Klára auf der re:publica 2018 bzw. #rp18 #mcb18 und ein ganz persönlicher Überblick

Es ist getan. Die re:publica 18 ist vorbei. Und diesmal war auch ich dabei. Es waren 4 Tage voller bunter Eindrücke, amüsanter Gespräche, fachlicher Vorträge und interessanter Begegnungen.

 

Welche Sessions hast du besucht?

Nun, als erstes habe ich mir … halt! Stop! Ich möchte hier doch gar nicht über die Vorträge schreiben, sondern einfach meine persönliche Meinung zu dem gesamten Event. Wer sich (noch) einmal ansehen möchte, welche Sessions geboten waren, kann das hier auf der re:publica Homepage machen

Kurzum: die DSGVO und Algorithmen haben mich am meisten gefuchst und so habe ich diese Sessions dann ganz besonders favorisieirt. Es wurden (fast) alle Sessions auf der re:publica aufgezeichnet und ihr könnt sie hier auf YouTube sehen. Wie das so auf „Messen“ ist, haben sich auch für mich und mein Interesse leider einige Vorträge zeitlich überschnitten und so habe ich mir im Nachhinein einige von ihnen auf YouTube angesehen. Zwei von ihnen möchte ich euch jedoch hier explizit verlinken: Der Vortrag von Sascha Lobo und der von Henning Krieg und Thorsten Feldmann. Es waren für mich meine persönlichen Highlights.

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Sascha Lobo auf der re:publica18

 

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die Stimmung! Die Stimmung war sowas von locker und die Leute waren alle cool drauf. Jedenfalls die, denen ich begegnet bin oder mit welchen ich kollidierte, während ich Fotos oder Videos aufgezeichnet habe 😀

Überall schwebten Seifenblasen durch die Luft, Musik spielte überall dort, wo keine Vorträge waren, Getränke en masse und selbst vegan konnte man dort schlemmen. Das war auch bitter notwendig, denn wenn man sich dort bereits auch nur einen halben Tag aufhält und von Vortrag zu Vortrag eilt, muss einem ja auch Energie gewährleistet werden. Und so habe ich mir die allerbesten Tapioka-Fladen gegönnt (und mir gleich Maniokwurzel-Mehl im Internet bestellt um sie selbst zu machen!) und mir zwischenzeitlich auch mit einigen ehemaligen Social-Media-Mitstudenten die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Alles in Allem war die #rp18 eher wie ein „Festival“ aufgebaut; nur dass man hier auch noch Informationen aus erster Hand erhielt, sich inspirieren lassen und einfach eine schöne Zeit verleben konnte. Genial war auch, dass die Speaker allesamt wirklich sehr kompetent waren – auch wenn der ein oder andere einen wirlich desaströsen Auftritt hinlegte. Aber das ist nur mein persönliches subjektives Empfinden 😉

Das alles hat mir also am besten gefallen.

Und natürlich Berlin!!! Berlin, Berlin und nochmal Berlin. Unser Hotel war sehr sauber, aber das Personal an der Rezeption eine reine arrogante Katastrophe. Gefühlt war dort ein aufgeblasener Gockel neben dem anderen vertreten und man fühlte sich als Gast fast schon schuldig, wenn man einchecken oder gar an der Bar etwas trinken wollte. Unmöglich! Und hey, ich habe selbst einige Zeit im Hotel gearbeitet. Eines davon hatte 4* (Superior) und selbst dort waren die Rezeptionsmitarbeiter nicht sooo extrem eingebildet – arrogant, aber nicht soooo arrogant. Verstehste?!

Dafür waren das Frühstückspersonal und die Zimmermädels reinste Engel! An dieser Stelle ein ganz ganz großes Lob!!

Aber zurück zu meiner Liebe zu Berlin: Diese Stadt ist so wunderbar, wie es bereits Kaiserbase vor 15 Jahren vollkommen richtig erraten haben! Die Straßen, die Architektur, die Luft und so viele

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Im Coffee Balzac

unterschiedliche Persönlichkeiten. Und wie die Stadt riecht! Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Geruch. Berlin riecht ein wenig melancholisch – Hamburg dagegen mehr nach Leichtigkeit und München nach Sommer. Nun, ich bezweifle, dass dies wissenschaftlich bewiesen werden kann – besonders, dass Gefühle einen Duft haben können, aber hier geht es ja um keinerlei Erhebung empirischer Daten, sondern um einen ganz subjektiven Eindruck meinerseits.

 

Und was war nicht so der Hit?

Das direkte und indirekte Gehetze von Ort zu Ort, welches vor den Vorträgen entstand, war wirklich etwas nervig. Vor allem, wenn man UNBEDINGT eine Session besuchen wollte – meinen ersten Vortrag habe ich hinter einer Wand zuhörend und stehend verbracht. Geil! Beim zweiten Vortrag wurde die Lage schon entspannter. Da hatte ich stehend wenigstens schon Sicht zur Bühne. Im dritten Vortrag kam ich mir wie ein VIP vor, da ich einen Sitzplatz ergattert habe – Yeah! Aber wie oft saß ich mit -zig anderen einfach auf dem Boden. Denn man möchte ja auch mitschreiben, besonders wenn es um wichtige Informationen z.B. zur am 25. Mai 2018 in Kraft tretenden DSGVO geht! Und es ist auch kein Drama, auf dem Boden zu sitzen.

Und so fand man sich nicht selten in einem völlig überfüllten, stickigen Raum mit zu vielen Menschen und schlechter Sicht. Ich fand es zwar nervig, aber hinsichtlich dessen, dass ich das gesamte Event als „Festival“ betrachtet habe, fühlte ich mich dann doch noch recht wohl 😀

Was ich auch super-schade fand ist, dass sich so viele interessante Sessions bei mir zeitlich überschnitten haben und ich dann eine von mehreren favorisieren musste. Das Problem hatte ich aber auf der Internet-Expo in München auch. Man, dass wir uns im Jahre 2018 noch nicht an mehrere Orte aufteilen können?! 😉

Das sind so die Punkte, die nicht so der Burner waren.

Und auch die Action von der Bundeswehr. Die war leider auch nicht so geil. Aber dies nur am Rande, da ich es persönlich nicht mitbekommen habe, sondern nur davon gehört und im Nachhinein davon gelesen habe.

 

Würdest du die re:publica wieder besuchen? Nächstes Jahr zum Beispiel?

Ja. Definitiv. Nicht nur, weil man wertvolle Infos erhält (klar, die könnte man auch im Internet abrufen – aber es ist nun mal nicht das selbe! Vor allem weil nach jeder Session auch Fragen gestellt werden konnten und zum mit-diskutieren eingeladen wurde.), sondern weil die gesamte Veranstaltung einfach der ultimative Hammer war.

Alles in Allem hat es mir sehr sehr gut gefallen und ich kann die re:publica aus fachlicher als auch aus privater Sicht wärmstens empfehlen.

Und nun zu euch:
Kennt ihr die re:publica? Wart ihr auch dort? Als Speaker? Als Besucher? Seid ihr vom Fach oder als privater Internet-User dort gewesen? Und falls ihr beabsichtigt nicht dort wart: was hat euch davon abgehalten hinzugehen?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen tollen Auftakt ins Wochenende!!

Ahoj,
eure Klára

 

 

PS: Um Sascha Lobos „fauxpas“ zum (Un-)Wort „She-male“ weiß ich Bescheid – um seine Bitte um Entschuldigung ebenso. Dies tut jedoch dem Inhalt seines Vortrages nichts ab.

Die re:publica 18 und meine Vorbereitungen #rp18

Am Mittwoch geht sie los: die re:publica 18.

Für mich ist es das erste mal, dass ich auf der re:publica bin und ich muss sagen, dass ich schon sehr gespannt bin. Sie findet bereits zum zwölften mal statt. Diesmal vom 2. – 4 Mai in der Station Berlin und steht unter dem Motto POP – the power of people. Das lässt sich auch in den Vorträgen erkennen, die u.a. Titel wie „Pop, rights?! Zwischen Netz und Politik“ tragen. Klingt für mich schon mal sehr einladend. Aber von den etwa 500 Sessions gibt es so einige Vorträge, die mich anmachen und die ich besuchen werde. Zum Beispiel den von Sascha Lobo – ein großartiger Autor, Speaker und Social Media Kopf unserer Zeit (und dafür könnt ihr mich ruhig steinigen!); er spricht über „Pop und Anti-Pop – Wie das Internet uns lehrte zu kämpfen. Und wofür.“ Klingt vielversprechend. Insgesamt werden etwa 600 Speaker vorhanden sein – und da ist sicherlich jemand dabei, der mich fesseln wird. Bitte den letzten Satz nicht wortwörtlich nehmen.

Warum fahre ich überhaupt hin?

Nun ja, hinsichtlich der Tatsache, dass ich Social Media Manager bin und mir dort (mehr als nur) Inspiration holen möchte, ist es für mich eine willkommene Möglichkeit, meine (Ex-) Studienkollegen wiederzusehen. Aber auch einige andere Social-Media-Verrückte, welche ich nur aus der virtuellen Welt kenne, kann ich dort endlich im Reallife begegnen. Ob wir uns wohl erkennen werden ? 😉 Desweiteren finde ich die Sessions, welche dort geboten werden sehr hilfreich für die Arbeit als SOMM an sich – immerhin trifft man Gleichgesinnte, die alle ihre eigenen Gedanken zum Thema Social Media haben. Diese können miteinander übereinstimmen, kollidieren oder einfach nur als Muse für andere dienen. Und so ist das der perfekte Ort um sich wieder neuen Input vor Ort zu holen.

Und welche großartigen Vorbereitungen musst dann ausgerechnet DU treffen, Klára?

Nun, obwohl ich kein Speaker auf der re:publica bin sondern lediglich ein Besucher mit einem Early Bird Ticket, treffe auch ich so meine Vorbereitungen.

Zum Beispiel die oben erwähnten Vorträge. Da die re:publica eine Social Media Messe ist, gibt es natürlich eine wunderbar funktionierende App, in welcher Speaker, Vorträge, allg. Temine, Events etc. aufgelistet sind und natürlich auch als Favoriten abgespeichert werden können. Aber als ein Kind der 70er, bin ich nicht NUR digital sondern auch immer noch analog unterwegs und brauche des öfteren schlichtes bedrucktes Papier, mit mich versorgenden Informationen. Also bin ich dabei, mir die Vorträge durchzulesen, zu entscheiden, welche ich definitiv hören möchte und welche für mich nicht ganz so relevant sind und gestrichen werden können, falls sie mit den mich mehr interessierenden Vorträgen kollidieren sollten. Ja nee, is klar?!

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Und das nimmt für mich die meiste Zeit der Vorbereitung in Anspruch. Aber um einigermaßen strukturiert an die Sache heranzugehen, ist dieser Schritt für mich unabdingbar. Und so bringe ich die Liste der gesamten Vorträge mit OpenOffice in eine mich ansprechende Optik, drucke mir diese aus und setze mich mit Netbook, Textmarker und Kaffee hin und beginne anzumarkern, welche Vorträge ich denn tatsächlich besuchen werde. Klingt ein wenig pedantisch – klingt ein wenig paranoid. Ist auch so!

Dann gibt es da noch die Tatsache, dass ich in Berlin meine (zum Teil ehemaligen) Studienkollegen treffe und mit ihnen natürlich auch das ein oder andere (Fach-) Gespräch führen möchte – eventuell abends bei einem alkoholfreien Pils (do you remember? Hamburg ❤). Nun, das ist alles überhaupt kein Problem, wenn man denn tatsächlich alleine reist. Da ich aber völlig jenseits von Gut und Böse bin und meine gesamte Sippe mitschleppe, gestaltet sich die abendliche Planung dann doch etwas schwieriger, da Kind nach einem Papa-Tag auch etwas von Mama abbekommen möchte. Verständlich. Deswegen nehme ich sie ja auch mit – Ich kann halt dann doch noch nicht völlig ohne meine Tochter. Und so müssen die Vorträge mit der Familie und den Studienkollegen unter einen Hut gebracht werden. Auch das wird peinlichst auf meiner selbst erstellten Liste dokumentiert!!! Logisch, oder?

Und last but not least ist da noch das Gepäck. Aber ich glaube, darüber muss ich nicht wirklich schreiben. Als Family hat man sowieso immer ZU VIEL dabei. Besonders Spielzeug, Kuscheltiere, Puppen, Puzzle … Einfach all das, was man so auf der #rp18 brauchen könnte.

Zum Glück verreise ich minimalistisch. Dann wird wenigstens an einem Platz etwas gespart 😉
Ich benötige lediglich mein Netbook, Block und Stift. Das ist alles. Und natürlich Kleidung. Und Schuhe. Und mein Handy mit Ladegerät. Und Kosmetik … und meinen Timeplaner … und ein paar Handtaschen … und … … …   😀

Aber nun zu euch: Fahrt ihr auch auf die re:publica 18? Was ist eure Intention hin zu fahren? Die Vorträge? Das Event an sich? Oder seid ihr dort als Speaker dabei?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne … wünsche ich euch morgen einen inspirierenden Start in die (re:publica-) Woche!!

Ahoj,
eure Klára

Die Sache mit dem Urheberrecht oder auch: „Was darf ich? Was darf ich nicht?“

„Du Klára, du machst doch dieses Social-Media-Dingsda – sag mal, du weißt nicht GANZ ZUFÄLLIGER WEISE, ob ich DIESES Bild auf Facebook posten darf???“

Diese Frage und ähnliche bekomme ich tatsächlich in letzter Zeit öfter. Die Angst, etwas falsches im Internet zu veröffentlichen ist groß – und sie ist meiner Meinung nach auch berechtigt.

Ich möchte hier nur eine kleine Auswahl an Anmerkungen hinterlassen und keine Facharbeit über die Rechtsgrundlagen im Social Web abhalten – aber ein paar Dinge, sind wichtig zu wissen, um sich rechtlich nicht in ein völliges Desaster zu bringen.
Ich beziehe mich übrigens in diesem Beitrag auf private Accounts und nicht auf gewerbliche Blogs, geschäftliche Profile oder Websiten. Da gibt es nämlich noch ein bisschen mehr zu beachten.


Zu
aller erst: Die lieben „Richtlinien“ und „Nutzungsbedingungen“:

Ich weiß, ich weiß. Da hat keiner so wirklich Bock drauf, den Wust an Information zu lesen. „Wenn alle anderen das Häkchen gesetzt haben, kann es ja nicht so schlimm sein.“ Diese Einstellung ist nur ZU verständlich. Wenn ich jedoch beabsichtige einfach wild drauf loszuposten ohne mir Gedanken zu machen, was ich poste und vor allem auch was ich teile, besonders wenn darunter auch fremde Inhalte fallen, sollte ich vielleicht doch mal einen Blick da rein werfen um nicht irgendwelchen Richtlinien bzw. Nutzungsbedingungen zuzustimmen, welche ich dann nicht befolge und welche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Es könnte nämlich sein, dass man mit der Zustimmung dieser Richtlinien dem Betreiber der Plattform automatisch eine Lizenz zur Weiterverbreitung einräumt – und das kann ggf. schwerwiegende Folgen haben.

Ach und noch etwas: Wer fremde Inhalte auf seiner Website veröffentlicht/einbettet, haftet dafür, als wäre er selbst der Verfasser. Es geht also auch um den Inhalt des geposteten! Deswegen solltet ihr euch wirklich mal die Richtlinien durchlesen – denn manchmal stellt der Inhalt des Geposteten eine Verletzung der Richtlinien dar.

 

Das Thema „Lizenzen“:

Wenn man sich so im im WWW umsieht, dann findet man oft Bilder/Videos, von welchen man sich schon denken kann, dass sie sicherlich nicht legal oder unter Erwerb einer kostenpflichtigen Lizenz veröffentlicht wurden. Auf diversen Video-Plattformen kursieren des öfteren Veröffentlichungen von lizenzierten Filmen, welche nach Entdeckung sofort gesperrt werden und derjenige, welcher das Material ins Internet gestellt hat kann sich glücklich schätzen, wenn er „nur“ mit einem „gesperrten Account“ und nicht mit einer Abmahnung davon kommt.

Prinzipiell sollten fremde Inhalte IMMER auf ihre Lizenzen geprüft werden. Wenn solch eine nicht auffindbar ist, reicht es oft, denjenigen zu kontaktieren, auf dessen Seite das Video oder Foto gefunden wurde.

Und auch sogenannte „freie Fotos/Videos“ sind nicht immer „FREI“. Ich meine hier die CC-Lizenzen im Speziellen. In meinem Studium habe ich mir eine kleine Tabelle angefertigt, welche ich euch hier zeigen möchte.

 

CC
Aus meinen Lernunterlagen


Nun, was bedeuten diese CC-Lizenzen im Einzelnen?
Ich muss folgendes beachten, wenn ich ein Werk mit einer dieser Lizenzen benutze:

  • by → Der Name bzw. das Pseudonym des Urhebers muss genannt werden sowie der Titel des Werkes, die URL zu dem Werk oder dem Autor als auch ein Verweis auf die Lizenzurkunde.
  • nc → Das Werk darf nicht kommerziell verwendet werden (also nicht mit de Absicht, einen Gewinn zu erzielen)
  • nd → Das Werk darf nicht bearbeitet werden. Hierzu zählt jedoch nicht, die Verkleinerung des Werkes. Zuschneiden oder der Einsatz von Filtern ist jedoch nicht erlaubt.
  • sa → Diese Lizenz verpflichtet dazu, das bearbeitete Werk unter der gleichen Lizenzart zu veröffentlichen.
  • cc0 → Das Werk kann kopiert, bearbeitet und veröffentlicht werden.
  • cc pd mark → Das Werk ist frei von jeglichen urheberrechtlichen Einschränkungen.

Also ganz frei, von Kennzeichnung sind selbst die CC-Lizenzen nicht.

 

Das Thema „Urheberrecht“ und „Recht am Bild“:

Mit Fotos sollte man ebenso vorsichtig sein. Auch wenn es noch so lustig ist, ein Foto mit Freunden beim Feiern zu posten: ist einer davon nicht einverstanden, weil er einfach beim Saufen im Club nicht fotografiert werden möchte bzw. nicht möchte, dass die ganze Welt es erfährt, könnte er tatsächlich rechtlich erzwingen, dass das Bild gelöscht wird und euch sogar Abmahnen.

Prinzipiell sollte man sich schon 100%ig sicher sein, dass alle Personen, welche auf einem zu veröffentlichenden Bild zu sehen sind, dies auch wirklich wollen. Und: diese Sicherheit muss auch vom Urheber des Bildes gewährleistet sein, sprich „vom Fotografen“.

Wie ihr alle seht, das Thema ist nicht einfach und vor allem auch nicht einfach zu beantworten. Es gibt etliche Gerichtsentscheidungen, welche noch ausstehen und somit können tatsächlich sehr viele Fragen zu dem Thema „Was darf ich und was nicht“ – nur schwammig beantwortet werden, weil sie einer näheren spezifischen Betrachtung bedürfen.

 

Meine Empfehlung:

Postet nur eigen erstelltes und für die Plattform/das Netzwerk zulässiges Material und holt euch ggf. eine schriftliche Erlaubnis zum Weiterverbreiten ein. Das mag vielleicht etwas lächerlich klingen, aber wenn sich aus einem lustigen Foto auf Facebook plötzlich in der Öffentlichkeit ein kleiner Shitstorm entwickelt mit Beleidigungen und Beschimpfungen, kann das für euch rechtliche Folgen haben. Oft sind es kleine Unachtsamkeiten von irgendeinem Freund von einem Freund von einem Freund, der seine Privatsphären-Einstellungen nicht wirklich personifiziert hat und schon gerät ein Foto mit sensiblem Inhalt ins Netz und kann in Hände geraten, in welchen es definitiv nichts zu suchen hat.

Beachtet bitte:
Egal auf welcher Plattform, egal in welchem Netzwerk – postet nur die Sachen, welche notfalls auch (rechtlich) an die Öffentlichkeit gelangen dürfen! Das ist der beste und sicherste Tipp, welchen ich euch geben kann.
Das sind z.B. selbstgeschossene Fotos (von Landschaften, Food, von euch selbst, …) oder selbstgedrehte Videos, auf welchen nur ihr selbst zu sehen seid.
Und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist selbst von jemandem, welcher auf euren selbstgedrehten Videos NUR ZU HÖREN und nicht zu sehen ist, eine Erlaubnis zur Veröffentlichung einzuholen.

Und auch wenn ich hier die Abmahnungen immer erwähne: die meisten (nicht alle!) Kanzleien/Firmen/Urheber würden euch zuerst anschreiben und die Löschung des Werkes (evtl. unter Geldbuße) verlangen OHNE sofort abzumahnen! Ich würde dieses Risiko jedoch trotzdem nicht eingehen.
Und falls ihr gerne noch etwas ergänzt zu diesem Thema sehen wollt, dann werde ich das gerne nachtragen. Aber ich wollte – wie bereits oben erwähnt – erst einmal nur das Notwendigste hierzu schreiben.

Aber nun zu euch:
Wie geht ihr mit dem Thema Urheberrecht, Recht am Bild, Privatsphäre etc um? Habt ihr euch dazu schon mal Gedanken gemacht? Oder ist es euch egal? Fühlt ihr euch „safe“, wenn ihr eure Einstellungen zur Privatsphäre auf eure Bedürfnisse anpasst?
Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch noch eine sichere Restwoche 😉

Ahoj,
eure Klára

 

 

PS.: Ich möchte hier explizit erwähnen, dass alle von mir genannten Beispiele ohne Wertung erläutert wurden, denn WIE ich es finde, dass manche User fremde Inhalte veröffentlichen, ist hier irrelevant.

PPS.: Ich habe hier keine Quellenangaben gemacht, da ich alles frei aus meinem Wissensrepertoire geschrieben habe.

Altes Jahr, neues Jahr aka Klára´s Wort zum Jahreswechsel

Es ist vollbracht. Wir sind im Jahr 2018 angekommen.

Der eine wird sich jetzt denken: Wow! Endlich! Zum Glück ist 2017 vorbei. Ein anderer wird dem Jahr jetzt erst einmal gepflegt hinterher trauern und wieder anderen ist es egal, weil sie so busy sind, dass selbst der Jahreswechsel an ihnen vorbei gegangen ist.

 

Und dann gibt es da noch mich.

Mir ist er einerseits egal, denn ändern wird sich allein durch den Jahreswechsel erst mal gar nichts. Und um Dinge, die geändert werden sollen zu ändern, muss man bekannter Weise selbst anpacken. Und das kann ich auch unterm Jahr. Dazu brauch ich keinen Jahreswechsel. Andererseits wird es bei mir genau so zelebriert. Aber auf meine Art 😉
Ohne Druck, ohne Stress, ohne Erwartungen und ohne Vorstätze. Denn:

 

Viele alte Vorsätze werden zu vielen neuen Vorsätzen

An erster Stelle sei da mal das berühmte Abnehmen erwähnt oder auch das Rauchen-Aufhören. Ich glaube, dass dies wohl der längste Vorsatz ist, den ich aus vielen Mündern gehört habe. Und zwar jedes Jahr wieder. Da nimmt sich die eine Freundin seit 7 Jahren vor, ab dem 1. Januar eine total neue, geniale und todessichere Diät zu beginnen um endlich den lästigen Pfunden auf den Leib zu rücken. Da diese todessichere Diät aber jedesmal am 4. Januar mangels Disziplin scheitert, wird dieser Vorsatz einfach auf nächstes Jahr verschoben :-/

Dass ich persönlich mal überhaupt nichts von Diäten halte, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Aber:

 

Ich hätte da einen Gegen-Vorsatz

zum berühmten Abnehm-Vorsatz: wie wäre es mal mit Body-Positivity? Sich mal vorzunehmen nicht die hässlichen Dellen an den Oberschenkeln wegzudiäten, sondern mal vielleicht seinen schönen Bauch oder den Rücken mehr zu pflegen, massieren und mehr in Szene zu setzen. Denn wenn man eine noch so unbedeutende Sache oder noch so kleine Winzigkeit an sich findet, die einfach nur wunderschön ist, dann werden die Krater an den Beinen plötzlich ganz winzig. Abgesehen davon, ist jeder Mensch wunderschön – und dass auch ohne Diät, Beauty-Doc oder fake lashes.

Einen Gegen-Vorsatz zum Rauchen-Aufhören habe ich nicht. Geraucht wird nicht. Basta! Ich selbst habe nach fast 20 Jahren von heut auf morgen mit dem Scheiß aufgehört (OMG! Sie hat „Scheiß“ gesagt!!) und wenn ich das kann, dann kann das jeder andere auch. Umdenken heiß die Devise. Und natürlich auch wirklich aufhören WOLLEN! Es ging. Es war hart. Aber es ist verdammt nochmal ein geiles Gefühl! (OMG! Sie hat „geil“ gesagt!!!).

Übrigens, der beste Spruch von schwangeren Raucherinnen lautet: „Ich darf nicht aufhören, das hat mein Arzt gesagt. Das könnte meinem Baby schaden!!“ Ich lache immer noch! Abgesehen davon, würde ich diesem Arzt mit sofortiger Wirkung seine (wohl gekaufte) Approbation entziehen. Geraucht wird nicht. Basta!

Fazit: Vorsätze sind toll! Aber bitte ohne Druck und Stress.

 

Und dann gibt es da noch Silvester

Oh ja. Viele Parties, viel Alkohol, viel BlaBlaBla. Das Alles habe ich dieses Jahr entspannt an mir vorbei ziehen lassen und es anderen in die Hände gelegt. Dieses Jahr habe ich mich zu Hause entspannt, habe ab sieben Uhr abend nach einem herrlichen Raclette auf der Couch rumgelümmelt und mir CrepyPastaPunch auf YouTube gegeben. Da ich wusste, dass ich gegen 5 oder 6 wieder aufstehen muss, ging ist somit um 22 Uhr ins Bett. Bin um 23:59 Uhr , bin schlaftrunken ins oberste Stockwerk getorkelt und mir das wunderschöne Feuerwerk angesehen. Danach bin ich wieder ab ins Bett und habe geschlafen. Ein absoluter Traum-Jahreswechsel. Nächstes Jahr wird wieder anders. Dann bin vielleicht sogar ich auf einer Motto-Party. Und gehe als etwas ganz tolles. Als Blinddarm zum Beispiel.

 

Und was ist mit deinen Vorsätzen, Klára?

Nun, auch ich habe tatsächlich Vorsätze. Die habe ich aber größtenteils bereits angefangen abzuarbeiten – und zwar schon mitten im Jahr. Ich möchte mehr Struktur in mein Leben bringen und achtsamer durch die Welt gehen. Aber wie gesagt, das meiste davon, kann mit dem aufkommenden Gedanken bereits sofort umgesetzt werden. Jedenfalls kann damit begonnen werden, den Vorsatz umzusetzen ❤

 

Ist denn echt alles so Scheiße?

(OMG, sie hat es schon wieder gesagt!!)
Nein nein. Silvester wird auch bei mir gefeiert und das alte Jahr wird noch einmal reflektiert. Es wird gegessen und gefeiert. Aber auf meine Art eben. Und dieses Jahr, war es eine sehr gechillte Art.

 

Und nun zu euch:
Wie habt ihr Silvester gefeiert? Party-hard oder habt ihr euch auch eine Chill-Out-Area daheim gebastelt?
Lasst es mich wissen! Das würde mich nämlich wirklich interessieren.

In diesem Sinnen… ich wünsche euch allen von Herzen ein wirklich FROHES NEUES JAHR!!

Ahoj,
eure Klára

 

PS: Und wie letztes Jahr und auch das Jahr davor ist auch dieser Blogbeitrag mit einer gewissen Ironie verfasst und mit einem Schmunzeln zu lesen 😉

„Prokrastination und andere Werte“ oder auch „Klára und der gute alte Eisenhower“

 

Heute möchte ich mal über etwas schreiben, dass mir seit ANBEGINN DER ZEIT folgt und mich beschäftigt. Mein „oh guck mal! Ein Krümel auf dem Boden! Der hat ja eine schöne Form ❤ Ob man den noch essen kann?!?“-Syndrom. Ich neige und neigte schon seit ich denken kann immer dazu, wenn ich lernen muss, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen und komme einfach nicht zum Punkt! Und das nervt! Und das muss hier jetzt diskutiert werden!!

Wann ist es mir aufgefallen?

Puh, das fühlt sich jetzt wie ein „Outing“ in einer Selbsthilfegruppe an: „Hallo. Ich heiße Klára. Ich leide an Prokrastination.“ Prokras… was? Musst du jetzt sterben? Ist das ansteckend?

Fangen wir mal von vorne an:
Ich hatte das schon in der Grundschule. Ich war ein typisches „ADHS-Kind“ – nur gab es ADHS in den 80ern noch nicht (jedenfalls hat da noch keiner drüber gesprochen!) und ich wurde nur als „wildes und sehr lebendiges Kind mit Hummeln im Hintern“ oder auch „AK“ bezeichnet. Ich habe während meiner Hausaufgaben immer wahnsinnig viel „entdeckt“: Ein Fussel hier, ein Vogel am Fenster (da wird man dann plötzlich zum weltbesten Ornithologen!), habe mein Schulheft bemalt oder abstrakte Gebilde aus meinem Radiergummi herausgearbeitet. Aber Hausaufgaben? Fehlanzeige.

Das ich mit fast vierzig immer noch dieses „sehr lebendige Kind“ bin, damit haben selbst meine Eltern nicht gerechnet 😀

Besonders an der Uni hatte ich Schwierigkeiten. Nicht damit, mich zu konzentrieren, sondern damit überhaupt erst mit dem Lernen anzufangen. Wenn ich mich aber erst einmal in ein Thema eingearbeitet habe, dann konnte ich es auch sehr gut ausarbeiten. Jedoch saß ich oft da und beobachtete einfach ALLES was rum kreucht und fleucht. Ich begann zu backen, zu kochen, zu putzen, den Keller auszuräumen und hinter den Schränken Staub zu wischen. Ich dachte immer, ich habe echt einen an der Klatsche, bis ich vor ein paar Jahren die glorreiche Erkenntnis, dank des Internets, hatte:

Das Wort PROKRASTINATION!

Es fühlte sich plötzlich nicht mehr so an, als sei ich alleine, einsam und gestört auf der Welt. Denn da draußen gibt es viele von uns! Viele, die genau so einen an der Palme haben, wie ich! Großartig! Wir sind eine Gemeinschaft von völlig geistig desorientierten jedoch hochbegabten Abtrünnigen, welche für das Wohl der Menschheit sorgen werden. Na ja… oder so ähnlich. Jedoch hat mir diese Erkenntnis nicht sonderlich viel in der Praxis gebracht. Das Lernen fiel mir nach wie vor unglaublich schwer und ich ließ mich weiterhin sehr leicht ablenken. Prokrastination kommt übrigens von… ach, hier ein kurzes Zitat aus Wikipedia:

Prokrastination (lateinisch procrastinare „vertagen“; Zusammensetzung aus pro „für“ und cras „morgen“), auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch ein nicht nötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher.“

Und besser könnte selbst ich es nicht beschreiben. Aber kann man überhaupt dagegen angehen?

Ein Studium, das Spaß macht und der liebe Herr Eisenhower

Erst als ich das Fernstudium zum Social Media Manager an der ILS begann, wurde es dann besser. Denn mich interessierte tatsächlich alles was ich lernen musste. Natürlich hatte ich auch hier die ein oder anderen Startschwierigkeiten – außerdem war da nun meine kleine damals 1-jährige Tochter, welche mir das Lernen nicht gerade erleichterte. Aber da mir das Lernen nun richtig viel Freude bereitete, ich immer neuen Input und Hilfestellungen von der Fernschule bekam, fiel es mir tatsächlich einfacher „in die Pötte“ zu kommen.

Doch nicht nur das Studium an sich …

… hat mir geholfen, meinen Hang zur Prokrastination zu bewältigen. Ich lernte auch das Eisenhower-Prinzip kennen. Zuerst habe ich es nur auf´s Lernen angewendet. Aber da ich dazu neige, mich auch im Alltag zu „verzetteln“ habe ich langsam angefangen, es auch auf meinen Tagesablauf anzuwenden. Denn nur so habe ich die Möglichkeit, auch unter der Woche zu lernen, abends oder tagsüber, wenn das Kind schläft und nicht nur am Wochenende.

Es funktioniert ganz einfach:

1. Wichtiges und Dringliches:
Dinge, die SOFORT und von mir selbst erledigt werden müssen, erledige ich demnach auch sofort. Das bedeutet in erster Linie alle Termine welche mit Kind und Haushalt zu tun haben, wie zum Beispiel Einkaufen gehen, Spielgruppe oder Aufräumen. Auf´s Lernen übertragen steht hier das Durcharbeiten der Lerneinheiten, Lesen von Texten, Erledigen von Übungen, etc. in München an.

2. Wichtiges ohne Dringlichkeit:
Hierzu zählt alles, was ich zwar selbst erledigen muss, jedoch terminieren kann. Zum Beispiel nervige Telefonate führen, Arzttermine vereinbaren oder unliebsame Verpflichtungen verschieben. Für mein Fernstudium bedeutet dies, dass ich zum Beispiel bestimmte Artikel oder Blogbeiträge, welche ich für mein Studium als wichtig erachte, bald aber nicht sofort während dem Durcharbeiten meiner Lerneinheiten lese, sondern sie mir zum Beispiel auf den Abend, wenn ich im Bett liege, lege.

3. Unwichtiges aber Dringliches:
Diese Dinge kennt jeder: man MUSS sie machen, sonst häufen sie sich gnadenlos an, dabei hat man eigentlich keine Zeit dafür, weil man Wichtigeres zu tun hätte. Hier hilft im „Lernstress“ eigentlich nur noch das Delegieren. Egal wen du zu fassen bekommst: teile ihm eine Aufgabe zu! Muttern muss nun das Haus wischen und der Herr Gemahl abends den Abwasch erledigen und Aufräumen, während man selbst über den Büchern sitzt. Vielleicht lässt sich auch die ein oder andere Freundin dazu bringen, mal den Einkauf mit zu erledigen.

4. Unwichtiges ohne Dringlichkeit:
Gut… sprechen wir gar nicht erst darüber. Dies wandert bei mir nämlich mittlerweile sofort in die Ablage „Papierkorb“ und wird nicht erledigt. Beispielsweise Bücher, die ich mir irgendwann vorgenommen habe zu lesen, die alte Jogginghose die geflickt werden müsste, mein Rezept-Buch, welches ich neu und „schön“ gestalten wollte, … Nein! So etwas braucht man sich nicht auch noch aufzubürden. Es sei denn, man entspannt sich dabei und sieht es nicht als zusätzlichen Stressfaktor. Die Bücher laufen einem nicht weg, die alte Jogginghose sowieso nicht (na? Gecheckt? Jogginighose .. joggen … läuft nicht weg … Hm. Ok. Nicht lustig!) und ein neues Rezept-Buch kann auch bis nach den Prüfungen warten.
Ich habe mir damals eine Skizze angefertigt, die ich euch hier zeigen möchte:

EisenhowerPrinzip

Natürlich kann meine Art mit dem „extremen-Aufschieben-Syndrom“ umzugehen nicht auf alle Betroffenen übertragen werden. Bei jedem ist das anders ausgeprägt. Der eine ist schlimmer und der andere weniger schlimm betroffen. Und auch wenn ich hier mit meiner Ironie und meinem Sarkasmus nicht spare, es ist doch ein ordentliches Quäntchen Wahrheit dahinter und eigentlich auch nicht witzig. Aber hier jetzt herumzuheulen und alles schwarz zu reden bringt mich und auch euch nicht weiter.

Und daraus ergeben sich meine Fragen an euch: Arbeitet ihr auch mit einem Zeitmanagement-Prinzip? Habt ihr schon mal etwas von Prokrastination gehört? Oder seid gar selbst betroffen (keiner muss sich hier übrigens „outen“)? Wie geht ihr damit um?
Lasst es mich wissen! Das würde mich nämlich wirklich sehr interessieren.

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen schönen und entspannten Abend. Bis bald!

Ahoj,
eure Klára

Wenn die Liebe zu deinem Kind dich weinen lässt ODER Eine Liebeserklärung an meine Tochter

Anlässlich zum gestrigen internationalen Weltkindertag, welcher internationaler Weise nur in den USA und in China stattfindet (deswegen ja auch „international“ – macht Sinn…?!?) möchte ich mal ein paar Gedanken niederschreiben – frei von Ironie … ok… bis auf diesen einen einleitenden Satz.

Ich bin seit fast 2 Jahren Mutter eines kleinen Wunders. Und ich kann – glaube ich – niemandem erklären, wie glücklich mich das macht. Ich liebe mein Mädchen über alles. Meine Tochter ist einfach perfekt. Klein, niedlich, lustig, liebevoll, klug, neugierig, witzig, schadensfroh, sanft, … und ihre Füßchen! Mensch, ihr müsstet mal ihre Füßchen sehen!!! Sie ist so bildhübsch und ich beobachte sie gefühlt stundenlang, wenn sie ihren Mittagsschlaf hält und kann mich einfach nicht satt sehen. Ich blicke so gerne in ihre großen grünen Augen und sehe darin die ganze Welt mit samt ihrer Bedeutung für das Leben.

Jetzt muss ich ein bisschen angeben: Sie spricht seit sie 1 ½ Jahre alt ist in Drei-Wort-Sätzen in 2 Sprachen mit einer unglaublichen Aussprache! Das macht mich als Mama natürlich besonders stolz.  Sie ist zwar etwas grobmotorisch veranlagt (ganz die Mama!!) und wenn sich ein Puzzle nach 2 Handgriffen nicht in die richtige Position bringen lässt, dann schmeißt sie das Teil völlig cholerisch in der Gegend herum (ganz der Papa!!), aber sonst ist sie voll süß 😉 (Und das mit den Sprachen – das hat sie natürlich auch von mir!!!)

Nein, im Ernst. Erst heute morgen. Wir haben nicht zu Hause übernachtet, da ich öfter meine Eltern in München besuche um dort ein paar ruhige Stunden zum Lernen zu erhaschen. Also übernachten wir dort natürlich auch – sie schlief heute Nacht zum ersten mal nicht mit mir in einem Bett, sondern neben meinem Bett auf einer riesigen Matratze auf dem Boden. Sie braucht ihre Ruhe und ich auch – meine Tochter turnt im Schlaf nämlich gerne herum.

Heute früh wachte sie auf – sehr früh. Um genau zu sein um halb fünf. Oh man, was für eine Uhrzeit. Ich war völlig fertig, da ich bis Mitternacht gelernt habe. Ich war nicht imstande meine Augen zu öffnen und hoffte und betete, dass sie wieder einschlafen möge. Aber dann. Dann hörte ich diesen kleinen zarten Körper sich durch die Decken wühlen… und plötzlich spürte ich eine kleine Mädchenhand auf meiner Wange. Ganz sanft. Einfach nur streichelnd. Mein Gesicht erkundend. Fünf kleine Fingerchen an meinen Augenbrauen und der Nase entlang fahrend… Und dann sprach sie drei einfache Worte: „Mama ist schööööön.“  Ich blieb noch liegen und spürte weiterhin die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter. Und die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter. Und es fühlte sich wundervoll an. Unbeschreiblich. So bedingungslos einzigartig. Ich weinte innerlich vor Liebe und Glückseligkeit. Meine Güte – klingt das kitschig.  Aber hey… es ist nur die Wahrheit. Und manchmal klingen Gefühle nun mal nach Inga Lindström oder Utta Danella. Und das ganz ohne Fernsehen. Und so kuschelten wir noch ein wenig und schliefen auch noch Arm in Arm ein wenig mit viel Liebe im Zwischenraum ❤ Ich atmete den Duft ihrer feinen Haare ein, ihren einzigartigen Duft, der so unglaublich ist, wie dein eigenes Kind nur einzigartig sein kann… und war einfach nur glücklich.

Lauri und ich

Ich liebte meine Tochter, noch bevor ich sie in den Händen halten konnte und sie mich. Und irgendwann war sie dann da – mein persönliches kleines Wunder. Wir lieben einander, obwohl wir nichts füreinander machen müssen. Keiner muss Erwartungen erfüllen, keiner muss sich Mühe geben um geliebt zu werden, keiner muss versuchen dem anderen zu gefallen. Diese eine bedingungslose Liebe ist so mächtig, dass es manchmal fast schon schmerzt und nicht auszuhalten ist. Kennt ihr „Das Wunderlied“? Es beschreibt meine Gefühle in einer Art und Weise, die eigentlich  nicht beschreibbar sind. Und trotzdem singen mein kleines Wunder und ich dieses Lied oft gemeinsam und tanzen dazu. Oh jeh – ich glaube mehr Emily Richards geht wohl nicht mehr, wa?

Aber ich liebe es einfach, mit ihr herumzualbern, mit ihr zu malen, zu basteln oder Knete zu kneten. Ich liebe es, mit ihr zu kuscheln und zu knutschen, mit ihr zu kochen und zu essen. Ich liebe es, mit ihr zu baden, ihr lockiges braunes Haar zu waschen und ihre kleinen Zähnchen zu putzen. Ich liebe sie einfach. Sie ist meine Liebe. Mein kleines Leben. Mein Wunder.

Lasst uns alle im Alltag die Liebe zu unseren Kindern nicht vergessen – auch wenn wir sie erziehen und beschützen wollen oder gerade WEIL wir es tun.  Etwas bedingungsloseres gibt es nicht.

In diesem Sinne wische ich mir mal wieder ein gerührtes Tränchen aus dem Augenwinkel und wünsche euch allen einen schönen und liebevollen Start ins Wochenende,

 

Ahoj,

eure Klára

 

 

 

PS.: Übrigens würde ich meine Tochter auch dann lieben, wenn sie noch gar nicht sprechen könnte!! Nur für alle Fälle falls jemand denkt… oder eben nicht-denkt 😉

 

PPS.: Und NEIN, ich habe nicht meine Tage, PMS oder sonst was. Ich bin einfach nur eine Mutter, welche ihr Kind liebt. Und das musste einfach auch mal gesagt werden.

Aldi, Lidl und andere Katastrophen

 

Die Erklärung

Okay, Leute. Die folgende Geschichte ist so wahnwitzig, dass sie eigentlich schon wieder traurig ist. Vielleicht nicht traurig im Sinne von „Tränen vergießen“, sondern eher in Hinsicht auf den Blickwinkel mir gegenüber: ich kann die mitleidigen Blicke von euch schon förmlich spüren. Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass es sicherlich den einen oder anderen von euch da draußen gibt, der genau so „verplant“ (nettes Wort :-/ ) ist wie ich und dem genau so etwas auch passieren könnte. Um ehrlich zu sein, musste ich schon während der Situation damals so lachen, dass mir die Tränen in die Augen schossen!! Also geht es hier doch ein wenig um´s Tränen vergießen. Und deswegen möchte ich euch diese Story-of-my-life nicht vorenthalten.

 

Der Tatbestand

Vor wenigen Wochen habe ich mir einen Milchaufschäumer von der Marke Bellarom gekauft. Ich trinke gerne entkoffeinierten Kaffee (jaa jaa… ich weiss schon… entkoffeiniert und so), mal schwarz, mal mit ´nem Stück Schokolade und ab und an auch gerne mit aufgeschäumter (pflanzlicher) Milch. Außerdem erwärme ich darin den Haferdrink für meine kleine Tochter, wenn sie mal einen Kakao haben möchte. Tja, was soll ich sagen?!? Ich bin absolut begeistert von diesem Teilchen und liebte ihn heiß und innig (Achtung! Das war ein Wortspiel!!!). Er ist praktisch und schäumt wohlwollend alle arten von „Milch“ auf, ohne seinen Job zu verweigern oder nicht adäquat zu erledigen. Jedenfalls hat er an einem Tag plötzlich nach dem Milch-aufschäumen angefangen zu klackern wie ein Lichtschalter und dann ging nichts mehr.

Ich war irritiert und verstört, denn das habe ich von ihm nicht erwartet. Ich war enttäuscht. So als hätten wir gestritten und er würde mir eine Ohrfeige verpassen. Das Leben ist hart.

Und dann kam der nächste Schock. Ich konnte mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich den Kassenbon nicht aufgehoben habe. Ich dachte mir damals nämlich: „Ach komm, den Zettl brauchst du nicht aufzuheben. Was soll schon passieren? Mit einem Milchaufschäumer!?! – Haha.“  Ich lebe am Limit!

 

Die Tatsache

Und so begab ich mich an mein Notebook und schrieb eine höfliche aber bestimmte E-Mail an Aldi-Süd. Ich habe ihnen meine herbe Enttäuschung, den Zustand meines Milchaufschäumers und meine missliche Lage mit dem Kassenbon erklärt. Ich gab mir Mühe nicht allzu verzweifelt zu wirken und fügte noch hier und da einen kleinen Witz ein (??) – bedankte mich herzlich im Voraus und sendete diese Nachricht ab.

In der Zwischenzeit setzte ich meinen Neffen und seine Frau darüber in Kenntnis (beide sind im Einzelhandel tätig – äh… und NEIN! Weder bei Aldi noch bei Lidl!) und schon während ich die WhatsApp-Sprachnachricht abschickte, überkam mich ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ich begann leicht zu schwitzen und holte sogleich mein Smartphone raus und fragte Mister Google, nach Bellarom.

Und da stand es jetzt! Schwarz auf weiß! Bellarom Milchaufschäumer! Von Lidl!!!!

Schamesröte stieg mir ins Gesicht und ich dachte, ich befinde mich in einem Slapstick-Komödie – mit mir als Hauptakteur.

Wieso zur Hölle schreibe ich dann eine hochliterarische E-Mail an ALDI???? Die werden mich für völlig bescheuert halten!!!

Also schrieb ich noch eine Mail um mitzuteilen, meine erste Mail als Gegenstandslos zu betrachten. Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits die Aldi-Mitarbeiter sich kaputt lachen, wenn sie meine Mail lesen. Das kann mir ja eigentlich egal sein – aber eigentlich auch wieder nicht. Mir jedenfalls ist es so peinlich gewesen!!! Zum Glück bin ich da nicht in eine Filiale reinspaziert und habe angefangen mich „life“ zu beschweren!!! Ich glaub, da wäre ich wahrscheinlich sofort tot umgefallen vor Scham. Da lobe ich mir doch die Möglichkeit der elektronischen Mail.

 

Die Erleichterung

Dann wollte ich eine Mail an Lidl schreiben, jedoch war keine E-Mail-Adresse aufzufinden sondern lediglich eine Rufnummer. Und so rief ich am nächsten Tag an und hatte eine sehr freundliche und nette Mitarbeiterin an der Kundenhotline, welche alles aufnahm und sofort weiterleitete. OHNE KASSENBON!!! *-*

Juhuuu!! Ich war erleichtert. Am folgenden Tag bekam ich eine Mail von der Firma Kompernaß, in welcher stand, wie ich weiter verfahren solle. Ich sendete nach Ostern gleich meinen Lieblings-Milchaufschäumer sanft gebettet in Schaumstoff und liebevoll in einen Karton verpackt gen Reparatur-Paradies. Sehnsüchtig wartete ich auf ein Lebenszeichen… Und nur ein paar Tage später lieferte UPS an meinem Wunschtag. Das Glück ward perfekt. Zwar war es nicht mehr „MEIN“ Milchaufschäumer in reparierter Form, sondern ein neues Modell, aber ich schloss ihn trotzdem herzlich in die Arme und genoss sogleich einen ersten Milchkaffee mit aufgeschäumter Hafermilch ❤

 

Das Happy End

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Und so endet diese Geschichte mit einem Happy End für den Milchaufschäumer und mich – mit einem riesigen Regenbogen in meinem Herzen und dem wohlklingenden Lied in meinem Kopf: „Pink fluffy Unicorns, dancing on rainbows“! (Wer DAS nicht kennt – kennt die Welt nicht!)

Wie sieht es denn bei euch so aus? Ist euch so etwas auch schon mal passiert? Oder ähnlich peinliche Situationen? Tretet ihr gerne in Fettnäpfchen oder verläuft bei euch immer alles nach Plan?

In diesem Sinne: auch die aller-peinlichsten Momente im Leben bergen etwas Gutes 😉

Ahoj,

eure Klára

 

 

 

PS: Ich hoffe mein Hang zur Melodramatik ist in diesem Beitrag besonders gut zur Geltung gekommen 😉

 

PPS: Last but noch least an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Lidl, welche sich one-wall-free um meinen armen kranken Milchaufschäumer gekümmert haben , versucht haben ihn zu reparieren und mir dann einen Brudi von ihm haben zukommen lassen – und das alles ohne Nachweis. Toller Service – eigentlich sollte ich an dieser Stelle eine Vergütung von Lidl verlangen – nach DEM vielen Lob! 😉