mit Nagelbettentzündung kann wahre Wunder helfen. Warum? Gesagt wird, dass die Haut durch das Bad aufgeweicht wird und der Eiter seinen Weg besser aus dem Entzündungsherd findet. Außerdem soll Kernseife entzündungshemmend wirken. Tja, was soll ich sagen? Ich hatte schon etliche Nagelbettentzündungen (eine sogar mit düsterem OP-Ende) und seitdem ich schon bei dem kleinsten Anzeichen ein Kernseife-Bad mache, kam es zu keinen größeren „Ausschreitungen“ am Nagelbett!! Und falls mal wieder ein Splitter in der Haut steckt, welcher sich nicht einwandfrei entfernen lässt: auch hier hilft wieder das oben beschriebene Teilbad 😊

Dann noch ein paar weitere gute Nachrichten:

Fettkiller

Die durch die Herstellung gewonnenen Salze der Fettsäuren wirken wie Tenside und sind somit bestens als Fettlöser einsetzbar. Ölflecken jeder Art (Speiseöl, Körperöl, Motoröl, …) auf Blusen, Jeans und auf der Haut werden komplett entfernt. Hierzu ca. 1-2 Eßl. geraspelte Seife in ca. ¼ Tasse kochendem Wasser auflösen, auf die Flecken auftragen und ca. 15 – 45 Minuten einwirken lassen und dann auswaschen. Hier würde ich bei empfindlichen Textilien darauf achten, dass diese nicht mit Farbverlust auf die Kernseife reagieren – einfach die Kernseife-Wasser-Mischung an einer unauffälligen Stelle auftragen und einwirken lassen. Weiß man, wie das Kleidungsstück auf Kernseife reagiert, kann man versuchen es sich leichter zu machen und den Stoff einfach nass machen und dann mit Kernseife einreiben. Ich mache das mittlerweile immer so und es funktioniert in meinem Haushalt ohne Probleme 😊

(Ach ja: funktioniert leider leider leider nicht als Fettkiller an Problemzonen am Körper!)

 

Fleckenkiller

Mit der selben Methode wie oben beschrieben, lassen sich richtig hartnäckige Flecken, wie z.B. Kirschsaft, Heidelbeere, Gras, Filzstift etc. aus Textilien entfernen!

 

Allzweckreiniger

Klára wäre nicht Klára, wenn sie nicht mindestens ein „Rezept“ für euch hätte 😉

Ich mache hin und wieder meinen Haushaltsreiniger selbst (wenn nicht, benutze ich ganz normale Essigessenz); dazu nehme ich

1 TL Natron

1 Eßl Kernseife

Saft ½ Zitrone

250ml Wasser

Zuerst löse ich die geraspelter Kernseife in kochendem Wasser auf. Lasse das etwas abkühlen und füge das Natron hinzu. Danach, wenn das Ganze kühl ist, gebe ich die Zitrone dazu. Das fülle ich in eine Sprühflasche und dann kann´s mit dem Hausputz losgehen. Besonders in der Küche nutze ich diesen Reiniger um das Cerankochfeld wieder zum Glänzen zu bringen.

Waschmittel

In diesem Blogbeitrag findest du ein „Rezept“, wie du mithilfe von Kernseife ein wunderbares Waschmittel herstellen kannst.

 

Blattläuse

Oft sitzen in den frisch gekauften Kräutern (bei mir war es überwiegend Thymian und Oregano!!!) oder Blumenstöcken Blattläuse, welche erst nach einigen Tagen sichtbar an Größe gewinnen. Was ich jetzt schreibe, ist nicht für zarte Gemüter gedacht: Hier kann nämlich auch wieder 1-2 Eßl. geraspelte Kernseife (ca. 10g) in 1 Tasse (200-250ml) kochendem Wasser aufgelöst werden um anschließend gut auszukühlen. Die Flüssigkeit sollte nicht zu sämig sein. Anschließend in eine Sprühflasche umfüllen, auf die unerwünschten Tierchen sprühen und sich am nächsten Tag über das Ergebnis freuen. Wer keiner Blattlaus etwas zuleide tun kann, kann sich natürlich auch die Arbeit machen, diese kleinen Wesen per Hand einzeln abzuernten und in der freien Wildbahn auszusetzen.

 

Körperpflege

(Zuerst möchte ich… wie soll ich das sagen… Soll ich das jetzt „Disclaimer“ nennen?!? 😃 Ich möchte darauf hinweisen, dass das hier meine eigenen Erfahrungen sind, die ich mit euch teile! Also bitte probiert (besonders, was die Körperpflege angeht!) erst einmal aus, ob ihr nicht negativ auf das Produkt reagiert! Over and out!)

Dass mit Kernseife Hände gewaschen werden können, ist irgendwo klar. Farbreste oder hartnäckige Flecken lassen sich problemlos abwaschen.

Aber viele Neurodermitiker nutzen Kernseife auch zum Duschen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da Kernseife die Haut austrocknen kann. Also beobachten, ob es einem bekommt. Am besten die Kernseife in verdünnter Form verwenden: 1-2 Eßl. in 250ml kochendem Wasser auflösen und abkühlen lassen. In einen leeren und sauberen ehemaligen Duschbehälter umfüllen und voilà! Natürlich ist aufgrund ihrer regenerativen Wirkung diese Seife auch sehr gut für Akne-Patienten zu empfehlen – das Eincremen hat sich nämlich nach einer Waschung mit Kernseife erledigt 😉 Die Haut kann quasi wieder einen „Normalzustand“ annehmen.

Da der No-Poo-Trend immer noch anhält, wechseln viele auch in der Haarpflege von gewöhnlichem Shampoo auf Kernseife. Aber Achtung: Kernseife kann das Haar spröde und trocken machen! Also lieber anschließend eine Spülung in Form einer sauren Rinse (= 1-2 Eßl. Apfelessig in 1l warmen Wasser auflösen – über das gewaschene Haar geben und nicht mehr ausspülen!) machen oder ein paar Tröpfchen gutes Öl in die Haarlängen geben. Wie sich jeder von euch jetzt denken kann, ist somit Kernseife hervorragend für fettende/-s Haar/Kopfhaut bestens geeignet. Für die Art der Haarwäsche sind (eigentlich) der Fantasie keine Grenzen gesetzt: ob man etwas Seife in Wasser auflöst und wie Shampoo aufträgt, oder ob das Seifenstück direkt auf das Haar und Kopfhaut aufgetragen wird, bleibt jedem selbst überlassen. Da Kernseife aber nichtsdestotrotz aus Fett und Lauge besteht, finde ich (mit meinem medizinischen Auge betrachtet) sollte sie nicht in konzentrierter Form angewendet werden. Also wieder die gleiche Mischung wie oben zum Duschen herstellen und lieber damit die Haare waschen. Wer Kernseife nicht zum Haarewaschen benutzen möchte, kann hier nachlesen, wie man sich mit Natron die Haare waschen kann.

Ach um nicht zu vergessen: (ACHTUNG – JETZT WIRD´S EKLIG): Auch hartnäckige Hornhaut an den Füßen (also nicht dass ICH welche hätte!!! Wo denkt ihr hin!?! Eine Dame hat so etwas natürlich nicht!) lässt sich durch ein Kernseifenbad schön einweichen – wie ihr euer Zeug dann von den Füßen entfernt, bleibt euch überlassen!

Das Kernseife zum Zähneputzen genutzt werden kann, ist mir geläufig. Das habe ich jedoch noch nicht ausprobiert und finde den Gedanken daran, meine Zähne mit Seife zu putzen leicht verstörend. Aber wenn ihr das schon mal ausprobiert habt, dann lasst es mich wissen – ich bin ja neugierig und lerne gern dazu.

Ebenso ist es möglich unter hygienisch anspruchsvollstem Niveau Feuchttücher selbst herzustellen. Aber da ich sowieso für mich keine verwende und für mein Baby auch nur dann, wenn ich unterwegs bin und es schnell gehen muss (ansonsten verwende ich zu Hause nur Wasser, Öl und Rosenhydrolat), hatte ich bisher weder die Muse noch die Verwendung um mich in das Netz der Herstellung von hygienisch einwandfreien Feuchttüchern zu begeben.

Und nun?

Wow! Der Beitrag ist viel länger geworden, als erwartet! Aber ich habe wirklich hier alle meine Infos reingepackt, die ich finden konnte und die ich im Alltag auch nutze 🙂 Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen von euch helfen 🙂

Und zwei Fragen habe ich an euch: Verwendet ihr auch Kernseife? Verwendet ihr Kernseife sogar noch auf anderem Gebieten, als hier erwähnt? Das würde mich mal richtig interessieren!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen sauberen Start in die neue Woche!!

Ahoj und bis zum nächsten mal,

eure Klára