Trainieren – aber „richtig“! Und: wie ich (am „Armday“) trainiere…

„Richtig trainieren“ – dieser Begriff ist momentan in den Social Media (zu Recht) sehr gehyped. Die Rede ist dann immer von „gesundem Training“ oder „richtig trainieren“. Aber was bedeutet überhaupt „RICHTIG“ trainieren?

Erstens:Viele würden jetzt versuchen, das anhand von individuellen Trainingsplänen zu umschreiben und am besten auch noch mit ihrer eigenen Trainingsstrategie abzurunden. Das ist ja schon mal nicht verkehrt. Jedoch pauschal gesagt heißt das: der HIIT-Begeisterte schlägt natürlich HIIT vor, der Bodybuilder empfiehlt das Training mit sehr hohen Gewichten und der „klassische“ Fitnesstrainer eine Kombination aus Ausdauer, Krafttraining und Dehnen. Pauschal gesagt (!). Weil jeder in seinem eigenen Bereich ein Fachmann ist (Ups! Und natürlich auch FachFRAU, um die Damenwelt an dieser Stelle nicht zu vergessen) und in seinem Gebiet für sich die besten Ergebnisse erzielt. Es werden Bücher zu diesem Thema verfasst über und über und trotzdem ist für ganz viele nie wirklich das „richtige“ dabei. Warum ist das so?!? Die Antwort ist ganz einfach: weil jeder anders tickt. Und nicht nur generell „anders tickt“ sondern innerhalb seiner Individualität immer wieder individuell wird. Comprende? Bedeutet, dass ich heute total verliebt in HIIT bin und das wochenlang durchziehe und irgendwann wache ich auf und mein Training kotzt mich regelrecht an (Übertraining schließe ich hier aus – das ist ein anderes Thema). So.

Nun kann für mich jetzt eine Welt zusammenbrechen und ich begebe mich auf den Laminatboden (so etwas hochwertiges wie Parkett habe ich nicht!) in die Embryonalstellung und kratze leise mit meinem Zeigefinger am Boden während ich dabei „Story of my life“ winsele, oder ich ändere meine Art zu trainieren.

Und da sind wir auch schon beim Thema: Was sich gerade eben noch gut und „richtig“ angefühlt hat WAR richtig. Für diesen einen gewissen Zeitraum war das HIIT etwas, was meinen Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht hat und somit gut und „richtig“ WAR! Und jetzt? Ist es das nicht mehr? Ist HIIT vielleicht doch nicht das „Richtige“? O.k., die Frage ist vielleicht ein wenig imbezil angehaucht und somit definitiv lächerlich, ich weiß. Aber so wird vielleicht deutlich, dass es so gesehen kein richtig oder falsch bezogen auf das „WAS / WIE TRAINIERE ICH“ gibt. Mein Tipp an dieser Stelle: trainiere DAS, was dich im Moment happy macht. Hast du ein bestimmtes Ziel? Zum Beispiel mehr Muskeldefinition? Dann wird dich dein gezieltes Krafttraining wahrscheinlich länger glücklich machen, als jemanden, der kein Ziel vor Augen hat. Du möchtest mehr soziale Kontakte knüpfen? Dann wirst du dich wohl mehr auf die Kursstunden im Fitnessstudio freuen als auf „einsames“ Crosstraining. Und last but not least den „Klassiker“ unter den Trainings: Abnehmen. Wer sich sein Ziel auch noch positiv formuliert („Ich freue mich auf das Fitnessstudio heute und genieße bald die Auswirkungen auf meinen Körper!“), der wird sein Training lieben, denn es ist ein Freund deines Körpers und bringt nicht nur physische Vorteile. Denn irgendwann zahlt es sich aus und der Körper verändert sich zum Positiven – Eine wundervolle „Nebenwirkung“ des Trainings 😀

Zweitens: Richtig Trainieren in Bezug auf die Ausführung der Übungen. Das ist meiner Meinung nach ein unterschätzter Punkt was Training anbelangt. Egal welche Übung ihr macht, achtet immer darauf, diese Übung korrekt auszuführen. Wenn die Übung schlampig wird und ihr von der Ausführungsschiene abweicht, nehmt weniger Gewicht oder macht einen Burpee weniger. Denn dann bringt das „Rumgehüpfe“ oder Gewicht-Gestemme mal überhaupt gar nichts. Dann ist es wirklich nur zur Zierde – und nicht mal das! Denn ein schlecht ausgeführter Bizeps-Curl kann schnell lustig aussehen und ein unsauber ausgeführter Mountain-Climber wie ein Betrunkener, der nicht weiß, wie er sich vom Boden erheben soll. Also: es bring nichts und somit lasst es! Es gibt ihn übrigens doch: den allgemeingültigen Tipp für ein gesundes und „richtiges“ Training → zieh den Bauchnabel immer schön zur Wirbelsäule. Dann ist schon mal dein „Korsett“ gestärkt und deine Bandscheiben werden es dir über kurz oder lang danken. Ach ja, und wenn wir schon mal dabei sind: Haltet die Gelenke bei den Geräten immer in angenehmer Position und überstreckt sie nicht oder knickt sie nicht ab. Und noch ein Tipp: Wirbelsäule in Verlängerung halten. Und achtet auf die Körperspannung! … und… hm… war wohl nix mit EINEM TIPP… ach, da gibt es so Vieles was beachtet werden sollte und muss!

Und ein bisschen was davon erzähl ich euch einfach indem ich auf mein persönliches Training eingehe:

Im Moment trainiere ich gesplittet, das bedeutet, dass ich jeden Tag andere Muskelgruppen bearbeite. Immer so ´ne halbe Stunde im Schnitt. Ich gehe nicht ins Fitnessstudio, da ich schlicht und ergreifend momentan die Ruhe während des Trainings zu Hause liebe und so auch wunderbar vom Mama-Alltag und vom Lernen abschalten kann.

Equipment? Ein paar Kurzhanteln (von 2 bis 12 kg verstellbar) und Langhantel, die bis 60 kg verstellbar ist. Eine kleine Trainingsbank muss aber definitiv noch her. Aber die werde ich irgendwo gebraucht besorgen und das hat auch noch Zeit.

Und wie sieht dann so ein gesplittetes Training aus?

Nehmen wir mal den „Armday“. Ich wärme mich auf alle Fälle einige Minuten auf und „schmiere“ die Gelenke an Schultern, Ellenbogen und Hand. Dann fange ich mit einer Übung an, die am meisten Gewicht fordert – damit ich die Gewichtsscheiben nicht so oft umstecken muss, z.B. mit

  • einarmigem Rudern und 10 kg pro Kurzhantel. Weiter geht es mit
  • Schulterdrücken und 8 kg pro KH, über den
  • Triceps-Curl mit dem selben Gewicht und ich lande beim
  • Frontheben mit 6 kg und evtl. gebe ich mir noch den
  • Biceps-Curl mit je 6 kg pro Kurzhantel.

Ich möchte 3 bis 4 Sätze mit maximal 15 Wiederholungen schaffen und danach absolut völlig erledigt sein – ein wenig Masochismus gehört einfach dazu 😉

Dazwischen mache ich immer kurze Päuschen in welchen ich gerne ein paar SitUp´s mache um die Arme etwas zu entlasten oder die Anzahl der Gewichtsscheiben an meinen Hanteln verändere. Also Päuschen, ne? So 10-15 Sekunden oder maximal 30. Mehr nicht. Kein Kaffeekränzchen bei Tante Erna oder Telefonieren mit Muddi oder so.Und es klappt, macht Spaß und funktioniert für mich. So kann ich täglich trainieren und muss nicht aussetzen um den Muskeln genug Regenerationszeit zu geben. An einem Tag in der Woche mache ich aber kein Gewichts-Training, sondern eine schöne Cardio-Einheit oder Yoga oder einfach ein langes Dehnen. Und nur am Rande erwähnt: Um seine Ziele zu erreichen ist auch hier wieder das Stichwort KONTINUITÄT zu nennen. Das ist wichtig! Und permanente Steigerung! Damit halt einfach immer neuer Input da ist. Das bedeutet, dass das heute über mein Training Geschriebene quasi schon nicht mehr zählt. Bevor dieser Blogpost online geht, bin ich wahrscheinlich schon bei 11kg im Einarmigen Rudern 😉 Also Leute, nicht verrückt machen, gar nicht darauf achten, was angeblich „richtig“ für euch sein sollte, sondern auf das achten, was euch tatsächlich gut tut und Spaß macht. Dabei natürlich auf die „richtige“ Ausführung der Übungen achten – dann seid ihr save! Ihr könnt gerne ein paar Trainings-Inspirationen auf meinem Instagram-Profil einsehen.

Und jetzt zu euch: Trainiert ihr auch? Wie oft? Und wo? Im Fitnessstudio oder im Home-Gym? Habt ihr irgendwelche Ziele oder trainiert ihr einfach so vor euch her? Mensch, Klára ist heute mal wieder mega-neugierig! Aber es interessiert mich einfach, wie bzw. ob ihr trainiert!

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch morgen einen fitten Start in die neue Woche!

Ahoj,

eure Klára

 

P.S.: Diesmal habe ich mit Anführungszeichen nicht gespart… aber anders kommen meine Gedanken einfach nicht rüber. Habt Nachsicht mit mir… 😉

Muddi spricht! Über … Natron, der Alltagshelfer.

So, liebe Leute! Wir müssen reden! Na ja, vielleicht ist das Thema nicht unbedingt ganz so ernst, aber trotzdem wichtig. Es wird euer Leben verändern!! Ja! Und euren Horizont erweitern, die Welt wird eine andere Umlaufbahn einschlagen und das Universum wird… äh… genug der vielen Worte. Los geht’s!

Dass Natron beim Backen z.B. in Muffins benötigt wird, ist ja nichts Neues. Aber viele wissen nicht, dass Natron einfach für (fast) jeden Lebensbereich einsetzbar ist. Und da mir dieses weiße Pülverchen schon des Öfteren sehr geholfen hat, möchte ich euch meine liebsten Einsatzgebiete des Natron aufzeigen.

1. Natron als Shampoo

Als Wichtigstes empfinde ich Natron im Bereich Kosmetik. Es ist für mich nicht mehr wegzudenken! Ich benutze es nämlich als Shampoo. Vor einigen Jahren hat meine Kopfhaut angefangen negativ auf konventionelle Shampoos zu reagieren – Achtung! Jetzt wird’s eklig: Sie reagierte mit kleinen Bläschen, die schrecklich weh tun. Deswegen bin ich erst einmal auf Naturkosmetik umgestiegen und fand das einfach klasse! Keine Bläschen mehr. Nach einigen Monaten entdeckte ich nach dem Haare waschen hier und da wieder so ´nen kleinen Kollegen auf meiner Kopfhaut und fand das um ehrlich zu sein, ziemlich verstörend. Als es immer mehr wurden, hat mir meine liebe Freundin Anne, die sich sehr gut in der Kosmetikwelt auskennt, Waschpulver empfohlen, welche aus zermahlenen Pflanzenteilen (z.B. Amla, die indische Stachelbeere) bestehen. Klingt erst mal befremdlich, aber ich kam damit richtig gut zurecht. Ich vertrage zwar nicht alle Pflanzenwaschpulver, aber die meisten pulverisierten Pflanzen haben meinem feinen Haar sehr gut getan, Volumen gespendet und vor allem meine Kopfhaut geschont. Leider sind diese Ingredienzien ziemlich umständlich zu bestellen – so habe ich nach und nach alle aufgebraucht und während dessen schon mal nach adäquatem Ersatz gesucht. Und ich wurde fündig. Wo ich diese Entdeckung gemacht habe, weiß ich nicht mehr (ich nehme an, dass es mal wieder irgendein YouTube-Kanal war) aber da hat jemand über empfindliche Kopfhaut lamentiert und dass die Problematik mit Natron verschwand. Ich rannte also in meine Küche und fand ein ziemlich einsames Päckchen Natron im eher hinteren Bereich einer Küchenschublade. Und ich fing an zu pampen: 1 Eßl. Natron auf 1 Tasse abgekochtes heißes Wasser geben und solange verrühren, bis es sich auflöst. Dann ab unter die Dusche, Haare nass machen, abgekühltes Natron-Wasser auf die Kopfhaut auftragen und evtl. auch etwas in die Haarlängen geben. Kurz einwirken lassen (ca. eine Minute) und dann ausspülen. Das war´s! Manchmal spüle ich mit Apfelessig-Wasser nach (3 Eßl Apfelessig auf 1/2l Wasser), da aber meine Haare mit dem Natron sehr gut klar kommen, spare ich mir diesen zusätzlichen Aufwand. Fertig! Die Haare sind sauber und vor allem nicht mit unnötigen Chemikalien, welche oft in Shampoos enthalten sind, in Kontakt gekommen.

2. Natron als Abflussreiniger

Als zweites möchte ich hier die Möglichkeit nennen, mit Natron seine Abflüsse zu reinigen! Leute! Man spart sich hier das ganze Gift-Zeugs, welches auch noch in unser Grundwasser sickert!!! Passt auf, so geht’s: Schütte einfach ½ Tasse Natron in den verstopften Abfluss und kippe ganz vorsichtig ½ Tasse Essigessenz nach. VORSICHTIG! Denn das Ganze reagiert natürlich miteinander und schäumt und spuckt! Dann deck den Abfluss mit einem feuchten Tuch ab und lasse es eine viertel Stunde einwirken. Anschließend spüle mit einem guten Liter kochendem Wasser nach um alle letzten Reste zu beseitigen. Fertig! Der Abfluss ist nun frei!

3. Natron als Zahn“aufheller“

Als nächstes finde ich die Idee seine Zähne mit Natron aufzuhellen, ganz wunderbar! Ob und wie „schädlich“ das für den Zahnschmelz, aufgrund seiner abrasiven Wirkung ist muss jeder für sich abwägen, jedoch ist es definitiv für die Zähne eine angenehmere Methode als eine Zahncreme für viel Geld zu benutzen, die unnötiges Microplastik enthält. Außerdem soll Natron Kariessäuren neutralisieren, da dieses basisch ist. Ich verwende es wie folgt: Ich nehme meine Zahnbürste und feuchte sie an. Anschließend tunke ich sie in Natron. Dann putze ich ganz normal meine Zähne damit. Fertig! Die Zähne erhalten nach und nach ihre natürliche Farbe zurück und können vom Rotwein-, Nikotin- oder Teebelag befreit werden. Bei mir klappt es wunderbar! Bitte denkt jetzt nicht, dass Natron eure Zähne um einige Nuancen „aufhellt“ und man dadurch ein Naddel-Lächeln bekommt! Hier wird lediglich durch die abrasive Wirkung Zeug von den Zähnen entfernt, welches da nicht hingehört und eure Zähne über die Zeit verfärbt hat. Um Zähne aufzuhellen, müsste man schon mit Wasserstoffperoxid ran… und das überlasse ich lieber Fachkräften. Damit pansche selbst ich nicht in meiner Küche rum.

4. Natron als Deo

Und jetzt noch ein weiterer Tip aus dem Kosmetikbereich: Natron als Deo! Es ist für jemanden der, sehr viel schwitzt sicherlich die angenehmere Variante, als Aluminium-verseuchte 48-Stunden Deo´s die mehr Schaden anrichten als dass sie nutzen. Natron neutralisiert Gerüche (da Schweiß unter anderem aus verdunstenden Fettsäuren besteht und Natron diesen an den Kragen geht) und wirkt auch hier basisch – somit kann es helfen, weniger zu schwitzen.

Ich verwende es in zwei Varianten. In der ersten Variante feuchte ich meine Achseln nach dem duschen etwas an und gebe etwas von dem Natronpulver (ca. ¼ Tl) in die Achselhöhle. Sanft verteilen und kurz einwirken lassen – fertig. Für die zweite Variante  benötigt ihr eine leere Sprühflasche. 100 ml Wasser abkochen und etwas abkühlen lassen. Nun 1 Tl Natron in das noch warme Wasser geben und so lange rühren, bis es sich auflöst. Nun gebe ich 1 Tropfen ätherisches Öl oder einen Spritzer gut duftendes Gesichtswasser hinein. Jetzt muss das alles nur noch gut geschüttelt werden. Fertig! Bei mir wirkt es wahre Wunder!

5. Natron als Spülmaschinen-Pulver

Das Natron auch als Spülmaschinen-Pulver verwendet werden kann, könnt ihr hier in meinem Blogbeitrag nachlesen.

Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon Erfahrung mit Natron gemacht? Habt ihr es sogar schon außerhalb der Küche verwendet? Würdet ihr mir eure „Natron-Geheimnisse“ verraten? Ich bin immer dankbar für neue Tipps und Tricks, das wisst ihr doch 😉

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen sauberen Einstieg in die neue Woche!!

Ahoj,

eure Klára

Fitness-Training, Bodybuilding oder Kraftsport… ja was denn nun?!?

Also Leute…*kopfschüttel* … ich muss mal etwas loswerden. Immer wieder werde ich gefragt, WAS ich denn so privat an Training auf die Beine stelle. Und obwohl es klare Definitionen zu den verschiedenen Trainingsmethoden gibt, erzeugt diese Nomenklatur in den Köpfen einiger von uns sehr individuelle Bilder. Und drei dieser Bilder möchte ich jetzt gerne mit euch unter die Lupe nehmen.

Beginnen wir mit den allgemein gültigen Definitionen (welche in jedem Lehrbuch anders ausfallen):

Fitness-Training umschreibt im ursprünglichen Sinne alle freizeitlichen Sport-Aktivitäten, welche dazu dienen, den Zustand von Körper und Geist (und Seele) gesund zu erhalten oder zu verbessern (oder in Einklang zu bringen).

Im Bereich Bodybuilding sieht es schon spezieller aus: Hier steht der gezielte Aufbau von Muskulatur im Vordergrund meist kombiniert mit einer speziellen Ernährung.

Zu guter Letzt der Kraftsport, welcher jede Art von Arbeit mit Gewichten beinhaltet und lediglich der Kräftigung von Muskulatur dient.

Soviel zu den Definitionen, welche im übrigen nicht von mir stammen. Die folgenden Kommentare jedoch, sind definitiv auf meinem Mist gewachsen und geben eine ca. 18-jährige – mehr oder minder berufliche – Erfahrung im Bereich Bewegung und Ernährung wieder. Klar, ich bin Fitness-Trainer. Das ist schon mal ein guter Ansatzpunkt, um überhaupt irgendwelche Kommentare diesbezüglich von sich zu geben. Aber Hand auf´s Herz: 10 Trainer ergeben 10 verschiedene Meinungen. Und damit wären wir bei dem ursprünglichen Thema: Nomenklatur in der Fitness-Branche.

Wenn ich also ein Gespräch mit einem Trainer führe und ihm erzähle, dass ich mich relativ gesund ernähre, jeden Tag ca.´ne halbe Stunde trainiere, an einem Tag in der Woche Cardio mache und ansonsten mit selektierten Muskelgruppen und mit sehr hohem Gewicht arbeite, so dass ich zwischen 8 und 15 Wiederholungen á 3-4 Sätze schaffe wird in seinem Gehirn die Schublade Bodybuilding aufgehen. Besonders wenn ich noch mit der Broscience-Theorie ankomme und gestehe, dass ich nach jedem Training erst einmal einen Proteinshake zu mir nehme, wegen Muskelaufbau bla bla bla…

Wenn ich mich mit einem Bodybuilder unterhalte, der mit seinem Trizeps einen Kleinwagen stemmen könnte und ihm die selbe Geschichte erzähle, wird er schmunzeln und sich denken: „Mei, wie süß! Des bisschen Kraftsport! Aber Hauptsache das Mäuschen bewegt sich.“  😉

Wenn ich das gleiche Gespräch mit einer untrainierten Hausfrau führe, welche ihren Lebtag noch keine Dumbbells in den Händen hielt und noch nicht einmal weiß, was das ist, wird diese die Hände über dem Kopfe zusammenschlagen und rufen:“Ja um Himmels Willen!!! Wie kannst du nur solche Sachen mit deinem Körper machen! Du wirst aussehen wie Arnold Schwarzenegger! Das ist ja bei einer Frau wirklich nicht mehr schön anzusehen!!!“ 😀

Drei Köpfe – drei Meinungen. Aber welche ist nun richtig?

Das ist doch so einfach: keine und jede!

Wer sagt, welches Gewicht „hoch“ und welches „niedrig“ ist? Wer noch nie in seinem Leben einen Squat gemacht hat, wird wahrscheinlich mit 15 Squats ohne Gewicht schon völlig überfordert sein und jemand der täglich 100 Squats nebenbei beim Zähneputzen erledigt, wird – um sich wieder steigern zu können – das nächste mal ein paar Kilos mehr auf seinen Nacken packen.

Und wer darf jetzt darüber richten und behaupten, derjenige OHNE Gewichte macht nicht so viel wie der mit der Langhantel als Accessoire?!? Werden die Betroffenen befragt WIE sie ihr Training vom Schweregrad einstufen, werden beide wohl auf der gleichen Skala-Ebene landen.

Bleiben wir doch alle einfach mal locker und stecken uns nicht immer in irgendwelche Schubladen. Für den einen ist es Bodybuilding und für den anderen Fitness-Training. Gefühlt ist körperliche Betätigung sowieso etwas sehr Subjektives und das WICHTIGSTE daran ist, dass wir uns dabei wohl fühlen und das Gefühl haben uns etwas Gutes zu tun.

Fakt ist, dass der menschliche Körper Bewegung benötigt um adäquat zu funktionieren. Wie diese aussieht, ist völlig egal – Hauptsache der Körper wird gesund und richtig bewegt. Ob mit oder ohne Hantel – ob in Form von Körpereigengewichtsübungen, leichtem Workout oder Hanteltraining. Muskelpflege sollte so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Regelmäßig und gezielt. Ende.

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen fitten Start in die neue Woche!!

Ahoj,

eure Klára

Ach, und übrigens: Ironische Passagen sind möglich!

Einfach nur Brot!?!

Okay, einige werden sich jetzt an den Kopf fassen und sich denken: „Oh nee! Komm schon, Klára! Ernsthaft?!? Ein ganzer Blogpost nur über´s Brot???“

Und ich so: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!“ mit einem Grinsen im Gesicht 😀

Denn ich finde dieses Brot was ich so oft backe, einfach so gigantisch, dass ich einfach darüber bloggen muss!

Es ist nicht einfach „nur ein Brot“ – es ist ein gesundes Lebensmittel. Und variabel! Und schnell! Und einfach! Und somit definitiv einen Blogbeitrag wert! So!

Brot zu backen, ist nämlich überhaupt nicht so aufwendig, wie viele meinen. Es dauert bei diesem Brot hier nämlich ziemlich genau 5 Minuten in der Vorbereitung, ohne irgendwelche spezial-Zutaten sondern nur mit dem, was im Allgemeinen sowieso zu Hause ist und wird 25 Minuten gebacken. Na? Klingt das nicht genial? Doch! Das klingt für mich mehr als genial. Normalerweise schrecken mich die meisten Brotrezepte ab, denn es werden oft Zutaten gebraucht, die gar nicht zu Hause vorhanden sind wie z.B. Sauerteig oder Buttermilch (hab ich nämlich nie daheim!!) oder frische Hefe, oder rote Beete, oder oder oder. Oder es werden einfach viel zu viele Zutaten gebraucht und das ganze Procedere dauert dann auch noch ewig, wenn man bedenkt, dass der Teig erst mit der Maschine geknetet werden sollte um anschließend noch mit den Händen nachgeknetet zu werden, dann vielleicht 1 Stunde gehen muss um ermüdender Weise erneut durchgeknetet zu werden um ihn dann schon wieder 20 Minuten gehen zu lassen… fehlt nur noch dass ihm ein Liedchen gesungen und er noch gestreichelt werden muss und er könnte glatt als weiteres Familienmitglied durchgehen.

So ein klassisches Bauernbrot ist ja mal ganz nett – aber dieses Brot, wird auch die nicht-Brot-Bäcker unter euch überzeugen. Und wenn man nebenbei noch etwas snacken kann, wie z.B. diesen leckeren Smoothie  hier, dann vergeht sogar die 25-minütige Backzeit wie im Fluge.

Also, was brauchen wir dafür:

450g Dinkelvollkornmehl

400g Soja Joghurtkneten

1 Tl Natron

1 Tl Salz

1 Tl Kümmel

1 Eßl Sonnenblumenkerne

Das alles wird mit dem Handrührgerät und Knethaken zu einem Teig geknetet und auf ein Backpapier in Form eines Brotlaibes gelegt – fertig. Kein Einschneiden, kein extra-Kneten oder lieb-haben notwendig! Einfach in den auf 220 °C vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) schieben und 25 Minuten backen. Ende! Herausnehmen und am besten noch warm genießen – Hmmmm ❤

Wie bereits oben erwähnt, kann der Brotteig variabel und mehr oder weniger gesund gestaltet werden. Oft nehme ich keinen Kümmel und keine Sonnenblumenkerne. Der Soja Joghurt kann durch Quark, Buttermilch (welche ich nie daheim habe!) oder auch klassischen Naturjoghurt in jeglicher Fett-Form (4%, 3,5%, 1,5% oder 0,1% Fett) ausgetauscht werden und wer kein Vollkornmehl mag, kann auch Weißmehl nehmen. Du kannst Rosinen, Chiasamen, Mandeln oder Nüsse hinzufügen – das schmeckt so großartig! Also einfach durchprobieren!

Warum ist genau dieses Brot so toll?

Weil es Zutaten sind, die ich persönlich IMMER im Haus habe, somit nichts großartiges hinzukaufen muss und in der oben genannten Variante mit diesem Brot auch noch ein gesundes Lebensmittel hergestellt wird: Das Dinkelvollkornmehl enthält viele Komplexe Kohlenhydrate, Kümmel ist super für die Verdauung, der Joghurt liefert neben Proteinen auch Vitamin E und die Sonnenblumenkerne beinhalten u.a. Folsäure, Phosphor und Magnesium. Wer meinen Artikel zum selbstgemachten Spülmaschinenpulver gelesen hat weiß, dass ich Natron nicht nur als Lebensmittel verwende und somit immer zu Hause habe. Und Salz… ja… äh… hat glaube ich so gut wie jeder daheim. Zum Thema Kohlenhydrate könnt ihr übrigens auf Silkes Blog einen interessanten Beitrag lesen.

Warum backe ich mein Brot (meistens) selbst?

Der Hauptgrund ist natürlich, dass es meiner Family und mir besonders gut schmeckt. probieren uns querbeet durch die Brot- und Brötchenwelt durch und es ist auch mal das ein oder andere Teilchen dabei, das nicht nochmal gebacken wird, weil es zu trocken, zu hart oder schlichtweg nicht lecker war. Aber im laufe der Zeit entwickelt jeder so sein eigenes Portfolio an Rezepten, die ja zum Glück auch immer wieder variabel gestaltet werden können. Und selbstverständlich gibt es auch Phasen, da wird Brot gekauft und nicht gebacken – weil es nun mal nicht immer passt! Aber ein weiterer Grund ist, dass gekauftes Brot unglaublich viele Zusätze enthalten kann und zumeist gar nicht gesagt werden kann, wo es denn überhaupt her kommt. Teiglinge werden immer häufiger im benachbarten Ausland wie Polen oder Tschechien (Zdary!) hergestellt und immer häufiger werden Enzyme frisch aus dem Labor für bessere Teigeigenschaften, Haltbarkeit etc. zugesetzt. Und das sogenanntes Turbomehl und Malzextrakte im Brot nichts verloren haben, brauche ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht erst zu erwähnen. Wer noch mehr ins Detail gehen möchte, kann sich gerne den Blogbeitrag vom Plötzblog durchlesen. Da steckt so einiges an Info drin!

So! Wer jetzt immer noch nicht davon überzeugt ist sein eigenes Brot zu backen, … tja… dann weiß ich auch nicht weiter! Denn dieses Brot ist es definitiv wert, ausprobiert zu werden!!

Und nun zu euch: Backt ihr euer Brot selbst? Wenn ja: habt ihr ein Lieblingsbrot? Wenn nein: Warum? Ist es euch zu aufwendig? Oder schmeckt euch einfach selbstgebackenes Brot nicht? <- solche Leute soll´s ja auch geben 😉

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen schönen Start in den eisigen Februar!!

Ahoj,

eure Klára

Dunkle Wolken am Schwangerschaftshimmel und ein Schmetterling…


Die Angst einer jeden Schwangeren, welche sich ein Kind wünscht ist, das Kind in den ersten 12 Wochen zu verlieren. Alle sind darauf vorbereitet. Jeder weiß, dass die ersten 3 Monate als die „drei kritischen“ gelten und jeder macht und tut, um bloß nichts falsch zu machen, behandelt sich pfleglich und denkt, er ist vorbereitet, falls denn „etwas“ passieren sollte. Frau ernährt sich gesünder, nimmt mehr Vitamine zu sich, meidet Sportarten wie Kick-boxen und färbt sich vorsichtshalber nicht mehr die Haare mit irgendwelchen Chemikalien, die evtl. auf das ungeborene Leben übergehen könnten. Es gilt das “Alles-oder-nichts-Prinzip”. Jeder weiß es. Jeder scheint vorbereitet zu sein…

Aber n i e m a n d ist vorbereitet! Denn wenn dunkle Wolken am Schwangerschafts-Himmel aufziehen, dann ist das immer ein Schock und derjenige ist plötzlich betroffen und völlig unvorbereitet. Deswegen möchte ich meine Geschichte mit euch teilen. Warum? Hm… gute Frage. Vielleicht weil ich finde, dass es nicht genug Berichte über dieses Thema geben kann, da dies jeder anders erlebt. Und wenn eine Frau selber betroffen ist, hilft ihr vielleicht meine Geschichte, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und wenn ich nur einer einzigen Person damit ein kleines bisschen Schmerz nehmen kann, dann hat sich dieser Beitrag mehr als gelohnt.

Tag 1: Ich habe es ganz klassisch gemerkt bzw. war es bei mir nicht zu übersehen. Um eine Blutung zu übersehen, muss man schon ganz schön ignorant sein.
Ich bin natürlich zu „Doktor Google“ gerannt um mich beruhigen zu lassen und habe ausschließlich die positiven Kommentare zum Thema „Schmierblutung in der 11. SSW“ gelesen. Und trotzdem haben mich die unzählig vielen Schwangeren, die ständig irgendwelche Blutungen haben und dann doch alles gut gegangen ist, nicht beruhigt. Jedenfalls waren die zwei Stunden, bis zum Frauenarzt-Termin, sehr anstrengend. Ich versuchte mich mit Knäckebrot backen und Lego spielen mit meiner Tochter abzulenken.

Aber: ich habe es gefühlt. Dieses merkwürdige Gefühl, welches ich bei einer Fehlgeburt schon mal hatte. Ich bin keine Zauberin und auch keine Wahrsagerin, dass will ich damit nicht sagen, aber manchmal habe ich “dieses merkwürdige Gefühl im Bauch”, dieses “Warnsystem”, welches einem nahelegt, dass irgendetwas nicht stimmt. Also gehe ich mit “meiner eigenen gefühlten Gewissheit” (und der Hoffnung, dass ich mich täusche) zum Arzt. Und wenn tatsächliche Gewissheit herrscht, trifft es einen dann leider doch erneut wie der berühmte Schlag ins Gesicht.

Ich stellte mir dann die eine oder andere Frage: hätte ich es mir denken können, dass etwas nicht in Ordnung ist, weil ich ja diesmal keine Übelkeit hatte? War es ein schlechtes Omen, dass ich meinen Mutterpass aus bürokratischen Gründen nie mitnehmen konnte und in der Praxis lassen musste? Habe ich vielleicht doch meine kleine Tochter zu oft gehoben? Ist es vielleicht möglich, dass… oder jenes… … So viele Fragen… und keine Antworten. Denn es gibt schlicht und ergreifend keine Antwort auf die Frage: WARUM?!?

Tag 2: Jetzt geht es in die Klinik. Zum “Vorstellen”. Wie das schon klingt!! Wie ein schlechtes Bewerbungsgespräch: “Guten Tag, ich bin die Klára , sie können aber gerne Fehlgeburt zu mir sagen.” ?!?

Die Anmeldung dauert nur kurz, Zettel ausfüllen wegen der Vollnarkose. Dann zieht es sich: ein kurzes Gespräch mit der Anästhesistin, warten, ein langes Gespräch mit der Assistenzärztin und wieder warten. Alle sind sehr nett. Danach folgt eine gefühlte Ewigkeit des Wartens auf den Chefarzt. Im Wartezimmer sitzt ein buntgemischtes Publikum aus Schwangeren, älteren Damen und den mitleidig dreinblickenden Fehlgeburten. Wir erkennen uns gegenseitig. Es ist wie ein geheimes Erkennungszeichen, dass uns verbindet. Es fehlt nur noch die Markierung auf der Stirn: “Klára, 11. Ssw”.

Ich bin so damit beschäftigt, diesen Blogpost hier zu verfassen, dass ich meinen Namen nur aus der Ferne wahrnehme. Der Chefarzt – eine Mischung aus Gandalf und Peter Lustig – reicht mir die Hand. “Kommen Sie bitte mit.” Die Untersuchung verläuft wie erwartet mit dem zu erwartenden Ergebnis. Ich gehe also wieder Heim, bewaffnet mit Paracetamol, gegen die Schmerzen.

Zu Hause angekommen verstecke ich mich erst einmal in der Badewanne…

Was hier nun geschah, werde ich nicht näher ausführen, das wäre sicherlich für den einen oder anderen zu viel des Guten. Ich formuliere es mal so: bei einem Niesanfall verlor ich alles was zu einer Schwangerschaft so dazu gehört im Badewasser. Das Wasser färbte sich dunkelrot… mein Mann und ich fischten noch “Bestandteile” aus dem Wasser, packten unsere Tochter ein und fuhren sofort ins Krankenhaus. Ich versuchte erfolglos mit Tüchern die Blutung zu stoppen und betete, wir mögen schnell in der Klinik sein… ich befand mich in meinem ganz persönlichen Alptraum…

Ich musste natürlich über Nacht bleiben. Infusion über Infusion… Schmerzen… Blut… und immer der Gedanke an diese kleine „Fruchtblase“, die in meinem Badewasser schwammEs besteht immernoch eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass mein Körper es alleine schafft, alles abzustoßen. Dann keine Kürettage. Klingt schon mal nicht schlecht. Denn auf diesen Vorfall noch eine OP – da habe ich definitiv gar keine Lust drauf.

Tag 3: Die OP war am nächsten Tag. Aber es sind noch 4x4cm große Plazenta-Reste vorhanden –> Kürettage unter Vollnarkose. Jetzt geht alles ganz schnell – innerhalb von 20 Minuten nach trauerdem Ultraschall liege ich auf dem OP-Tisch. Und wieder sind alle sehr nett. Ich muss nüchtern sein. Aber das ist kein Problem, das bin ich sowieso seit 20 Stunden, denn Hunger habe ich wahrlich nicht. (Obwohl… so ein Gläschen Whisky… so ein größeres Gläschen… in der Größenordnung von 0,5l oder so wären jetzt nicht schlecht!). Eingemummelt in warme Decken beginnt die „LMAA-Pille“ an zu wirken und ich schaffe es sogar, ein paar Witzchen im OP zu reißen, bevor mich die Narkose völlig ummantelt.

Danach bin ich erschlagen. Und leer. Damn! Ich fühle mich so verdammt leer…

Aber das Leben geht weiter. Klingt plakativ. Aber irgendwie MUSS ich mich wieder hoch ziehen. Eigentlich übernimmt das meine Tochter, obwohl sie noch viel zu jung für diese große Aufgabe ist. Ich bekomme von meinem Mann ein Video in dem sie ganz stolz “Mama Kankaus” (Deutsche Übersetzung: „Mama ist im Krankenhaus“) erklärt ❤ Ich freue mich auf mein zu Hause.

Tja… das war´s dann wohl… oder?: Es ist und bleibt eines der schlimmsten und machtlosesten Gefühle, die ich je erlebt habe. Ich wünsche das keiner Frau und kann jedem nur den Rat geben: sprecht darüber! Sprecht darüber oder schreibt es auf. Und weint, Mädels!!! Ihr dürft das! Wir dürfen das! Heult euch die Augen aus, schreit und brüllt, werft Gegenstände an die Wand aber behaltet dieses hässliche Gefühl der Machtlosigkeit und des Schmerzes nicht bei euch! Wir dürfen um unsere toten ungeborenen Kinder trauern – Es tut weh! Aber das ist ein Prozess, durch welchen wir nun mal gehen müssen. Und jeder geht damit anders um. Holt euch Hilfe, Mädels, es gibt viele Anlaufstellen, wie z.B. Donum Vitae aber auch das Krankenhaus, welches den Eingriff durchgeführt hat wird euch helfen. ABER MACHT ETWAS! Redet, malt oder schreibt einen Blogpost. Aber handelt – denn von alleine löst sich hier gar nichts (mehr). Und es gibt viel zu viele Frauen da draußen, die nach Jahren immer noch schmerzlichst daran zurückdenken, sich erinnern und in Angst vor der nächsten Fehlgeburt leben. Das muss nicht sein! Und was nur die allerwenigsten Wissen: wir haben nach einer Fehlgeburt Anspruch auf eine Hebamme! Das wird sogar von den Krankenkassen übernommen!

Ich für meinen Tebutterflyil schreibe. Ich schreibe darüber und ich rede. Ich weine viel und erfreue mich trotzdem an meiner Tochter, die mir mit meinem Mann gemeinsam Kraft spendet. Allein dadurch, dass sie einfach nur da sind. Und so bin ich bereit, meinen kleinen Schmetterling fliegen zu lassen… Und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist und wir uns danach fühlen, wird neues Leben in uns entstehen. Ohne Angst. Ohne Zweifel. Nur Leben.

Ich spare es mir diesmal, hier an dieser Stelle meine Fragerunde einzuläuten. Ich lasse das Ende einfach so stehen… und jede -/r, die/der dies liest weiß, dass sie/er nicht alleine mit diesem Schmerz im Herzen ist. Und wenn ich könnte, würde ich meine Arme ganz weit ausbreiten und euch alle ganz fest umarmen; damit wir irgendwann einmal gemeinsam loslassen können…


In diesem Sinne…

Ahoj,
eure Klára

Ein kleiner Nachtrag: Bedenkt bitte, dass dies meine ganz eigene persönliche Geschichte ist – mein Erfahrungsbericht. Ich bin weder Gynäkologin noch psychologische Beraterin. Es ist einfach nur meine Erfahrung, die ich hier mit euch teile.

Challenge oder nicht Challenge… das ist hier die Frage!?!

Pünktlich zum Jahresbeginn wird wieder gechallenged. In alles Bereichen und mit allem was geht. Healthy food, weniger Social Media (?!?), mehr Bewegung, weniger Alkohol, weniger Rauchen,… weniger… mehr… Meine liebe Studienkollegin Silke hat auf ihrem Blog einen großartigen Beitrag zum Thema „Gute Vorsätze“ geschrieben.

Ich halte eigentlich nicht viel von Challenges. EIGENTLICH! Aber diesmal ist mir bei  Linda Daskewitz eine Challenge ins Auge gestochen, die ich unbedingt mitmachen muss. Mitmachen MUSS. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich, weil es die einzige Challenge weit und breit ist, die ich als Schwangere einigermaßen mitmachen kann, ohne dabei mein ganzes Leben    u m k r e m p e l n    zu müssen!

Wie funktionier diese Challenge?

squat-tabelle
Bitte beachtet nicht meine hoch-professionelle Umsetzung dieser Tabelle 😀

Bei dieser Challenge kann  der eigene Körper sehr gut beobachtet werden, vor allem wie schnell er sich in seiner Fitness weiterentwickelt. Und das finde ich klasse. Auch Ruhetage werden eingeplant um die Regerationsphase zu nutzen. Zwar finde ich für einen trainierten Körper 30 Anfangs-Squats ziemlich niedrig angesetzt, aber für einen Anfänger ist dies eine schöner Herausforderung. Und vor allem: die Challenge ist anfangs in zwei Minuten fertig. Klar steigert es sich mit der Zeit – ich meine, wer 100 Squats in zwei Minuten schafft, ist wirklich sportlich 😀 aber darum soll es ja auch nicht gehen. Und so habe ich diese Herausforderung angenommen und bin schon fleißig bei Tag 7. Ok, ich gebe es zu – ich bin ein Streber und habe an Tag 5 meine 60 Squats trotzdem gemacht. Aber nur, weil ich an diesem Tag sowieso trainiert habe.

Was finde ich an Squats so genial?

Squats (zu Deutsch: Kniebeuge) zu machen ist eine perfekte Arbeit für den ganzen Körper, welche folgende Muskelgruppen im Fokus hat: Oberschenkel vorne, hinten und Innenseite, Gesäß, Unterschenkel und ein Teil der Rückenmuskulatur. Mit dem Einsatz von Hanteln kann auch der Oberkörper aktiv mitgenommen werden und so hast du mit „einer Übung“ fast alles trainiert. Am besten kombiniert man diese Übung mit Push-ups´s, Dips und Pull-up´s. Dann hast du aber auch wirklich ALLES erwischt 😀

Wie macht man Squats richtig?

Zuerst ist die Kniestellung wichtig. Die Fußspitze zeigt immer in die selbe Richtung wie das Knie, der Stand ist hüftbreit (oder ein bisschen mehr), der Rücken gerade und der Bauchnabel wird zur Wirbelsäule gezogen und BLEIBT DORT AUCH. Das ist schon mal die Grundposition. Und jetzt kann es losgehen: Nun versuchst du, dich in Gedanken auf einen Stuhl zu setzen, welcher einige Zentimeter von deinem Gesäß entfernt hinter dir und etwas weiter unten steht. Die Knie bleiben stabil und wandern hierbei weder nach innen noch nach außen. Geh so tief, wie es dir angenehm ist und beuge deinen Oberkörper leicht nach vorne. Ich male euch mal eine kleine Skizze (und jaaaaaa: ich bin am Pc künstlerisch hoch-begabt!):

squat
Klára´s Darstellung einer Kniebeuge

Hier kann sich ein weiterer Fehler einschleichen: Das Knie darf keinesfalls nach vorne über die Zehenspitze hinaus wandern! Aufgrund verschiedener Scherenkräfte würde sich zu viel Gewicht auf das Kniegelenk anstatt auf den Muskel verlagern, was auf Dauer zu Schäden des Kniegelenks bzw. des Knorpels führen kann! Also brav bleiben, sich nicht überschätzen und nur so weit runter mit dem Popo, wie es deine Kraft auch hergibt. Die 90° erreichst du aber locker mit der Zeit. Irgendwann setzt man sich dann fast auf den Boden, was natürlich eine ziemliche Muskelarbeit erfordert und eher etwas für Fortgeschrittene Squat-Betreiber ist.

Du kannst aber auch folgendes machen: Lehne dich an eine Wand und wandere mit deinen Füßen stückchenweise nach vorne, beuge dabei deine Beine und rutsche dabei langsam die Wand mit dem Rücken runter; und zwar so weit, bis du zwischen Ober- und Unterschenkel einen 90°-Winkel erreichst und dein Rücken immer noch die Wand berührt (siehe Skizze). Diese Position ist dein perfekter Squat (natürlich unter Beachtung der o.g. Maßnahmen!). Jetzt das ganze noch ohne Wand mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper und – voilà!

Und bitte ATME! Atme dabei! Viele neigen dazu, beim Training die Luft anzuhalten. Das ist ein klares No-Go!!! Beim beugen deiner Knie atme ein und beim wieder-nach-oben-kommen aus. Mache nicht zu schnell, sondern lieber kontrolliert und bewusst. Irgendwann sitzt ein Squat wie die Mitternachtsformel sitzen sollte (ich weiss sie tatsächlich noch!!! Wer auch??).

Irgendwann, wenn die Squats „laaaaangweilig“ geworden sind, kann man sie wunderbar variieren: Die Beinstellung breiter oder kürzer wählen, eine Langhantel in den Nacken legen, Kurzhanteln mit dazu nehmen, Jump-Squats, Sumo-Squats, die bereits erwähnten tiefen Deep-Squats oder Kick-Squats daraus zaubern, … hach… diese Liste ist unendlich lang und so wundervoll, dass meine müden schwangerschafts-Äuglein davon zu leuchten beginnen.

Ach ja und noch etwas: Schwangere können selbstverständlich auch Squats machen, SOFERN DIE SCHWANGERSCHAFT GESUND und OHNE KOMPLIKATIONEN verläuft und sie sich DABEI WOHL FÜHLEN. Hier sollte nicht klassisch ge-challenged werden, bis an die Schmerzgrenze oder gar darüber hinaus! Lieber noch kontrollierter und bewusster mit den Squats arbeiten.

Aber nun zu euch: Was haltet ihr von solchen Challenges? Findet ihr sie gut um seinen Hintern hoch zu bekommen und sich herauszufordern oder findet ihr die total unnötig oder gar gefährlich? Habt ihr schon mal eine solche Sport-Challenge mitgemacht? Wenn ja: welche? Und wie findet ihr die Squats an sich? Baut ihr welche in euer Sportprogramm mit ein oder meidet ihr sie lieber?

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne…

wünsche ich euch eine herausfordernde Woche und bis bald!!

Ahoj,

eure Klára

Revolutionäre Entdeckungen in der Küche…

Dass ich einen Öko-Spleen habe, ist kein Geheimnis. Aber phasenweise artet das bei mir aus. Das kann 5 Tage oder aber auch 5 Monate dauern – das ist unterschiedlich. Dann MUSS es die Mascara aus dem Naturkosmetik-Bereich sein und selbstverständlich auch NUR das Bio-Deodorant 😀 und natürlich wird dann AUSSCHLIEßLICH mit Ghassoul-Erde geduscht… Manche werden jetzt die Augen rollen und lachen – und JA! Ich verstehe euch! Ich muss auch immer wieder über diese Phasen schmunzeln. Das Ganze hat Vor- und Nachteile: ich probiere mich im Wesentlichen peu à peu durch die Bio-Läden und wenn ich aus der Phase wieder heraus bin, bin ich für die Nächste schon gut ausgestattet 😀 Vieles bleibt dann dauerhaft bei mir hängen und einiges verabschiedet sich wieder. Weggeschmissen wird hier natürlich nichts!

Aber in dieser momentanen Phase habe ich eine „Entdeckung“ gemacht, die sich auch für die „Nicht-Öko-Phase“ rentiert hat: ich mache mein Spülmaschinenmittel selbst. Das „Rezept“ liegt bei mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit herum und ich gestehe ehrlich, dass ich ein wenig faul war, es zusammen zu stellen. Und am Silvester-Nachmittag hat es mich dann gepackt und ich holte die bereits seit WOCHEN im Keller herumstehenden Ingredienzien und eröffnete in meiner Küche „Klára´s Chemie-Labor“. Ich war erstaunt, dass alles so schnell ging!!!!

Das dauert nämlich keine 5 Minuten und kostet übrigens nur halb so viel Geld. Vom Umweltaspekt ganz zu schweigen und außerdem sind keine Giftstoffe enthalten. Viele werden es vielleicht schon kennen, aber für mich war es etwas Großartiges. Ich habe das Rezept irgendwo im Internet beim Herumsurfen gefunden und kann euch noch nicht einmal den Link geben – ich neige nämlich immer dazu, mir Dinge wie z.B. Rezepte, DIY´s etc. in meinen Timeplaner zu schreiben, falls ich den Link „verlegen“ sollte (wobei ich mich an dieser Stelle frage, wie man einen Link „verlegen“ kann?!?).

Aber nun zu dem großartigen Spülmaschinenpulver:

100g reines Soda

100g Natron

100g Zitronensäurepulver

50g grobes Spülmaschinensalz

Da wir hier sehr hartes Wasser haben, nehme ich 150g Zitronensäure, dieses dient nämlich zur Wasserenthärtung. Das Natron, gemischt mit reinem Soda bilden einen tollen Fett- als auch Schmutzlöser. Das Spülmaschinensalz schützt die Spülmaschine zusätzlich vor Verkalkungen.

Das alles fülle ich in ein großes Glas um (z.B. ein sauberes und trockenes Essiggurkenglas) und schüttele es einmal gut durch, damit sich alle Bestandteile miteinander vermengen. Wichtig ist, dass das Glas wirklich richtig sauber und trocken ist, sonst reagieren Soda und Zitronensäure im Glas miteinander und das ist natürlich nicht Sinn und Zweck dieser ganzen Geschichte. Also lieber keine Kristall-Soda verwenden!!!

Für eine Spülmaschinenladung nehme ich ca. 1-2 Tl. dieses Pulvers und fülle es in das Pulverfach. Fertig!

Und jetzt wieder eine Frage an euch: habt ihr schon mal eurer Spülmaschinenpulver selbst hergestellt? Welches Rezept habt ihr? Oder findet ihr diese total unnötig und benutzt lieber das klassische „normale“ Spülmaschinenpulver oder -Tabs?

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Ahoj,

eure Klára