Klára auf der re:publica 2018 bzw. #rp18 #mcb18 und ein ganz persönlicher Überblick

Es ist getan. Die re:publica 18 ist vorbei. Und diesmal war auch ich dabei. Es waren 4 Tage voller bunter Eindrücke, amüsanter Gespräche, fachlicher Vorträge und interessanter Begegnungen.

 

Welche Sessions hast du besucht?

Nun, als erstes habe ich mir … halt! Stop! Ich möchte hier doch gar nicht über die Vorträge schreiben, sondern einfach meine persönliche Meinung zu dem gesamten Event. Wer sich (noch) einmal ansehen möchte, welche Sessions geboten waren, kann das hier auf der re:publica Homepage machen

Kurzum: die DSGVO und Algorithmen haben mich am meisten gefuchst und so habe ich diese Sessions dann ganz besonders favorisieirt. Es wurden (fast) alle Sessions auf der re:publica aufgezeichnet und ihr könnt sie hier auf YouTube sehen. Wie das so auf „Messen“ ist, haben sich auch für mich und mein Interesse leider einige Vorträge zeitlich überschnitten und so habe ich mir im Nachhinein einige von ihnen auf YouTube angesehen. Zwei von ihnen möchte ich euch jedoch hier explizit verlinken: Der Vortrag von Sascha Lobo und der von Henning Krieg und Thorsten Feldmann. Es waren für mich meine persönlichen Highlights.

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Sascha Lobo auf der re:publica18

 

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die Stimmung! Die Stimmung war sowas von locker und die Leute waren alle cool drauf. Jedenfalls die, denen ich begegnet bin oder mit welchen ich kollidierte, während ich Fotos oder Videos aufgezeichnet habe 😀

Überall schwebten Seifenblasen durch die Luft, Musik spielte überall dort, wo keine Vorträge waren, Getränke en masse und selbst vegan konnte man dort schlemmen. Das war auch bitter notwendig, denn wenn man sich dort bereits auch nur einen halben Tag aufhält und von Vortrag zu Vortrag eilt, muss einem ja auch Energie gewährleistet werden. Und so habe ich mir die allerbesten Tapioka-Fladen gegönnt (und mir gleich Maniokwurzel-Mehl im Internet bestellt um sie selbst zu machen!) und mir zwischenzeitlich auch mit einigen ehemaligen Social-Media-Mitstudenten die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Alles in Allem war die #rp18 eher wie ein „Festival“ aufgebaut; nur dass man hier auch noch Informationen aus erster Hand erhielt, sich inspirieren lassen und einfach eine schöne Zeit verleben konnte. Genial war auch, dass die Speaker allesamt wirklich sehr kompetent waren – auch wenn der ein oder andere einen wirlich desaströsen Auftritt hinlegte. Aber das ist nur mein persönliches subjektives Empfinden 😉

Das alles hat mir also am besten gefallen.

Und natürlich Berlin!!! Berlin, Berlin und nochmal Berlin. Unser Hotel war sehr sauber, aber das Personal an der Rezeption eine reine arrogante Katastrophe. Gefühlt war dort ein aufgeblasener Gockel neben dem anderen vertreten und man fühlte sich als Gast fast schon schuldig, wenn man einchecken oder gar an der Bar etwas trinken wollte. Unmöglich! Und hey, ich habe selbst einige Zeit im Hotel gearbeitet. Eines davon hatte 4* (Superior) und selbst dort waren die Rezeptionsmitarbeiter nicht sooo extrem eingebildet – arrogant, aber nicht soooo arrogant. Verstehste?!

Dafür waren das Frühstückspersonal und die Zimmermädels reinste Engel! An dieser Stelle ein ganz ganz großes Lob!!

Aber zurück zu meiner Liebe zu Berlin: Diese Stadt ist so wunderbar, wie es bereits Kaiserbase vor 15 Jahren vollkommen richtig erraten haben! Die Straßen, die Architektur, die Luft und so viele

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Im Coffee Balzac

unterschiedliche Persönlichkeiten. Und wie die Stadt riecht! Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Geruch. Berlin riecht ein wenig melancholisch – Hamburg dagegen mehr nach Leichtigkeit und München nach Sommer. Nun, ich bezweifle, dass dies wissenschaftlich bewiesen werden kann – besonders, dass Gefühle einen Duft haben können, aber hier geht es ja um keinerlei Erhebung empirischer Daten, sondern um einen ganz subjektiven Eindruck meinerseits.

 

Und was war nicht so der Hit?

Das direkte und indirekte Gehetze von Ort zu Ort, welches vor den Vorträgen entstand, war wirklich etwas nervig. Vor allem, wenn man UNBEDINGT eine Session besuchen wollte – meinen ersten Vortrag habe ich hinter einer Wand zuhörend und stehend verbracht. Geil! Beim zweiten Vortrag wurde die Lage schon entspannter. Da hatte ich stehend wenigstens schon Sicht zur Bühne. Im dritten Vortrag kam ich mir wie ein VIP vor, da ich einen Sitzplatz ergattert habe – Yeah! Aber wie oft saß ich mit -zig anderen einfach auf dem Boden. Denn man möchte ja auch mitschreiben, besonders wenn es um wichtige Informationen z.B. zur am 25. Mai 2018 in Kraft tretenden DSGVO geht! Und es ist auch kein Drama, auf dem Boden zu sitzen.

Und so fand man sich nicht selten in einem völlig überfüllten, stickigen Raum mit zu vielen Menschen und schlechter Sicht. Ich fand es zwar nervig, aber hinsichtlich dessen, dass ich das gesamte Event als „Festival“ betrachtet habe, fühlte ich mich dann doch noch recht wohl 😀

Was ich auch super-schade fand ist, dass sich so viele interessante Sessions bei mir zeitlich überschnitten haben und ich dann eine von mehreren favorisieren musste. Das Problem hatte ich aber auf der Internet-Expo in München auch. Man, dass wir uns im Jahre 2018 noch nicht an mehrere Orte aufteilen können?! 😉

Das sind so die Punkte, die nicht so der Burner waren.

Und auch die Action von der Bundeswehr. Die war leider auch nicht so geil. Aber dies nur am Rande, da ich es persönlich nicht mitbekommen habe, sondern nur davon gehört und im Nachhinein davon gelesen habe.

 

Würdest du die re:publica wieder besuchen? Nächstes Jahr zum Beispiel?

Ja. Definitiv. Nicht nur, weil man wertvolle Infos erhält (klar, die könnte man auch im Internet abrufen – aber es ist nun mal nicht das selbe! Vor allem weil nach jeder Session auch Fragen gestellt werden konnten und zum mit-diskutieren eingeladen wurde.), sondern weil die gesamte Veranstaltung einfach der ultimative Hammer war.

Alles in Allem hat es mir sehr sehr gut gefallen und ich kann die re:publica aus fachlicher als auch aus privater Sicht wärmstens empfehlen.

Und nun zu euch:
Kennt ihr die re:publica? Wart ihr auch dort? Als Speaker? Als Besucher? Seid ihr vom Fach oder als privater Internet-User dort gewesen? Und falls ihr beabsichtigt nicht dort wart: was hat euch davon abgehalten hinzugehen?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen tollen Auftakt ins Wochenende!!

Ahoj,
eure Klára

 

 

PS: Um Sascha Lobos „fauxpas“ zum (Un-)Wort „She-male“ weiß ich Bescheid – um seine Bitte um Entschuldigung ebenso. Dies tut jedoch dem Inhalt seines Vortrages nichts ab.

Die re:publica 18 und meine Vorbereitungen #rp18

Am Mittwoch geht sie los: die re:publica 18.

Für mich ist es das erste mal, dass ich auf der re:publica bin und ich muss sagen, dass ich schon sehr gespannt bin. Sie findet bereits zum zwölften mal statt. Diesmal vom 2. – 4 Mai in der Station Berlin und steht unter dem Motto POP – the power of people. Das lässt sich auch in den Vorträgen erkennen, die u.a. Titel wie „Pop, rights?! Zwischen Netz und Politik“ tragen. Klingt für mich schon mal sehr einladend. Aber von den etwa 500 Sessions gibt es so einige Vorträge, die mich anmachen und die ich besuchen werde. Zum Beispiel den von Sascha Lobo – ein großartiger Autor, Speaker und Social Media Kopf unserer Zeit (und dafür könnt ihr mich ruhig steinigen!); er spricht über „Pop und Anti-Pop – Wie das Internet uns lehrte zu kämpfen. Und wofür.“ Klingt vielversprechend. Insgesamt werden etwa 600 Speaker vorhanden sein – und da ist sicherlich jemand dabei, der mich fesseln wird. Bitte den letzten Satz nicht wortwörtlich nehmen.

Warum fahre ich überhaupt hin?

Nun ja, hinsichtlich der Tatsache, dass ich Social Media Manager bin und mir dort (mehr als nur) Inspiration holen möchte, ist es für mich eine willkommene Möglichkeit, meine (Ex-) Studienkollegen wiederzusehen. Aber auch einige andere Social-Media-Verrückte, welche ich nur aus der virtuellen Welt kenne, kann ich dort endlich im Reallife begegnen. Ob wir uns wohl erkennen werden ? 😉 Desweiteren finde ich die Sessions, welche dort geboten werden sehr hilfreich für die Arbeit als SOMM an sich – immerhin trifft man Gleichgesinnte, die alle ihre eigenen Gedanken zum Thema Social Media haben. Diese können miteinander übereinstimmen, kollidieren oder einfach nur als Muse für andere dienen. Und so ist das der perfekte Ort um sich wieder neuen Input vor Ort zu holen.

Und welche großartigen Vorbereitungen musst dann ausgerechnet DU treffen, Klára?

Nun, obwohl ich kein Speaker auf der re:publica bin sondern lediglich ein Besucher mit einem Early Bird Ticket, treffe auch ich so meine Vorbereitungen.

Zum Beispiel die oben erwähnten Vorträge. Da die re:publica eine Social Media Messe ist, gibt es natürlich eine wunderbar funktionierende App, in welcher Speaker, Vorträge, allg. Temine, Events etc. aufgelistet sind und natürlich auch als Favoriten abgespeichert werden können. Aber als ein Kind der 70er, bin ich nicht NUR digital sondern auch immer noch analog unterwegs und brauche des öfteren schlichtes bedrucktes Papier, mit mich versorgenden Informationen. Also bin ich dabei, mir die Vorträge durchzulesen, zu entscheiden, welche ich definitiv hören möchte und welche für mich nicht ganz so relevant sind und gestrichen werden können, falls sie mit den mich mehr interessierenden Vorträgen kollidieren sollten. Ja nee, is klar?!

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Und das nimmt für mich die meiste Zeit der Vorbereitung in Anspruch. Aber um einigermaßen strukturiert an die Sache heranzugehen, ist dieser Schritt für mich unabdingbar. Und so bringe ich die Liste der gesamten Vorträge mit OpenOffice in eine mich ansprechende Optik, drucke mir diese aus und setze mich mit Netbook, Textmarker und Kaffee hin und beginne anzumarkern, welche Vorträge ich denn tatsächlich besuchen werde. Klingt ein wenig pedantisch – klingt ein wenig paranoid. Ist auch so!

Dann gibt es da noch die Tatsache, dass ich in Berlin meine (zum Teil ehemaligen) Studienkollegen treffe und mit ihnen natürlich auch das ein oder andere (Fach-) Gespräch führen möchte – eventuell abends bei einem alkoholfreien Pils (do you remember? Hamburg ❤). Nun, das ist alles überhaupt kein Problem, wenn man denn tatsächlich alleine reist. Da ich aber völlig jenseits von Gut und Böse bin und meine gesamte Sippe mitschleppe, gestaltet sich die abendliche Planung dann doch etwas schwieriger, da Kind nach einem Papa-Tag auch etwas von Mama abbekommen möchte. Verständlich. Deswegen nehme ich sie ja auch mit – Ich kann halt dann doch noch nicht völlig ohne meine Tochter. Und so müssen die Vorträge mit der Familie und den Studienkollegen unter einen Hut gebracht werden. Auch das wird peinlichst auf meiner selbst erstellten Liste dokumentiert!!! Logisch, oder?

Und last but not least ist da noch das Gepäck. Aber ich glaube, darüber muss ich nicht wirklich schreiben. Als Family hat man sowieso immer ZU VIEL dabei. Besonders Spielzeug, Kuscheltiere, Puppen, Puzzle … Einfach all das, was man so auf der #rp18 brauchen könnte.

Zum Glück verreise ich minimalistisch. Dann wird wenigstens an einem Platz etwas gespart 😉
Ich benötige lediglich mein Netbook, Block und Stift. Das ist alles. Und natürlich Kleidung. Und Schuhe. Und mein Handy mit Ladegerät. Und Kosmetik … und meinen Timeplaner … und ein paar Handtaschen … und … … …   😀

Aber nun zu euch: Fahrt ihr auch auf die re:publica 18? Was ist eure Intention hin zu fahren? Die Vorträge? Das Event an sich? Oder seid ihr dort als Speaker dabei?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne … wünsche ich euch morgen einen inspirierenden Start in die (re:publica-) Woche!!

Ahoj,
eure Klára

Reisen und der Minimalismus – Muttern verreist


Viele wundern sich, dass ich es nicht leid bin, ständig mit Kind irgendwo anders zu übernachten. Merkwürdiger Weise finde ich es absolut nicht stressig oder nervig, denn ich hab über die Zeit hinweg ein System für mich entwickelt, welches für meine Kleine und mich wunderbar funktioniert.

Ich „verreise“ regelmäßig für eine oder zwei Übernachtungen nach München. Ist eine tolle Stadt, welche ich liebe und mich dort „zu Hause“ fühle. Nichtsdestotrotz ist München für mich im Moment nicht als Ausflugsziel No.1 gedacht, sondern ich fahre aus beruflichen Gründen hin und somit dient es mir nicht als Chill-Out-Area – obwohl mir da so das eine oder andere Eck schon einfallen würde.

Jedenfalls muss ich jedes mal  packen. Und da stellt es den meisten Müttern alle Nackenhaare auf: „Was nehm ich mit? Wie viel von dem? Wie viel von jenem? Soll ich lieber dies oder lieber das mitnehmen? usw.“

Diese Liste kann ins Unendliche geführt werden, (fast) jeder kennt das und selbst ich habe mich die ersten zwei/drei-Male wirklich im Pack-Wahn verrannt. Aber mittlerweile habe ich eine Checkliste entwickelt, welche mir wahnsinnig weiter hilft.

Oberstes Gebot hierbei: lerne minimalistisch zu reisen! Das erspart einem erstens schweres Gepäck und zweitens schont es den einen oder anderen Nerv.

Ich packe also meinen Koffer und nehme mit:

  • Kleidung für Mama zum Wechseln
  • Kleidung für Kind zum Wechseln
  • Kosmetikutensilien Mutter
  • Kosmetikutensilien Kind
  • Spielzeug und Getränk (für Kind versteht sich)
  • Social-Media-Gedöns incl. Technik (quasi Spielzeug für Mama)
  • ENDE

Klingt vielseitig-interpretierbar. Ist auch so. Aber ich nehme nur auserwählte Dinge mit, welche sogar für eine Woche reichen würden. Keinen Kram, welcher eventuell unter Umständen gebraucht werden könnte, sondern Basics, welche mehrere Funktionen erfüllen und somit zum Beispiel 3in1-Produkte darstellen.

Kommen wir also ins Detail:

Kleidung für  Mama bedeutet, dass ich eine Hose, ein Tank-Top, ein Shirt zum Schlafen, ein Oberteil und Underwear (meist alles in Schwarz und Weiß) mitnehme. Mehr nicht. Denn für Gewöhnlich gibt es in München Wasser und Seife – und da ich nicht gedenke, mit meinem Kind unter der berühmt-berüchtigten Isarbrücke zu nächtigen (Münchner wissen, was ich meine!), habe ich somit auch fließendes Dihydrogenmonoxid zur Verfügung. Und darin kann ich abends vor dem Schlafen gehen meine Kleidung waschen. Gegebenenfalls nehme ich zum Trainieren eine Leggings und ein T-Shirt mit. Keine extra-Schuhe oder so, denn das geht auch barfuß.

Das gleiche gilt für´s Kind: Da dieses auch noch eine überschaubare Körpergröße hat, kann ich ggf. diese Kleidung sogar in der Handtasche verstauen 😉 Das bedeutet im Klartext: Body, Söckchen, Pulli, Schlafanzug und Hose. Cardigan, Jacken und Schuhe haben wir normalerweise an, sowie Mütze und Schal.

Kosmetiktechnisch bin ich (mittlerweile!) spartanisch unterwegs und benutze vieles mit meiner Kleinen gemeinsam: Jojobaöl  in einer 30ml-Flasche (für uns beide zur Pflege, zum Abschminken, einfach für alles herzunehmen!), kleines Stück Alepposeife (Haut, Haare, Kleidung, also auch für alles verwendbar),  Mascara, Kajal, Spiegel, Lippenpflege, Haargummi, selbstgemachtes Deo in einer kleinen 30ml-Sprühflasche, Zahnbürsten und Kinderzahnpasta (für beide), Windeln (noch nicht für mich! Gebt mir da noch 40 oder 50 Jahre) und Babyfeuchttücher (welche auch so gut wie für alles einsetzbar sind).

Da mein Mädchen gerne liest, kommt ein Buch mit, ihre Lieblings-Legotierchen und eventuell noch ein Kuscheltier. Für mich nehme ich einen Block, Textmarker und Stift mit (auch für´s Kind praktisch! Malen geht nämlich IMMER!), sowie mein Tablet, Handy und Ladekabel.

Das Ganze passt in einen Handgepäck-Trolley (also der kleine)oder in eine große Handtasche. Hinzu kommt klassisch meine Handtasche in welcher sich Knabbereien und etwas zu Trinken für ein verhungerndes und verdurstendes Kind befinden.

Das ist also meine kleine 2-Übernachtungs-Liste für den beruflichen Alltag. Und jetzt zu euch: Wie macht ihr das, wenn ihr verreist? Nehmt ihr richtig viel mit um für ALLE Eventualitäten vorbereitet zu sein? Oder nehmt ihr sogar weniger mit als ich? Wie organisiert ihr euch? Würdet ihr mit meinem System klar kommen? Also da bin ich echt mal richtig gespannt! Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne: einen wundervollen stress-freien Start in die neue Woche!

Ahoj,

eure Klára

Muddi spricht! Über … Natron, der Alltagshelfer.

So, liebe Leute! Wir müssen reden! Na ja, vielleicht ist das Thema nicht unbedingt ganz so ernst, aber trotzdem wichtig. Es wird euer Leben verändern!! Ja! Und euren Horizont erweitern, die Welt wird eine andere Umlaufbahn einschlagen und das Universum wird… äh… genug der vielen Worte. Los geht’s!

Dass Natron beim Backen z.B. in Muffins benötigt wird, ist ja nichts Neues. Aber viele wissen nicht, dass Natron einfach für (fast) jeden Lebensbereich einsetzbar ist. Und da mir dieses weiße Pülverchen schon des Öfteren sehr geholfen hat, möchte ich euch meine liebsten Einsatzgebiete des Natron aufzeigen.

1. Natron als Shampoo

Als Wichtigstes empfinde ich Natron im Bereich Kosmetik. Es ist für mich nicht mehr wegzudenken! Ich benutze es nämlich als Shampoo. Vor einigen Jahren hat meine Kopfhaut angefangen negativ auf konventionelle Shampoos zu reagieren – Achtung! Jetzt wird’s eklig: Sie reagierte mit kleinen Bläschen, die schrecklich weh tun. Deswegen bin ich erst einmal auf Naturkosmetik umgestiegen und fand das einfach klasse! Keine Bläschen mehr. Nach einigen Monaten entdeckte ich nach dem Haare waschen hier und da wieder so ´nen kleinen Kollegen auf meiner Kopfhaut und fand das um ehrlich zu sein, ziemlich verstörend. Als es immer mehr wurden, hat mir meine liebe Freundin Anne, die sich sehr gut in der Kosmetikwelt auskennt, Waschpulver empfohlen, welche aus zermahlenen Pflanzenteilen (z.B. Amla, die indische Stachelbeere) bestehen. Klingt erst mal befremdlich, aber ich kam damit richtig gut zurecht. Ich vertrage zwar nicht alle Pflanzenwaschpulver, aber die meisten pulverisierten Pflanzen haben meinem feinen Haar sehr gut getan, Volumen gespendet und vor allem meine Kopfhaut geschont. Leider sind diese Ingredienzien ziemlich umständlich zu bestellen – so habe ich nach und nach alle aufgebraucht und während dessen schon mal nach adäquatem Ersatz gesucht. Und ich wurde fündig. Wo ich diese Entdeckung gemacht habe, weiß ich nicht mehr (ich nehme an, dass es mal wieder irgendein YouTube-Kanal war) aber da hat jemand über empfindliche Kopfhaut lamentiert und dass die Problematik mit Natron verschwand. Ich rannte also in meine Küche und fand ein ziemlich einsames Päckchen Natron im eher hinteren Bereich einer Küchenschublade. Und ich fing an zu pampen: 1 Eßl. Natron auf 1 Tasse abgekochtes heißes Wasser geben und solange verrühren, bis es sich auflöst. Dann ab unter die Dusche, Haare nass machen, abgekühltes Natron-Wasser auf die Kopfhaut auftragen und evtl. auch etwas in die Haarlängen geben. Kurz einwirken lassen (ca. eine Minute) und dann ausspülen. Das war´s! Manchmal spüle ich mit Apfelessig-Wasser nach (3 Eßl Apfelessig auf 1/2l Wasser), da aber meine Haare mit dem Natron sehr gut klar kommen, spare ich mir diesen zusätzlichen Aufwand. Fertig! Die Haare sind sauber und vor allem nicht mit unnötigen Chemikalien, welche oft in Shampoos enthalten sind, in Kontakt gekommen.

2. Natron als Abflussreiniger

Als zweites möchte ich hier die Möglichkeit nennen, mit Natron seine Abflüsse zu reinigen! Leute! Man spart sich hier das ganze Gift-Zeugs, welches auch noch in unser Grundwasser sickert!!! Passt auf, so geht’s: Schütte einfach ½ Tasse Natron in den verstopften Abfluss und kippe ganz vorsichtig ½ Tasse Essigessenz nach. VORSICHTIG! Denn das Ganze reagiert natürlich miteinander und schäumt und spuckt! Dann deck den Abfluss mit einem feuchten Tuch ab und lasse es eine viertel Stunde einwirken. Anschließend spüle mit einem guten Liter kochendem Wasser nach um alle letzten Reste zu beseitigen. Fertig! Der Abfluss ist nun frei!

3. Natron als Zahn“aufheller“

Als nächstes finde ich die Idee seine Zähne mit Natron aufzuhellen, ganz wunderbar! Ob und wie „schädlich“ das für den Zahnschmelz, aufgrund seiner abrasiven Wirkung ist muss jeder für sich abwägen, jedoch ist es definitiv für die Zähne eine angenehmere Methode als eine Zahncreme für viel Geld zu benutzen, die unnötiges Microplastik enthält. Außerdem soll Natron Kariessäuren neutralisieren, da dieses basisch ist. Ich verwende es wie folgt: Ich nehme meine Zahnbürste und feuchte sie an. Anschließend tunke ich sie in Natron. Dann putze ich ganz normal meine Zähne damit. Fertig! Die Zähne erhalten nach und nach ihre natürliche Farbe zurück und können vom Rotwein-, Nikotin- oder Teebelag befreit werden. Bei mir klappt es wunderbar! Bitte denkt jetzt nicht, dass Natron eure Zähne um einige Nuancen „aufhellt“ und man dadurch ein Naddel-Lächeln bekommt! Hier wird lediglich durch die abrasive Wirkung Zeug von den Zähnen entfernt, welches da nicht hingehört und eure Zähne über die Zeit verfärbt hat. Um Zähne aufzuhellen, müsste man schon mit Wasserstoffperoxid ran… und das überlasse ich lieber Fachkräften. Damit pansche selbst ich nicht in meiner Küche rum.

4. Natron als Deo

Und jetzt noch ein weiterer Tip aus dem Kosmetikbereich: Natron als Deo! Es ist für jemanden der, sehr viel schwitzt sicherlich die angenehmere Variante, als Aluminium-verseuchte 48-Stunden Deo´s die mehr Schaden anrichten als dass sie nutzen. Natron neutralisiert Gerüche (da Schweiß unter anderem aus verdunstenden Fettsäuren besteht und Natron diesen an den Kragen geht) und wirkt auch hier basisch – somit kann es helfen, weniger zu schwitzen.

Ich verwende es in zwei Varianten. In der ersten Variante feuchte ich meine Achseln nach dem duschen etwas an und gebe etwas von dem Natronpulver (ca. ¼ Tl) in die Achselhöhle. Sanft verteilen und kurz einwirken lassen – fertig. Für die zweite Variante  benötigt ihr eine leere Sprühflasche. 100 ml Wasser abkochen und etwas abkühlen lassen. Nun 1 Tl Natron in das noch warme Wasser geben und so lange rühren, bis es sich auflöst. Nun gebe ich 1 Tropfen ätherisches Öl oder einen Spritzer gut duftendes Gesichtswasser hinein. Jetzt muss das alles nur noch gut geschüttelt werden. Fertig! Bei mir wirkt es wahre Wunder!

5. Natron als Spülmaschinen-Pulver

Das Natron auch als Spülmaschinen-Pulver verwendet werden kann, könnt ihr hier in meinem Blogbeitrag nachlesen.

Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon Erfahrung mit Natron gemacht? Habt ihr es sogar schon außerhalb der Küche verwendet? Würdet ihr mir eure „Natron-Geheimnisse“ verraten? Ich bin immer dankbar für neue Tipps und Tricks, das wisst ihr doch 😉

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen sauberen Einstieg in die neue Woche!!

Ahoj,

eure Klára

Revolutionäre Entdeckungen in der Küche…

Dass ich einen Öko-Spleen habe, ist kein Geheimnis. Aber phasenweise artet das bei mir aus. Das kann 5 Tage oder aber auch 5 Monate dauern – das ist unterschiedlich. Dann MUSS es die Mascara aus dem Naturkosmetik-Bereich sein und selbstverständlich auch NUR das Bio-Deodorant 😀 und natürlich wird dann AUSSCHLIEßLICH mit Ghassoul-Erde geduscht… Manche werden jetzt die Augen rollen und lachen – und JA! Ich verstehe euch! Ich muss auch immer wieder über diese Phasen schmunzeln. Das Ganze hat Vor- und Nachteile: ich probiere mich im Wesentlichen peu à peu durch die Bio-Läden und wenn ich aus der Phase wieder heraus bin, bin ich für die Nächste schon gut ausgestattet 😀 Vieles bleibt dann dauerhaft bei mir hängen und einiges verabschiedet sich wieder. Weggeschmissen wird hier natürlich nichts!

Aber in dieser momentanen Phase habe ich eine „Entdeckung“ gemacht, die sich auch für die „Nicht-Öko-Phase“ rentiert hat: ich mache mein Spülmaschinenmittel selbst. Das „Rezept“ liegt bei mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit herum und ich gestehe ehrlich, dass ich ein wenig faul war, es zusammen zu stellen. Und am Silvester-Nachmittag hat es mich dann gepackt und ich holte die bereits seit WOCHEN im Keller herumstehenden Ingredienzien und eröffnete in meiner Küche „Klára´s Chemie-Labor“. Ich war erstaunt, dass alles so schnell ging!!!!

Das dauert nämlich keine 5 Minuten und kostet übrigens nur halb so viel Geld. Vom Umweltaspekt ganz zu schweigen und außerdem sind keine Giftstoffe enthalten. Viele werden es vielleicht schon kennen, aber für mich war es etwas Großartiges. Ich habe das Rezept irgendwo im Internet beim Herumsurfen gefunden und kann euch noch nicht einmal den Link geben – ich neige nämlich immer dazu, mir Dinge wie z.B. Rezepte, DIY´s etc. in meinen Timeplaner zu schreiben, falls ich den Link „verlegen“ sollte (wobei ich mich an dieser Stelle frage, wie man einen Link „verlegen“ kann?!?).

Aber nun zu dem großartigen Spülmaschinenpulver:

100g reines Soda

100g Natron

100g Zitronensäurepulver

50g grobes Spülmaschinensalz

Da wir hier sehr hartes Wasser haben, nehme ich 150g Zitronensäure, dieses dient nämlich zur Wasserenthärtung. Das Natron, gemischt mit reinem Soda bilden einen tollen Fett- als auch Schmutzlöser. Das Spülmaschinensalz schützt die Spülmaschine zusätzlich vor Verkalkungen.

Das alles fülle ich in ein großes Glas um (z.B. ein sauberes und trockenes Essiggurkenglas) und schüttele es einmal gut durch, damit sich alle Bestandteile miteinander vermengen. Wichtig ist, dass das Glas wirklich richtig sauber und trocken ist, sonst reagieren Soda und Zitronensäure im Glas miteinander und das ist natürlich nicht Sinn und Zweck dieser ganzen Geschichte. Also lieber keine Kristall-Soda verwenden!!!

Für eine Spülmaschinenladung nehme ich ca. 1-2 Tl. dieses Pulvers und fülle es in das Pulverfach. Fertig!

Und jetzt wieder eine Frage an euch: habt ihr schon mal eurer Spülmaschinenpulver selbst hergestellt? Welches Rezept habt ihr? Oder findet ihr diese total unnötig und benutzt lieber das klassische „normale“ Spülmaschinenpulver oder -Tabs?

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Ahoj,

eure Klára

Ein Hoch auf den Smoothie

Seit einigen Tagen gelüstet es mich frühs ganz arg nach Süßigkeiten. Und da man bekanntermaßen in der Schwangerschaft mehr VITAMINE und NAEHRSTOFFE zu sich nehmen sollte, habe ich einfach kurzerhand beschlossen, wieder auf den guten alten Smoothie zurück zu greifen. Übrigens: Ein Smoothie ist nicht sofort mit einem Green Smoothie gleichzustellen. Ein Smoothie ist ein Getränk, dass aus Früchten zubereitet wird – ob nur eine oder mehrere Obstsorten verwendet werden, ist belanglos. Eine Abgrenzung zum Green Smoothie sollte aber dennoch gezogen werden, denn dieser besteht im Gegensatz  zum klassischen Fruchtsmoothie aus 50% grünem Blattgemüse, so Victoria Boutenko, die „Erfinderin“ der grünen Smoothies. Und schmeckt dementsprechend herber, meiner Meinung nach. Also habe ich herumprobiert und kam mit der Zeit auf ein Rezept, welches ich euch keineswegs vorenthalten möchte!!! Denn dieser Smoothie ist wirklich der leckerste, den ich je getrunken habe. Und das muss in die Welt geschrie(b)en werden!

Ich trinke ihn ab und zu als „kleines Frühstück “, wenn es mal schnell gehen muss, oder als Zwischenmahlzeit, wenn der Hunger zu groß ist um noch die eine oder andere Stunde bis zur nächsten großen Mahlzeit durchzuhalten. Ich möchte gar nicht lange um den heißen Brei herumreden und gleich zum Rezept für 2 Portionen kommen:

1 Orangesmoothie2
1 Karotte
1 Banane
1 handvoll gefrorene (geschälte) Zucchini
2 bis 3 getrocknete Datteln
1 handvoll Haferflocken
1 handvoll Mango
1 Glas pflanzliche Milch (vorzugsweise Hafermilch)
1 Schuss Hafersahne oder Kokosmilch

Gebt alles in euren Mixer, oder schneidet alles klein und püriert es mit dem Handmixer gut durch, bis es eine sämige Konsistenz ergibt. Das war’s dann auch schon.

Leute! So etwas Cremiges habt ihr euren Lebtag noch nicht getrunken! Und falls ihr euch fragt, was die Zucchini da drin sucht: Sie gibt zusammen mit der Banane dem Ganzen diese cremige Note. Praktisch ist auch, dass man ihn abends vor dem Fernseher als Snack schlürfen kann und noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen bezüglich seiner Naehrstoffe haben muss. Deswegen mache ich meistens 2 Portionen.

Ach ja – und noch etwas: Fakt 1 ist: Um alle Vitamine möglichst vollständig aufzunehmen, müsste man das Obst reif vom Baum essen. Dies stellt sich aber als etwas problematisch dar, da sich hier in Deutschland in unseren Gärten die Mangos und Orangen ein wenig schwer mit dem Wachsen tun. Fakt 2 ist: Die Vitamine im Smoothie gehen mit der Zeit im Glas auch im Kühlschrank verloren. Somit sollte man den Smoothie möglichst frisch trinken. Fakt 3 ist: Lieber snacke ich abends vor dem Fernseher oder dem PC einen Smoothie in abgespeckter Vitaminversion als gar keinen Smoothie (oder gar Zeugs, das zwar im Moment gut schmeckt aber überhaupt keine Vitamine oder nennenswerte Nährstoffe hat).

So, und jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr schon mal einen Smoothie getrunken oder habt ihr gar einen Lieblings-Smoothie? Wenn ja: Welchen? Einen selbstgemachten oder einen gekauften? Trinkt ihr sie regelmäßig oder nur ab und zu? Habt ihr irgendwelche Lieblingsrezepte??
In diesem Sinne wünsche ich euch schon mal einen smoothen und guten Rutsch ins neue Jahr und passt auf euch auf!
Ahoj,
eure Klára