Aldi, Lidl und andere Katastrophen

 

Die Erklärung

Okay, Leute. Die folgende Geschichte ist so wahnwitzig, dass sie eigentlich schon wieder traurig ist. Vielleicht nicht traurig im Sinne von „Tränen vergießen“, sondern eher in Hinsicht auf den Blickwinkel mir gegenüber: ich kann die mitleidigen Blicke von euch schon förmlich spüren. Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass es sicherlich den einen oder anderen von euch da draußen gibt, der genau so „verplant“ (nettes Wort :-/ ) ist wie ich und dem genau so etwas auch passieren könnte. Um ehrlich zu sein, musste ich schon während der Situation damals so lachen, dass mir die Tränen in die Augen schossen!! Also geht es hier doch ein wenig um´s Tränen vergießen. Und deswegen möchte ich euch diese Story-of-my-life nicht vorenthalten.

 

Der Tatbestand

Vor wenigen Wochen habe ich mir einen Milchaufschäumer von der Marke Bellarom gekauft. Ich trinke gerne entkoffeinierten Kaffee (jaa jaa… ich weiss schon… entkoffeiniert und so), mal schwarz, mal mit ´nem Stück Schokolade und ab und an auch gerne mit aufgeschäumter (pflanzlicher) Milch. Außerdem erwärme ich darin den Haferdrink für meine kleine Tochter, wenn sie mal einen Kakao haben möchte. Tja, was soll ich sagen?!? Ich bin absolut begeistert von diesem Teilchen und liebte ihn heiß und innig (Achtung! Das war ein Wortspiel!!!). Er ist praktisch und schäumt wohlwollend alle arten von „Milch“ auf, ohne seinen Job zu verweigern oder nicht adäquat zu erledigen. Jedenfalls hat er an einem Tag plötzlich nach dem Milch-aufschäumen angefangen zu klackern wie ein Lichtschalter und dann ging nichts mehr.

Ich war irritiert und verstört, denn das habe ich von ihm nicht erwartet. Ich war enttäuscht. So als hätten wir gestritten und er würde mir eine Ohrfeige verpassen. Das Leben ist hart.

Und dann kam der nächste Schock. Ich konnte mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich den Kassenbon nicht aufgehoben habe. Ich dachte mir damals nämlich: „Ach komm, den Zettl brauchst du nicht aufzuheben. Was soll schon passieren? Mit einem Milchaufschäumer!?! – Haha.“  Ich lebe am Limit!

 

Die Tatsache

Und so begab ich mich an mein Notebook und schrieb eine höfliche aber bestimmte E-Mail an Aldi-Süd. Ich habe ihnen meine herbe Enttäuschung, den Zustand meines Milchaufschäumers und meine missliche Lage mit dem Kassenbon erklärt. Ich gab mir Mühe nicht allzu verzweifelt zu wirken und fügte noch hier und da einen kleinen Witz ein (??) – bedankte mich herzlich im Voraus und sendete diese Nachricht ab.

In der Zwischenzeit setzte ich meinen Neffen und seine Frau darüber in Kenntnis (beide sind im Einzelhandel tätig – äh… und NEIN! Weder bei Aldi noch bei Lidl!) und schon während ich die WhatsApp-Sprachnachricht abschickte, überkam mich ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ich begann leicht zu schwitzen und holte sogleich mein Smartphone raus und fragte Mister Google, nach Bellarom.

Und da stand es jetzt! Schwarz auf weiß! Bellarom Milchaufschäumer! Von Lidl!!!!

Schamesröte stieg mir ins Gesicht und ich dachte, ich befinde mich in einem Slapstick-Komödie – mit mir als Hauptakteur.

Wieso zur Hölle schreibe ich dann eine hochliterarische E-Mail an ALDI???? Die werden mich für völlig bescheuert halten!!!

Also schrieb ich noch eine Mail um mitzuteilen, meine erste Mail als Gegenstandslos zu betrachten. Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits die Aldi-Mitarbeiter sich kaputt lachen, wenn sie meine Mail lesen. Das kann mir ja eigentlich egal sein – aber eigentlich auch wieder nicht. Mir jedenfalls ist es so peinlich gewesen!!! Zum Glück bin ich da nicht in eine Filiale reinspaziert und habe angefangen mich „life“ zu beschweren!!! Ich glaub, da wäre ich wahrscheinlich sofort tot umgefallen vor Scham. Da lobe ich mir doch die Möglichkeit der elektronischen Mail.

 

Die Erleichterung

Dann wollte ich eine Mail an Lidl schreiben, jedoch war keine E-Mail-Adresse aufzufinden sondern lediglich eine Rufnummer. Und so rief ich am nächsten Tag an und hatte eine sehr freundliche und nette Mitarbeiterin an der Kundenhotline, welche alles aufnahm und sofort weiterleitete. OHNE KASSENBON!!! *-*

Juhuuu!! Ich war erleichtert. Am folgenden Tag bekam ich eine Mail von der Firma Kompernaß, in welcher stand, wie ich weiter verfahren solle. Ich sendete nach Ostern gleich meinen Lieblings-Milchaufschäumer sanft gebettet in Schaumstoff und liebevoll in einen Karton verpackt gen Reparatur-Paradies. Sehnsüchtig wartete ich auf ein Lebenszeichen… Und nur ein paar Tage später lieferte UPS an meinem Wunschtag. Das Glück ward perfekt. Zwar war es nicht mehr „MEIN“ Milchaufschäumer in reparierter Form, sondern ein neues Modell, aber ich schloss ihn trotzdem herzlich in die Arme und genoss sogleich einen ersten Milchkaffee mit aufgeschäumter Hafermilch ❤

 

Das Happy End

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Und so endet diese Geschichte mit einem Happy End für den Milchaufschäumer und mich – mit einem riesigen Regenbogen in meinem Herzen und dem wohlklingenden Lied in meinem Kopf: „Pink fluffy Unicorns, dancing on rainbows“! (Wer DAS nicht kennt – kennt die Welt nicht!)

Wie sieht es denn bei euch so aus? Ist euch so etwas auch schon mal passiert? Oder ähnlich peinliche Situationen? Tretet ihr gerne in Fettnäpfchen oder verläuft bei euch immer alles nach Plan?

In diesem Sinne: auch die aller-peinlichsten Momente im Leben bergen etwas Gutes 😉

Ahoj,

eure Klára

 

 

 

PS: Ich hoffe mein Hang zur Melodramatik ist in diesem Beitrag besonders gut zur Geltung gekommen 😉

 

PPS: Last but noch least an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Lidl, welche sich one-wall-free um meinen armen kranken Milchaufschäumer gekümmert haben , versucht haben ihn zu reparieren und mir dann einen Brudi von ihm haben zukommen lassen – und das alles ohne Nachweis. Toller Service – eigentlich sollte ich an dieser Stelle eine Vergütung von Lidl verlangen – nach DEM vielen Lob! 😉

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Reisen und der Minimalismus – Muttern verreist


Viele wundern sich, dass ich es nicht leid bin, ständig mit Kind irgendwo anders zu übernachten. Merkwürdiger Weise finde ich es absolut nicht stressig oder nervig, denn ich hab über die Zeit hinweg ein System für mich entwickelt, welches für meine Kleine und mich wunderbar funktioniert.

Ich „verreise“ regelmäßig für eine oder zwei Übernachtungen nach München. Ist eine tolle Stadt, welche ich liebe und mich dort „zu Hause“ fühle. Nichtsdestotrotz ist München für mich im Moment nicht als Ausflugsziel No.1 gedacht, sondern ich fahre aus beruflichen Gründen hin und somit dient es mir nicht als Chill-Out-Area – obwohl mir da so das eine oder andere Eck schon einfallen würde.

Jedenfalls muss ich jedes mal  packen. Und da stellt es den meisten Müttern alle Nackenhaare auf: „Was nehm ich mit? Wie viel von dem? Wie viel von jenem? Soll ich lieber dies oder lieber das mitnehmen? usw.“

Diese Liste kann ins Unendliche geführt werden, (fast) jeder kennt das und selbst ich habe mich die ersten zwei/drei-Male wirklich im Pack-Wahn verrannt. Aber mittlerweile habe ich eine Checkliste entwickelt, welche mir wahnsinnig weiter hilft.

Oberstes Gebot hierbei: lerne minimalistisch zu reisen! Das erspart einem erstens schweres Gepäck und zweitens schont es den einen oder anderen Nerv.

Ich packe also meinen Koffer und nehme mit:

  • Kleidung für Mama zum Wechseln
  • Kleidung für Kind zum Wechseln
  • Kosmetikutensilien Mutter
  • Kosmetikutensilien Kind
  • Spielzeug und Getränk (für Kind versteht sich)
  • Social-Media-Gedöns incl. Technik (quasi Spielzeug für Mama)
  • ENDE

Klingt vielseitig-interpretierbar. Ist auch so. Aber ich nehme nur auserwählte Dinge mit, welche sogar für eine Woche reichen würden. Keinen Kram, welcher eventuell unter Umständen gebraucht werden könnte, sondern Basics, welche mehrere Funktionen erfüllen und somit zum Beispiel 3in1-Produkte darstellen.

Kommen wir also ins Detail:

Kleidung für  Mama bedeutet, dass ich eine Hose, ein Tank-Top, ein Shirt zum Schlafen, ein Oberteil und Underwear (meist alles in Schwarz und Weiß) mitnehme. Mehr nicht. Denn für Gewöhnlich gibt es in München Wasser und Seife – und da ich nicht gedenke, mit meinem Kind unter der berühmt-berüchtigten Isarbrücke zu nächtigen (Münchner wissen, was ich meine!), habe ich somit auch fließendes Dihydrogenmonoxid zur Verfügung. Und darin kann ich abends vor dem Schlafen gehen meine Kleidung waschen. Gegebenenfalls nehme ich zum Trainieren eine Leggings und ein T-Shirt mit. Keine extra-Schuhe oder so, denn das geht auch barfuß.

Das gleiche gilt für´s Kind: Da dieses auch noch eine überschaubare Körpergröße hat, kann ich ggf. diese Kleidung sogar in der Handtasche verstauen 😉 Das bedeutet im Klartext: Body, Söckchen, Pulli, Schlafanzug und Hose. Cardigan, Jacken und Schuhe haben wir normalerweise an, sowie Mütze und Schal.

Kosmetiktechnisch bin ich (mittlerweile!) spartanisch unterwegs und benutze vieles mit meiner Kleinen gemeinsam: Jojobaöl  in einer 30ml-Flasche (für uns beide zur Pflege, zum Abschminken, einfach für alles herzunehmen!), kleines Stück Alepposeife (Haut, Haare, Kleidung, also auch für alles verwendbar),  Mascara, Kajal, Spiegel, Lippenpflege, Haargummi, selbstgemachtes Deo in einer kleinen 30ml-Sprühflasche, Zahnbürsten und Kinderzahnpasta (für beide), Windeln (noch nicht für mich! Gebt mir da noch 40 oder 50 Jahre) und Babyfeuchttücher (welche auch so gut wie für alles einsetzbar sind).

Da mein Mädchen gerne liest, kommt ein Buch mit, ihre Lieblings-Legotierchen und eventuell noch ein Kuscheltier. Für mich nehme ich einen Block, Textmarker und Stift mit (auch für´s Kind praktisch! Malen geht nämlich IMMER!), sowie mein Tablet, Handy und Ladekabel.

Das Ganze passt in einen Handgepäck-Trolley (also der kleine)oder in eine große Handtasche. Hinzu kommt klassisch meine Handtasche in welcher sich Knabbereien und etwas zu Trinken für ein verhungerndes und verdurstendes Kind befinden.

Das ist also meine kleine 2-Übernachtungs-Liste für den beruflichen Alltag. Und jetzt zu euch: Wie macht ihr das, wenn ihr verreist? Nehmt ihr richtig viel mit um für ALLE Eventualitäten vorbereitet zu sein? Oder nehmt ihr sogar weniger mit als ich? Wie organisiert ihr euch? Würdet ihr mit meinem System klar kommen? Also da bin ich echt mal richtig gespannt! Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne: einen wundervollen stress-freien Start in die neue Woche!

Ahoj,

eure Klára

Trainieren – aber „richtig“! Und: wie ich (am „Armday“) trainiere…

„Richtig trainieren“ – dieser Begriff ist momentan in den Social Media (zu Recht) sehr gehyped. Die Rede ist dann immer von „gesundem Training“ oder „richtig trainieren“. Aber was bedeutet überhaupt „RICHTIG“ trainieren?

Erstens:Viele würden jetzt versuchen, das anhand von individuellen Trainingsplänen zu umschreiben und am besten auch noch mit ihrer eigenen Trainingsstrategie abzurunden. Das ist ja schon mal nicht verkehrt. Jedoch pauschal gesagt heißt das: der HIIT-Begeisterte schlägt natürlich HIIT vor, der Bodybuilder empfiehlt das Training mit sehr hohen Gewichten und der „klassische“ Fitnesstrainer eine Kombination aus Ausdauer, Krafttraining und Dehnen. Pauschal gesagt (!). Weil jeder in seinem eigenen Bereich ein Fachmann ist (Ups! Und natürlich auch FachFRAU, um die Damenwelt an dieser Stelle nicht zu vergessen) und in seinem Gebiet für sich die besten Ergebnisse erzielt. Es werden Bücher zu diesem Thema verfasst über und über und trotzdem ist für ganz viele nie wirklich das „richtige“ dabei. Warum ist das so?!? Die Antwort ist ganz einfach: weil jeder anders tickt. Und nicht nur generell „anders tickt“ sondern innerhalb seiner Individualität immer wieder individuell wird. Comprende? Bedeutet, dass ich heute total verliebt in HIIT bin und das wochenlang durchziehe und irgendwann wache ich auf und mein Training kotzt mich regelrecht an (Übertraining schließe ich hier aus – das ist ein anderes Thema). So.

Nun kann für mich jetzt eine Welt zusammenbrechen und ich begebe mich auf den Laminatboden (so etwas hochwertiges wie Parkett habe ich nicht!) in die Embryonalstellung und kratze leise mit meinem Zeigefinger am Boden während ich dabei „Story of my life“ winsele, oder ich ändere meine Art zu trainieren.

Und da sind wir auch schon beim Thema: Was sich gerade eben noch gut und „richtig“ angefühlt hat WAR richtig. Für diesen einen gewissen Zeitraum war das HIIT etwas, was meinen Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht hat und somit gut und „richtig“ WAR! Und jetzt? Ist es das nicht mehr? Ist HIIT vielleicht doch nicht das „Richtige“? O.k., die Frage ist vielleicht ein wenig imbezil angehaucht und somit definitiv lächerlich, ich weiß. Aber so wird vielleicht deutlich, dass es so gesehen kein richtig oder falsch bezogen auf das „WAS / WIE TRAINIERE ICH“ gibt. Mein Tipp an dieser Stelle: trainiere DAS, was dich im Moment happy macht. Hast du ein bestimmtes Ziel? Zum Beispiel mehr Muskeldefinition? Dann wird dich dein gezieltes Krafttraining wahrscheinlich länger glücklich machen, als jemanden, der kein Ziel vor Augen hat. Du möchtest mehr soziale Kontakte knüpfen? Dann wirst du dich wohl mehr auf die Kursstunden im Fitnessstudio freuen als auf „einsames“ Crosstraining. Und last but not least den „Klassiker“ unter den Trainings: Abnehmen. Wer sich sein Ziel auch noch positiv formuliert („Ich freue mich auf das Fitnessstudio heute und genieße bald die Auswirkungen auf meinen Körper!“), der wird sein Training lieben, denn es ist ein Freund deines Körpers und bringt nicht nur physische Vorteile. Denn irgendwann zahlt es sich aus und der Körper verändert sich zum Positiven – Eine wundervolle „Nebenwirkung“ des Trainings 😀

Zweitens: Richtig Trainieren in Bezug auf die Ausführung der Übungen. Das ist meiner Meinung nach ein unterschätzter Punkt was Training anbelangt. Egal welche Übung ihr macht, achtet immer darauf, diese Übung korrekt auszuführen. Wenn die Übung schlampig wird und ihr von der Ausführungsschiene abweicht, nehmt weniger Gewicht oder macht einen Burpee weniger. Denn dann bringt das „Rumgehüpfe“ oder Gewicht-Gestemme mal überhaupt gar nichts. Dann ist es wirklich nur zur Zierde – und nicht mal das! Denn ein schlecht ausgeführter Bizeps-Curl kann schnell lustig aussehen und ein unsauber ausgeführter Mountain-Climber wie ein Betrunkener, der nicht weiß, wie er sich vom Boden erheben soll. Also: es bring nichts und somit lasst es! Es gibt ihn übrigens doch: den allgemeingültigen Tipp für ein gesundes und „richtiges“ Training → zieh den Bauchnabel immer schön zur Wirbelsäule. Dann ist schon mal dein „Korsett“ gestärkt und deine Bandscheiben werden es dir über kurz oder lang danken. Ach ja, und wenn wir schon mal dabei sind: Haltet die Gelenke bei den Geräten immer in angenehmer Position und überstreckt sie nicht oder knickt sie nicht ab. Und noch ein Tipp: Wirbelsäule in Verlängerung halten. Und achtet auf die Körperspannung! … und… hm… war wohl nix mit EINEM TIPP… ach, da gibt es so Vieles was beachtet werden sollte und muss!

Und ein bisschen was davon erzähl ich euch einfach indem ich auf mein persönliches Training eingehe:

Im Moment trainiere ich gesplittet, das bedeutet, dass ich jeden Tag andere Muskelgruppen bearbeite. Immer so ´ne halbe Stunde im Schnitt. Ich gehe nicht ins Fitnessstudio, da ich schlicht und ergreifend momentan die Ruhe während des Trainings zu Hause liebe und so auch wunderbar vom Mama-Alltag und vom Lernen abschalten kann.

Equipment? Ein paar Kurzhanteln (von 2 bis 12 kg verstellbar) und Langhantel, die bis 60 kg verstellbar ist. Eine kleine Trainingsbank muss aber definitiv noch her. Aber die werde ich irgendwo gebraucht besorgen und das hat auch noch Zeit.

Und wie sieht dann so ein gesplittetes Training aus?

Nehmen wir mal den „Armday“. Ich wärme mich auf alle Fälle einige Minuten auf und „schmiere“ die Gelenke an Schultern, Ellenbogen und Hand. Dann fange ich mit einer Übung an, die am meisten Gewicht fordert – damit ich die Gewichtsscheiben nicht so oft umstecken muss, z.B. mit

  • einarmigem Rudern und 10 kg pro Kurzhantel. Weiter geht es mit
  • Schulterdrücken und 8 kg pro KH, über den
  • Triceps-Curl mit dem selben Gewicht und ich lande beim
  • Frontheben mit 6 kg und evtl. gebe ich mir noch den
  • Biceps-Curl mit je 6 kg pro Kurzhantel.

Ich möchte 3 bis 4 Sätze mit maximal 15 Wiederholungen schaffen und danach absolut völlig erledigt sein – ein wenig Masochismus gehört einfach dazu 😉

Dazwischen mache ich immer kurze Päuschen in welchen ich gerne ein paar SitUp´s mache um die Arme etwas zu entlasten oder die Anzahl der Gewichtsscheiben an meinen Hanteln verändere. Also Päuschen, ne? So 10-15 Sekunden oder maximal 30. Mehr nicht. Kein Kaffeekränzchen bei Tante Erna oder Telefonieren mit Muddi oder so.Und es klappt, macht Spaß und funktioniert für mich. So kann ich täglich trainieren und muss nicht aussetzen um den Muskeln genug Regenerationszeit zu geben. An einem Tag in der Woche mache ich aber kein Gewichts-Training, sondern eine schöne Cardio-Einheit oder Yoga oder einfach ein langes Dehnen. Und nur am Rande erwähnt: Um seine Ziele zu erreichen ist auch hier wieder das Stichwort KONTINUITÄT zu nennen. Das ist wichtig! Und permanente Steigerung! Damit halt einfach immer neuer Input da ist. Das bedeutet, dass das heute über mein Training Geschriebene quasi schon nicht mehr zählt. Bevor dieser Blogpost online geht, bin ich wahrscheinlich schon bei 11kg im Einarmigen Rudern 😉 Also Leute, nicht verrückt machen, gar nicht darauf achten, was angeblich „richtig“ für euch sein sollte, sondern auf das achten, was euch tatsächlich gut tut und Spaß macht. Dabei natürlich auf die „richtige“ Ausführung der Übungen achten – dann seid ihr save! Ihr könnt gerne ein paar Trainings-Inspirationen auf meinem Instagram-Profil einsehen.

Und jetzt zu euch: Trainiert ihr auch? Wie oft? Und wo? Im Fitnessstudio oder im Home-Gym? Habt ihr irgendwelche Ziele oder trainiert ihr einfach so vor euch her? Mensch, Klára ist heute mal wieder mega-neugierig! Aber es interessiert mich einfach, wie bzw. ob ihr trainiert!

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch morgen einen fitten Start in die neue Woche!

Ahoj,

eure Klára

 

P.S.: Diesmal habe ich mit Anführungszeichen nicht gespart… aber anders kommen meine Gedanken einfach nicht rüber. Habt Nachsicht mit mir… 😉

Muddi spricht! Über … Natron, der Alltagshelfer.

So, liebe Leute! Wir müssen reden! Na ja, vielleicht ist das Thema nicht unbedingt ganz so ernst, aber trotzdem wichtig. Es wird euer Leben verändern!! Ja! Und euren Horizont erweitern, die Welt wird eine andere Umlaufbahn einschlagen und das Universum wird… äh… genug der vielen Worte. Los geht’s!

Dass Natron beim Backen z.B. in Muffins benötigt wird, ist ja nichts Neues. Aber viele wissen nicht, dass Natron einfach für (fast) jeden Lebensbereich einsetzbar ist. Und da mir dieses weiße Pülverchen schon des Öfteren sehr geholfen hat, möchte ich euch meine liebsten Einsatzgebiete des Natron aufzeigen.

1. Natron als Shampoo

Als Wichtigstes empfinde ich Natron im Bereich Kosmetik. Es ist für mich nicht mehr wegzudenken! Ich benutze es nämlich als Shampoo. Vor einigen Jahren hat meine Kopfhaut angefangen negativ auf konventionelle Shampoos zu reagieren – Achtung! Jetzt wird’s eklig: Sie reagierte mit kleinen Bläschen, die schrecklich weh tun. Deswegen bin ich erst einmal auf Naturkosmetik umgestiegen und fand das einfach klasse! Keine Bläschen mehr. Nach einigen Monaten entdeckte ich nach dem Haare waschen hier und da wieder so ´nen kleinen Kollegen auf meiner Kopfhaut und fand das um ehrlich zu sein, ziemlich verstörend. Als es immer mehr wurden, hat mir meine liebe Freundin Anne, die sich sehr gut in der Kosmetikwelt auskennt, Waschpulver empfohlen, welche aus zermahlenen Pflanzenteilen (z.B. Amla, die indische Stachelbeere) bestehen. Klingt erst mal befremdlich, aber ich kam damit richtig gut zurecht. Ich vertrage zwar nicht alle Pflanzenwaschpulver, aber die meisten pulverisierten Pflanzen haben meinem feinen Haar sehr gut getan, Volumen gespendet und vor allem meine Kopfhaut geschont. Leider sind diese Ingredienzien ziemlich umständlich zu bestellen – so habe ich nach und nach alle aufgebraucht und während dessen schon mal nach adäquatem Ersatz gesucht. Und ich wurde fündig. Wo ich diese Entdeckung gemacht habe, weiß ich nicht mehr (ich nehme an, dass es mal wieder irgendein YouTube-Kanal war) aber da hat jemand über empfindliche Kopfhaut lamentiert und dass die Problematik mit Natron verschwand. Ich rannte also in meine Küche und fand ein ziemlich einsames Päckchen Natron im eher hinteren Bereich einer Küchenschublade. Und ich fing an zu pampen: 1 Eßl. Natron auf 1 Tasse abgekochtes heißes Wasser geben und solange verrühren, bis es sich auflöst. Dann ab unter die Dusche, Haare nass machen, abgekühltes Natron-Wasser auf die Kopfhaut auftragen und evtl. auch etwas in die Haarlängen geben. Kurz einwirken lassen (ca. eine Minute) und dann ausspülen. Das war´s! Manchmal spüle ich mit Apfelessig-Wasser nach (3 Eßl Apfelessig auf 1/2l Wasser), da aber meine Haare mit dem Natron sehr gut klar kommen, spare ich mir diesen zusätzlichen Aufwand. Fertig! Die Haare sind sauber und vor allem nicht mit unnötigen Chemikalien, welche oft in Shampoos enthalten sind, in Kontakt gekommen.

2. Natron als Abflussreiniger

Als zweites möchte ich hier die Möglichkeit nennen, mit Natron seine Abflüsse zu reinigen! Leute! Man spart sich hier das ganze Gift-Zeugs, welches auch noch in unser Grundwasser sickert!!! Passt auf, so geht’s: Schütte einfach ½ Tasse Natron in den verstopften Abfluss und kippe ganz vorsichtig ½ Tasse Essigessenz nach. VORSICHTIG! Denn das Ganze reagiert natürlich miteinander und schäumt und spuckt! Dann deck den Abfluss mit einem feuchten Tuch ab und lasse es eine viertel Stunde einwirken. Anschließend spüle mit einem guten Liter kochendem Wasser nach um alle letzten Reste zu beseitigen. Fertig! Der Abfluss ist nun frei!

3. Natron als Zahn“aufheller“

Als nächstes finde ich die Idee seine Zähne mit Natron aufzuhellen, ganz wunderbar! Ob und wie „schädlich“ das für den Zahnschmelz, aufgrund seiner abrasiven Wirkung ist muss jeder für sich abwägen, jedoch ist es definitiv für die Zähne eine angenehmere Methode als eine Zahncreme für viel Geld zu benutzen, die unnötiges Microplastik enthält. Außerdem soll Natron Kariessäuren neutralisieren, da dieses basisch ist. Ich verwende es wie folgt: Ich nehme meine Zahnbürste und feuchte sie an. Anschließend tunke ich sie in Natron. Dann putze ich ganz normal meine Zähne damit. Fertig! Die Zähne erhalten nach und nach ihre natürliche Farbe zurück und können vom Rotwein-, Nikotin- oder Teebelag befreit werden. Bei mir klappt es wunderbar! Bitte denkt jetzt nicht, dass Natron eure Zähne um einige Nuancen „aufhellt“ und man dadurch ein Naddel-Lächeln bekommt! Hier wird lediglich durch die abrasive Wirkung Zeug von den Zähnen entfernt, welches da nicht hingehört und eure Zähne über die Zeit verfärbt hat. Um Zähne aufzuhellen, müsste man schon mit Wasserstoffperoxid ran… und das überlasse ich lieber Fachkräften. Damit pansche selbst ich nicht in meiner Küche rum.

4. Natron als Deo

Und jetzt noch ein weiterer Tip aus dem Kosmetikbereich: Natron als Deo! Es ist für jemanden der, sehr viel schwitzt sicherlich die angenehmere Variante, als Aluminium-verseuchte 48-Stunden Deo´s die mehr Schaden anrichten als dass sie nutzen. Natron neutralisiert Gerüche (da Schweiß unter anderem aus verdunstenden Fettsäuren besteht und Natron diesen an den Kragen geht) und wirkt auch hier basisch – somit kann es helfen, weniger zu schwitzen.

Ich verwende es in zwei Varianten. In der ersten Variante feuchte ich meine Achseln nach dem duschen etwas an und gebe etwas von dem Natronpulver (ca. ¼ Tl) in die Achselhöhle. Sanft verteilen und kurz einwirken lassen – fertig. Für die zweite Variante  benötigt ihr eine leere Sprühflasche. 100 ml Wasser abkochen und etwas abkühlen lassen. Nun 1 Tl Natron in das noch warme Wasser geben und so lange rühren, bis es sich auflöst. Nun gebe ich 1 Tropfen ätherisches Öl oder einen Spritzer gut duftendes Gesichtswasser hinein. Jetzt muss das alles nur noch gut geschüttelt werden. Fertig! Bei mir wirkt es wahre Wunder!

5. Natron als Spülmaschinen-Pulver

Das Natron auch als Spülmaschinen-Pulver verwendet werden kann, könnt ihr hier in meinem Blogbeitrag nachlesen.

Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon Erfahrung mit Natron gemacht? Habt ihr es sogar schon außerhalb der Küche verwendet? Würdet ihr mir eure „Natron-Geheimnisse“ verraten? Ich bin immer dankbar für neue Tipps und Tricks, das wisst ihr doch 😉

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen sauberen Einstieg in die neue Woche!!

Ahoj,

eure Klára

Fitness-Training, Bodybuilding oder Kraftsport… ja was denn nun?!?

Also Leute…*kopfschüttel* … ich muss mal etwas loswerden. Immer wieder werde ich gefragt, WAS ich denn so privat an Training auf die Beine stelle. Und obwohl es klare Definitionen zu den verschiedenen Trainingsmethoden gibt, erzeugt diese Nomenklatur in den Köpfen einiger von uns sehr individuelle Bilder. Und drei dieser Bilder möchte ich jetzt gerne mit euch unter die Lupe nehmen.

Beginnen wir mit den allgemein gültigen Definitionen (welche in jedem Lehrbuch anders ausfallen):

Fitness-Training umschreibt im ursprünglichen Sinne alle freizeitlichen Sport-Aktivitäten, welche dazu dienen, den Zustand von Körper und Geist (und Seele) gesund zu erhalten oder zu verbessern (oder in Einklang zu bringen).

Im Bereich Bodybuilding sieht es schon spezieller aus: Hier steht der gezielte Aufbau von Muskulatur im Vordergrund meist kombiniert mit einer speziellen Ernährung.

Zu guter Letzt der Kraftsport, welcher jede Art von Arbeit mit Gewichten beinhaltet und lediglich der Kräftigung von Muskulatur dient.

Soviel zu den Definitionen, welche im übrigen nicht von mir stammen. Die folgenden Kommentare jedoch, sind definitiv auf meinem Mist gewachsen und geben eine ca. 18-jährige – mehr oder minder berufliche – Erfahrung im Bereich Bewegung und Ernährung wieder. Klar, ich bin Fitness-Trainer. Das ist schon mal ein guter Ansatzpunkt, um überhaupt irgendwelche Kommentare diesbezüglich von sich zu geben. Aber Hand auf´s Herz: 10 Trainer ergeben 10 verschiedene Meinungen. Und damit wären wir bei dem ursprünglichen Thema: Nomenklatur in der Fitness-Branche.

Wenn ich also ein Gespräch mit einem Trainer führe und ihm erzähle, dass ich mich relativ gesund ernähre, jeden Tag ca.´ne halbe Stunde trainiere, an einem Tag in der Woche Cardio mache und ansonsten mit selektierten Muskelgruppen und mit sehr hohem Gewicht arbeite, so dass ich zwischen 8 und 15 Wiederholungen á 3-4 Sätze schaffe wird in seinem Gehirn die Schublade Bodybuilding aufgehen. Besonders wenn ich noch mit der Broscience-Theorie ankomme und gestehe, dass ich nach jedem Training erst einmal einen Proteinshake zu mir nehme, wegen Muskelaufbau bla bla bla…

Wenn ich mich mit einem Bodybuilder unterhalte, der mit seinem Trizeps einen Kleinwagen stemmen könnte und ihm die selbe Geschichte erzähle, wird er schmunzeln und sich denken: „Mei, wie süß! Des bisschen Kraftsport! Aber Hauptsache das Mäuschen bewegt sich.“  😉

Wenn ich das gleiche Gespräch mit einer untrainierten Hausfrau führe, welche ihren Lebtag noch keine Dumbbells in den Händen hielt und noch nicht einmal weiß, was das ist, wird diese die Hände über dem Kopfe zusammenschlagen und rufen:“Ja um Himmels Willen!!! Wie kannst du nur solche Sachen mit deinem Körper machen! Du wirst aussehen wie Arnold Schwarzenegger! Das ist ja bei einer Frau wirklich nicht mehr schön anzusehen!!!“ 😀

Drei Köpfe – drei Meinungen. Aber welche ist nun richtig?

Das ist doch so einfach: keine und jede!

Wer sagt, welches Gewicht „hoch“ und welches „niedrig“ ist? Wer noch nie in seinem Leben einen Squat gemacht hat, wird wahrscheinlich mit 15 Squats ohne Gewicht schon völlig überfordert sein und jemand der täglich 100 Squats nebenbei beim Zähneputzen erledigt, wird – um sich wieder steigern zu können – das nächste mal ein paar Kilos mehr auf seinen Nacken packen.

Und wer darf jetzt darüber richten und behaupten, derjenige OHNE Gewichte macht nicht so viel wie der mit der Langhantel als Accessoire?!? Werden die Betroffenen befragt WIE sie ihr Training vom Schweregrad einstufen, werden beide wohl auf der gleichen Skala-Ebene landen.

Bleiben wir doch alle einfach mal locker und stecken uns nicht immer in irgendwelche Schubladen. Für den einen ist es Bodybuilding und für den anderen Fitness-Training. Gefühlt ist körperliche Betätigung sowieso etwas sehr Subjektives und das WICHTIGSTE daran ist, dass wir uns dabei wohl fühlen und das Gefühl haben uns etwas Gutes zu tun.

Fakt ist, dass der menschliche Körper Bewegung benötigt um adäquat zu funktionieren. Wie diese aussieht, ist völlig egal – Hauptsache der Körper wird gesund und richtig bewegt. Ob mit oder ohne Hantel – ob in Form von Körpereigengewichtsübungen, leichtem Workout oder Hanteltraining. Muskelpflege sollte so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Regelmäßig und gezielt. Ende.

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen fitten Start in die neue Woche!!

Ahoj,

eure Klára

Ach, und übrigens: Ironische Passagen sind möglich!

Einfach nur Brot!?!

Okay, einige werden sich jetzt an den Kopf fassen und sich denken: „Oh nee! Komm schon, Klára! Ernsthaft?!? Ein ganzer Blogpost nur über´s Brot???“

Und ich so: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!“ mit einem Grinsen im Gesicht 😀

Denn ich finde dieses Brot was ich so oft backe, einfach so gigantisch, dass ich einfach darüber bloggen muss!

Es ist nicht einfach „nur ein Brot“ – es ist ein gesundes Lebensmittel. Und variabel! Und schnell! Und einfach! Und somit definitiv einen Blogbeitrag wert! So!

Brot zu backen, ist nämlich überhaupt nicht so aufwendig, wie viele meinen. Es dauert bei diesem Brot hier nämlich ziemlich genau 5 Minuten in der Vorbereitung, ohne irgendwelche spezial-Zutaten sondern nur mit dem, was im Allgemeinen sowieso zu Hause ist und wird 25 Minuten gebacken. Na? Klingt das nicht genial? Doch! Das klingt für mich mehr als genial. Normalerweise schrecken mich die meisten Brotrezepte ab, denn es werden oft Zutaten gebraucht, die gar nicht zu Hause vorhanden sind wie z.B. Sauerteig oder Buttermilch (hab ich nämlich nie daheim!!) oder frische Hefe, oder rote Beete, oder oder oder. Oder es werden einfach viel zu viele Zutaten gebraucht und das ganze Procedere dauert dann auch noch ewig, wenn man bedenkt, dass der Teig erst mit der Maschine geknetet werden sollte um anschließend noch mit den Händen nachgeknetet zu werden, dann vielleicht 1 Stunde gehen muss um ermüdender Weise erneut durchgeknetet zu werden um ihn dann schon wieder 20 Minuten gehen zu lassen… fehlt nur noch dass ihm ein Liedchen gesungen und er noch gestreichelt werden muss und er könnte glatt als weiteres Familienmitglied durchgehen.

So ein klassisches Bauernbrot ist ja mal ganz nett – aber dieses Brot, wird auch die nicht-Brot-Bäcker unter euch überzeugen. Und wenn man nebenbei noch etwas snacken kann, wie z.B. diesen leckeren Smoothie  hier, dann vergeht sogar die 25-minütige Backzeit wie im Fluge.

Also, was brauchen wir dafür:

450g Dinkelvollkornmehl

400g Soja Joghurtkneten

1 Tl Natron

1 Tl Salz

1 Tl Kümmel

1 Eßl Sonnenblumenkerne

Das alles wird mit dem Handrührgerät und Knethaken zu einem Teig geknetet und auf ein Backpapier in Form eines Brotlaibes gelegt – fertig. Kein Einschneiden, kein extra-Kneten oder lieb-haben notwendig! Einfach in den auf 220 °C vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) schieben und 25 Minuten backen. Ende! Herausnehmen und am besten noch warm genießen – Hmmmm ❤

Wie bereits oben erwähnt, kann der Brotteig variabel und mehr oder weniger gesund gestaltet werden. Oft nehme ich keinen Kümmel und keine Sonnenblumenkerne. Der Soja Joghurt kann durch Quark, Buttermilch (welche ich nie daheim habe!) oder auch klassischen Naturjoghurt in jeglicher Fett-Form (4%, 3,5%, 1,5% oder 0,1% Fett) ausgetauscht werden und wer kein Vollkornmehl mag, kann auch Weißmehl nehmen. Du kannst Rosinen, Chiasamen, Mandeln oder Nüsse hinzufügen – das schmeckt so großartig! Also einfach durchprobieren!

Warum ist genau dieses Brot so toll?

Weil es Zutaten sind, die ich persönlich IMMER im Haus habe, somit nichts großartiges hinzukaufen muss und in der oben genannten Variante mit diesem Brot auch noch ein gesundes Lebensmittel hergestellt wird: Das Dinkelvollkornmehl enthält viele Komplexe Kohlenhydrate, Kümmel ist super für die Verdauung, der Joghurt liefert neben Proteinen auch Vitamin E und die Sonnenblumenkerne beinhalten u.a. Folsäure, Phosphor und Magnesium. Wer meinen Artikel zum selbstgemachten Spülmaschinenpulver gelesen hat weiß, dass ich Natron nicht nur als Lebensmittel verwende und somit immer zu Hause habe. Und Salz… ja… äh… hat glaube ich so gut wie jeder daheim. Zum Thema Kohlenhydrate könnt ihr übrigens auf Silkes Blog einen interessanten Beitrag lesen.

Warum backe ich mein Brot (meistens) selbst?

Der Hauptgrund ist natürlich, dass es meiner Family und mir besonders gut schmeckt. probieren uns querbeet durch die Brot- und Brötchenwelt durch und es ist auch mal das ein oder andere Teilchen dabei, das nicht nochmal gebacken wird, weil es zu trocken, zu hart oder schlichtweg nicht lecker war. Aber im laufe der Zeit entwickelt jeder so sein eigenes Portfolio an Rezepten, die ja zum Glück auch immer wieder variabel gestaltet werden können. Und selbstverständlich gibt es auch Phasen, da wird Brot gekauft und nicht gebacken – weil es nun mal nicht immer passt! Aber ein weiterer Grund ist, dass gekauftes Brot unglaublich viele Zusätze enthalten kann und zumeist gar nicht gesagt werden kann, wo es denn überhaupt her kommt. Teiglinge werden immer häufiger im benachbarten Ausland wie Polen oder Tschechien (Zdary!) hergestellt und immer häufiger werden Enzyme frisch aus dem Labor für bessere Teigeigenschaften, Haltbarkeit etc. zugesetzt. Und das sogenanntes Turbomehl und Malzextrakte im Brot nichts verloren haben, brauche ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht erst zu erwähnen. Wer noch mehr ins Detail gehen möchte, kann sich gerne den Blogbeitrag vom Plötzblog durchlesen. Da steckt so einiges an Info drin!

So! Wer jetzt immer noch nicht davon überzeugt ist sein eigenes Brot zu backen, … tja… dann weiß ich auch nicht weiter! Denn dieses Brot ist es definitiv wert, ausprobiert zu werden!!

Und nun zu euch: Backt ihr euer Brot selbst? Wenn ja: habt ihr ein Lieblingsbrot? Wenn nein: Warum? Ist es euch zu aufwendig? Oder schmeckt euch einfach selbstgebackenes Brot nicht? <- solche Leute soll´s ja auch geben 😉

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen schönen Start in den eisigen Februar!!

Ahoj,

eure Klára

Dunkle Wolken am Schwangerschaftshimmel und ein Schmetterling…


Die Angst einer jeden Schwangeren, welche sich ein Kind wünscht ist, das Kind in den ersten 12 Wochen zu verlieren. Alle sind darauf vorbereitet. Jeder weiß, dass die ersten 3 Monate als die „drei kritischen“ gelten und jeder macht und tut, um bloß nichts falsch zu machen, behandelt sich pfleglich und denkt, er ist vorbereitet, falls denn „etwas“ passieren sollte. Frau ernährt sich gesünder, nimmt mehr Vitamine zu sich, meidet Sportarten wie Kick-boxen und färbt sich vorsichtshalber nicht mehr die Haare mit irgendwelchen Chemikalien, die evtl. auf das ungeborene Leben übergehen könnten. Es gilt das “Alles-oder-nichts-Prinzip”. Jeder weiß es. Jeder scheint vorbereitet zu sein…

Aber n i e m a n d ist vorbereitet! Denn wenn dunkle Wolken am Schwangerschafts-Himmel aufziehen, dann ist das immer ein Schock und derjenige ist plötzlich betroffen und völlig unvorbereitet. Deswegen möchte ich meine Geschichte mit euch teilen. Warum? Hm… gute Frage. Vielleicht weil ich finde, dass es nicht genug Berichte über dieses Thema geben kann, da dies jeder anders erlebt. Und wenn eine Frau selber betroffen ist, hilft ihr vielleicht meine Geschichte, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und wenn ich nur einer einzigen Person damit ein kleines bisschen Schmerz nehmen kann, dann hat sich dieser Beitrag mehr als gelohnt.

Tag 1: Ich habe es ganz klassisch gemerkt bzw. war es bei mir nicht zu übersehen. Um eine Blutung zu übersehen, muss man schon ganz schön ignorant sein.
Ich bin natürlich zu „Doktor Google“ gerannt um mich beruhigen zu lassen und habe ausschließlich die positiven Kommentare zum Thema „Schmierblutung in der 11. SSW“ gelesen. Und trotzdem haben mich die unzählig vielen Schwangeren, die ständig irgendwelche Blutungen haben und dann doch alles gut gegangen ist, nicht beruhigt. Jedenfalls waren die zwei Stunden, bis zum Frauenarzt-Termin, sehr anstrengend. Ich versuchte mich mit Knäckebrot backen und Lego spielen mit meiner Tochter abzulenken.

Aber: ich habe es gefühlt. Dieses merkwürdige Gefühl, welches ich bei einer Fehlgeburt schon mal hatte. Ich bin keine Zauberin und auch keine Wahrsagerin, dass will ich damit nicht sagen, aber manchmal habe ich “dieses merkwürdige Gefühl im Bauch”, dieses “Warnsystem”, welches einem nahelegt, dass irgendetwas nicht stimmt. Also gehe ich mit “meiner eigenen gefühlten Gewissheit” (und der Hoffnung, dass ich mich täusche) zum Arzt. Und wenn tatsächliche Gewissheit herrscht, trifft es einen dann leider doch erneut wie der berühmte Schlag ins Gesicht.

Ich stellte mir dann die eine oder andere Frage: hätte ich es mir denken können, dass etwas nicht in Ordnung ist, weil ich ja diesmal keine Übelkeit hatte? War es ein schlechtes Omen, dass ich meinen Mutterpass aus bürokratischen Gründen nie mitnehmen konnte und in der Praxis lassen musste? Habe ich vielleicht doch meine kleine Tochter zu oft gehoben? Ist es vielleicht möglich, dass… oder jenes… … So viele Fragen… und keine Antworten. Denn es gibt schlicht und ergreifend keine Antwort auf die Frage: WARUM?!?

Tag 2: Jetzt geht es in die Klinik. Zum “Vorstellen”. Wie das schon klingt!! Wie ein schlechtes Bewerbungsgespräch: “Guten Tag, ich bin die Klára , sie können aber gerne Fehlgeburt zu mir sagen.” ?!?

Die Anmeldung dauert nur kurz, Zettel ausfüllen wegen der Vollnarkose. Dann zieht es sich: ein kurzes Gespräch mit der Anästhesistin, warten, ein langes Gespräch mit der Assistenzärztin und wieder warten. Alle sind sehr nett. Danach folgt eine gefühlte Ewigkeit des Wartens auf den Chefarzt. Im Wartezimmer sitzt ein buntgemischtes Publikum aus Schwangeren, älteren Damen und den mitleidig dreinblickenden Fehlgeburten. Wir erkennen uns gegenseitig. Es ist wie ein geheimes Erkennungszeichen, dass uns verbindet. Es fehlt nur noch die Markierung auf der Stirn: “Klára, 11. Ssw”.

Ich bin so damit beschäftigt, diesen Blogpost hier zu verfassen, dass ich meinen Namen nur aus der Ferne wahrnehme. Der Chefarzt – eine Mischung aus Gandalf und Peter Lustig – reicht mir die Hand. “Kommen Sie bitte mit.” Die Untersuchung verläuft wie erwartet mit dem zu erwartenden Ergebnis. Ich gehe also wieder Heim, bewaffnet mit Paracetamol, gegen die Schmerzen.

Zu Hause angekommen verstecke ich mich erst einmal in der Badewanne…

Was hier nun geschah, werde ich nicht näher ausführen, das wäre sicherlich für den einen oder anderen zu viel des Guten. Ich formuliere es mal so: bei einem Niesanfall verlor ich alles was zu einer Schwangerschaft so dazu gehört im Badewasser. Das Wasser färbte sich dunkelrot… mein Mann und ich fischten noch “Bestandteile” aus dem Wasser, packten unsere Tochter ein und fuhren sofort ins Krankenhaus. Ich versuchte erfolglos mit Tüchern die Blutung zu stoppen und betete, wir mögen schnell in der Klinik sein… ich befand mich in meinem ganz persönlichen Alptraum…

Ich musste natürlich über Nacht bleiben. Infusion über Infusion… Schmerzen… Blut… und immer der Gedanke an diese kleine „Fruchtblase“, die in meinem Badewasser schwammEs besteht immernoch eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass mein Körper es alleine schafft, alles abzustoßen. Dann keine Kürettage. Klingt schon mal nicht schlecht. Denn auf diesen Vorfall noch eine OP – da habe ich definitiv gar keine Lust drauf.

Tag 3: Die OP war am nächsten Tag. Aber es sind noch 4x4cm große Plazenta-Reste vorhanden –> Kürettage unter Vollnarkose. Jetzt geht alles ganz schnell – innerhalb von 20 Minuten nach trauerdem Ultraschall liege ich auf dem OP-Tisch. Und wieder sind alle sehr nett. Ich muss nüchtern sein. Aber das ist kein Problem, das bin ich sowieso seit 20 Stunden, denn Hunger habe ich wahrlich nicht. (Obwohl… so ein Gläschen Whisky… so ein größeres Gläschen… in der Größenordnung von 0,5l oder so wären jetzt nicht schlecht!). Eingemummelt in warme Decken beginnt die „LMAA-Pille“ an zu wirken und ich schaffe es sogar, ein paar Witzchen im OP zu reißen, bevor mich die Narkose völlig ummantelt.

Danach bin ich erschlagen. Und leer. Damn! Ich fühle mich so verdammt leer…

Aber das Leben geht weiter. Klingt plakativ. Aber irgendwie MUSS ich mich wieder hoch ziehen. Eigentlich übernimmt das meine Tochter, obwohl sie noch viel zu jung für diese große Aufgabe ist. Ich bekomme von meinem Mann ein Video in dem sie ganz stolz “Mama Kankaus” (Deutsche Übersetzung: „Mama ist im Krankenhaus“) erklärt ❤ Ich freue mich auf mein zu Hause.

Tja… das war´s dann wohl… oder?: Es ist und bleibt eines der schlimmsten und machtlosesten Gefühle, die ich je erlebt habe. Ich wünsche das keiner Frau und kann jedem nur den Rat geben: sprecht darüber! Sprecht darüber oder schreibt es auf. Und weint, Mädels!!! Ihr dürft das! Wir dürfen das! Heult euch die Augen aus, schreit und brüllt, werft Gegenstände an die Wand aber behaltet dieses hässliche Gefühl der Machtlosigkeit und des Schmerzes nicht bei euch! Wir dürfen um unsere toten ungeborenen Kinder trauern – Es tut weh! Aber das ist ein Prozess, durch welchen wir nun mal gehen müssen. Und jeder geht damit anders um. Holt euch Hilfe, Mädels, es gibt viele Anlaufstellen, wie z.B. Donum Vitae aber auch das Krankenhaus, welches den Eingriff durchgeführt hat wird euch helfen. ABER MACHT ETWAS! Redet, malt oder schreibt einen Blogpost. Aber handelt – denn von alleine löst sich hier gar nichts (mehr). Und es gibt viel zu viele Frauen da draußen, die nach Jahren immer noch schmerzlichst daran zurückdenken, sich erinnern und in Angst vor der nächsten Fehlgeburt leben. Das muss nicht sein! Und was nur die allerwenigsten Wissen: wir haben nach einer Fehlgeburt Anspruch auf eine Hebamme! Das wird sogar von den Krankenkassen übernommen!

Ich für meinen Tebutterflyil schreibe. Ich schreibe darüber und ich rede. Ich weine viel und erfreue mich trotzdem an meiner Tochter, die mir mit meinem Mann gemeinsam Kraft spendet. Allein dadurch, dass sie einfach nur da sind. Und so bin ich bereit, meinen kleinen Schmetterling fliegen zu lassen… Und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist und wir uns danach fühlen, wird neues Leben in uns entstehen. Ohne Angst. Ohne Zweifel. Nur Leben.

Ich spare es mir diesmal, hier an dieser Stelle meine Fragerunde einzuläuten. Ich lasse das Ende einfach so stehen… und jede -/r, die/der dies liest weiß, dass sie/er nicht alleine mit diesem Schmerz im Herzen ist. Und wenn ich könnte, würde ich meine Arme ganz weit ausbreiten und euch alle ganz fest umarmen; damit wir irgendwann einmal gemeinsam loslassen können…


In diesem Sinne…

Ahoj,
eure Klára

Ein kleiner Nachtrag: Bedenkt bitte, dass dies meine ganz eigene persönliche Geschichte ist – mein Erfahrungsbericht. Ich bin weder Gynäkologin noch psychologische Beraterin. Es ist einfach nur meine Erfahrung, die ich hier mit euch teile.