Gesunde Muffins und andere Anmaßungen

Zunächst: Was soll das Ganze?!?

Es kommt wie es kommen musste: ich muss mich mal wieder über ein Rezept auslassen! Und zwar über gesunde Muffins.

Äh… WHAT?!?

Der eine oder andere wird sich jetzt denken: „Oh man, Klára! Nicht schon wieder ein healthy-food-sh*t!“. Und ihr habt völlig Recht! Denn es ist leider eine Tatsache, dass die meisten gesunden und vor allem fettarmen Leckereien auch leider völlig geschmacksarm sind. Glaubt mir, ich habe da so einiges Cleanes und Gesundes ausprobiert. Gesunde Brötchen sind meist von der Konsistenz her wie aus Ton (incl. Brennvorgang) und die vielen gesunden, cleanen Kuchen schmecken meist nach … na ja … einfach nach „gesund“ – also so typisch gesund. Also so, dass man es nicht essen möchte. Aber es MUSS auf dieser Erde etwas geben, dass gesund und clean ist und TROTZDEM essbar, oder? Und so habe ich irgendwo in den tiefsten Sümpfen des Internets tatsächlich ein Grundrezept entdeckt, welches ich – wie immer – für mich abgewandelt habe und ich bin so begeistert!!! Diese Muffins schmecken nicht nur super-lecker, sondern sind auch noch frei von raffiniertem Zucker, arm an Fett, gesund und reich an Geschmack, Vitaminen und Mineralstoffen. Krass, oder? Die Leute, die meinen Instagram Account verfolgen, kennen das Rezept schon mehr als zu genüge 😀

 

Stop mit dem Gelaber! Wo bleibt das Rezept???

Ja ja … ist ja schon gut. Ich wollte nur noch kurz anmerken, dass ich von hunderten von Rezepten, nun endlich eins gefunden habe, welches unglaublich himmlisch schmeckt! Und das lautet für 6 Muffins so:

50g geriebene Karotte
50g geriebener Apfel
50g (am besten grob gemahlene) Haferflocken
50ml Hafermilch
evtl. pürrierte Datteln zum Süßen
20g Trockenfrüchte (Pflaumen, Datteln, Rosinen …)
10g Walnüsse
Evtl. Zimt
½ Tl. Backpulver

Das alles wird miteinander vermengt, in Muffinförmchen gebettet und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 15 Minuten gebacken.

Diese Muffins schmecken unglaublich süß, lecker und vor allem sind sie clean, vegan und gesund!!!

 

So. Nun aber zu den Inhaltsstoffen und warum diese Muffins so genial sind:

Karotte – Enthält unter anderem Vitamin A, B1, B2 und B6, Vitamin C und E, Carotin, Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink

Apfel – Vollgepackt mit Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C und E, Niacin, Folsäure, Kalium und Eisen

Haferflocken – Puh … wo soll ich anfangen? Vitamin B1, B2, B6, Biotin, Vitamin E und K, Eisen, Phosphor, Kalum, Kalzium, Kupfer, Selen, Mangan, Jod, Fluorid, Zink; Aminosäuren: Leucin, Methionin, Isoleucin, Lysin, Valin, Phenylalanin.

Walnüsse – Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B7, B9 und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Chlorid, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Jodid; Amiosäuren: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Cystein, Phenylalanin, Tyrosin, Threonin, Tryptophan, Valin, Arginin, Histidin … Reicht das für den Anfang?

Zimt – auch wenn überschaubar, da wir nur eine Prise hineingeben: Vitamin A, B1, B2, B3, Kalzium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Zink.

Somit ist so ein Muffin wirklich durchgespickt mit gesunden Einheiten, welche wir ja alle gut gebrauchen können. Und wenn er dann auch noch gut schmeckt, dann ist er als Süßigkeit doch mehr als ideal! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diese Muffins nachbacken und mich dann wissen lassen würdet, wie sie euch geschmeckt haben. Bei uns gibt es sie mindestens einmal pro Woche, da mein Baby sie genauso liebt wie ich. Und jedes mal mache ich sie natürlich mit einem anderen Trockenobst bzw. mit anderen Nüssen. Sie sind auch super zum Mitnehmen geeignet!

Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon mal „gesund“ gebacken? Wie hat es euch geschmeckt? Oder habt ihr euch bisher davor gedrückt? Würde mich wirklich sehr interessieren.

In diesem Sinne – gönnt euch öfter mal was (Cleanes) 😉

Ahoj,
eure Klára

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Psssst… ein Podcast! Muddi spricht! Über… Kokosöl.

Heute soll es hier mal etwas anderes geben. Nämlich einen Podcast.

Ok, ok, ihr habt Recht: ich war einfach zu faul zum tippen 😉  Und so betöre ich euch heute mit dem Klange meiner wundervollen Stimme 😀

Hier geht es zum Podcast über Kokosöl.

 

In diesem  Sinne… ich verabschiede mich und wünsche euch viel Spaß mit

meinem Podcast!

Ahoj,

eure Klára

Die Sache mit dem Social Media Manager

Eine kleine Einführung

Seit ich dieses Fernstudium zum Social Media Manager begonnen habe, werde ich jedes mal, wenn ich erwähne, dass ich dies tue, gefragt, WAS ich denn da eigentlich tue. Entweder werde ich dabei angesehen, als würde ich „etwas Soziales“ studieren und in die Ecke „Freak, der die Welt retten will“ eingeordnet (Studenten der Sozialen Arbeit wissen was ich meine) oder ich werde in die Sparte „Manager, der nix weiß und nix kann und trotzdem Geld verdient“ gesteckt. Die ganz Hartgesottenen wagen dann die Frage: „Und was ist dieses Souschiäl DingensKirchens?“.

Wer ist dieser Social Media Manager überhaupt und was soll das Ganze?

Tja, ich glaube, dass das hier die Jackpot-Frage aller Fragen ist. Denn irgendwie weiß wirklich niemand, was denn ein Social Media Manager überhaupt macht. Er kann angestellt sein oder selbständig arbeiten. Er kann für eine oder für mehrere Firmen tätig sein. Er kann in allen Sparten arbeiten – Musik, Medizin, Mechatronik,Verkauf, Kosmetikbranche, für Friseure, Film, Bekleidungsindustrie, Technik, … … er wird überall gebraucht.

Und NEIN: die Tätigkeit eines Social Media Managers kann NICHT von einem Praktikanten übernommen werden 😦

„Das ist doch sicherlich irgend was mit diesem Fääßbuck, oder?“ – äh… ja, das hat auch etwas mit Facebook zu tun. Schlicht und ergreifend deswegen, weil FB zu den sozialen Netzwerken gehört. Und auch Twitter. Und Pinterest. Und wenn wir schon dabei sind, dann nehmen wir auch noch YouTube, Instagram, Xing, Google+, Snapchat, LinkedIn… und all das ganze Gedöns, was keiner braucht. Oder doch?

 

Brauchen wir überhaupt dieses Social Media DingsDa?

Ich denke doch. Denn, wenn du überhaupt dazu gekommen bist, diesen Blogpost zu lesen, dann bist du schon mittendrin im Social Media Gedöns – denn du liest mein Blog (Ja, Leute – DAS Blog. DER Blog geht auch, aber DAS ist die ursprüngliche Form, denn es heißt eigentlich Weblog, wobei das „Log“ für Logbuch steht und somit sächlicher Natur ist.) und bist somit Teil der sozialen Medien. Und nutzt du WhatsApp? Telegram? Threema? Evtl. hast du Facebook auf deinem Smartphone und nutzt sogar den Messenger davon? Hallooooo und willkommen in der Social Media Welt.

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Ja und was kann man denn jetzt als Social Media Manager GENAU?!?

Gute  Frage – Lass mich mal aufzählen:

  • Social Media Strategien entwickeln
  • Krisenkommunikation betreiben
  • Podcasts/Vodcasts erstellen, bearbeiten
  • Social Profiling betreiben
  • Redaktionsplanung für die Social Media erstellen
  • Wissen, was sich rechtlich im Social Media gehört (und was nicht)
  • Wissen, was rechtlich im Social Media erlaubt ist (und was nicht)
  • Social Media Texte schreiben und analysieren
  • Content-Strategien entwickeln
  • Storytelling
  • Unternehmen und Einzelpersonen bei Shitstorm aus der Patsche helfen
  • Professionelle (Fan-) Pages in diversen Netzwerken erstellen und betreuen
  • Webreputationen aufbauen
  • … … …

Die Liste ist lang – soll ich noch weiter machen?

Ja ja, ich merke schon: der Begriff „Eierlegende Wollmilchsau“ wird häufig und gerne mit dem Beruf des Social Media Managers verwendet – und irgendwo stimmt es auch! Aber das liegt nur daran, dass diesem Beruf einfach zu vieles „untergejubelt“ wird. Der Social Media Manager soll einfach ALLES können, wenn es um Social Media geht.

Und soll ich euch was sagen?

Das kann er auch 😉

Aber nun zu euch: Kanntet ihr das Berufsbild eines Social Media Managers vor diesem Blogpost schon? Was habt ihr darüber gewusst? Oder ist euch der Beruf des Social Media Managers gänzlich unbekannt? Habt ihr vielleicht noch wichtige Ergänzungen zu meinem Beitrag? Na dann los – her damit! Ihr kennt mich ja mittlerweile: ich bin für jede Anregung dankbar 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen Abend voller sozialer Medien – und macht nicht zu lang 😉

 

Ahoj,

eure Klára

PS.: Ich habe hier nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Beruf des Social Media Managers aufgezeigt. Aber um alles abzudecken, das würde wahrlich den Rahmen eines Blogposts sprengen.

Wenn die Liebe zu deinem Kind dich weinen lässt ODER Eine Liebeserklärung an meine Tochter

Anlässlich zum gestrigen internationalen Weltkindertag, welcher internationaler Weise nur in den USA und in China stattfindet (deswegen ja auch „international“ – macht Sinn…?!?) möchte ich mal ein paar Gedanken niederschreiben – frei von Ironie … ok… bis auf diesen einen einleitenden Satz.

Ich bin seit fast 2 Jahren Mutter eines kleinen Wunders. Und ich kann – glaube ich – niemandem erklären, wie glücklich mich das macht. Ich liebe mein Mädchen über alles. Meine Tochter ist einfach perfekt. Klein, niedlich, lustig, liebevoll, klug, neugierig, witzig, schadensfroh, sanft, … und ihre Füßchen! Mensch, ihr müsstet mal ihre Füßchen sehen!!! Sie ist so bildhübsch und ich beobachte sie gefühlt stundenlang, wenn sie ihren Mittagsschlaf hält und kann mich einfach nicht satt sehen. Ich blicke so gerne in ihre großen grünen Augen und sehe darin die ganze Welt mit samt ihrer Bedeutung für das Leben.

Jetzt muss ich ein bisschen angeben: Sie spricht seit sie 1 ½ Jahre alt ist in Drei-Wort-Sätzen in 2 Sprachen mit einer unglaublichen Aussprache! Das macht mich als Mama natürlich besonders stolz.  Sie ist zwar etwas grobmotorisch veranlagt (ganz die Mama!!) und wenn sich ein Puzzle nach 2 Handgriffen nicht in die richtige Position bringen lässt, dann schmeißt sie das Teil völlig cholerisch in der Gegend herum (ganz der Papa!!), aber sonst ist sie voll süß 😉 (Und das mit den Sprachen – das hat sie natürlich auch von mir!!!)

Nein, im Ernst. Erst heute morgen. Wir haben nicht zu Hause übernachtet, da ich öfter meine Eltern in München besuche um dort ein paar ruhige Stunden zum Lernen zu erhaschen. Also übernachten wir dort natürlich auch – sie schlief heute Nacht zum ersten mal nicht mit mir in einem Bett, sondern neben meinem Bett auf einer riesigen Matratze auf dem Boden. Sie braucht ihre Ruhe und ich auch – meine Tochter turnt im Schlaf nämlich gerne herum.

Heute früh wachte sie auf – sehr früh. Um genau zu sein um halb fünf. Oh man, was für eine Uhrzeit. Ich war völlig fertig, da ich bis Mitternacht gelernt habe. Ich war nicht imstande meine Augen zu öffnen und hoffte und betete, dass sie wieder einschlafen möge. Aber dann. Dann hörte ich diesen kleinen zarten Körper sich durch die Decken wühlen… und plötzlich spürte ich eine kleine Mädchenhand auf meiner Wange. Ganz sanft. Einfach nur streichelnd. Mein Gesicht erkundend. Fünf kleine Fingerchen an meinen Augenbrauen und der Nase entlang fahrend… Und dann sprach sie drei einfache Worte: „Mama ist schööööön.“  Ich blieb noch liegen und spürte weiterhin die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter. Und die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter. Und es fühlte sich wundervoll an. Unbeschreiblich. So bedingungslos einzigartig. Ich weinte innerlich vor Liebe und Glückseligkeit. Meine Güte – klingt das kitschig.  Aber hey… es ist nur die Wahrheit. Und manchmal klingen Gefühle nun mal nach Inga Lindström oder Utta Danella. Und das ganz ohne Fernsehen. Und so kuschelten wir noch ein wenig und schliefen auch noch Arm in Arm ein wenig mit viel Liebe im Zwischenraum ❤ Ich atmete den Duft ihrer feinen Haare ein, ihren einzigartigen Duft, der so unglaublich ist, wie dein eigenes Kind nur einzigartig sein kann… und war einfach nur glücklich.

Lauri und ich

Ich liebte meine Tochter, noch bevor ich sie in den Händen halten konnte und sie mich. Und irgendwann war sie dann da – mein persönliches kleines Wunder. Wir lieben einander, obwohl wir nichts füreinander machen müssen. Keiner muss Erwartungen erfüllen, keiner muss sich Mühe geben um geliebt zu werden, keiner muss versuchen dem anderen zu gefallen. Diese eine bedingungslose Liebe ist so mächtig, dass es manchmal fast schon schmerzt und nicht auszuhalten ist. Kennt ihr „Das Wunderlied“? Es beschreibt meine Gefühle in einer Art und Weise, die eigentlich  nicht beschreibbar sind. Und trotzdem singen mein kleines Wunder und ich dieses Lied oft gemeinsam und tanzen dazu. Oh jeh – ich glaube mehr Emily Richards geht wohl nicht mehr, wa?

Aber ich liebe es einfach, mit ihr herumzualbern, mit ihr zu malen, zu basteln oder Knete zu kneten. Ich liebe es, mit ihr zu kuscheln und zu knutschen, mit ihr zu kochen und zu essen. Ich liebe es, mit ihr zu baden, ihr lockiges braunes Haar zu waschen und ihre kleinen Zähnchen zu putzen. Ich liebe sie einfach. Sie ist meine Liebe. Mein kleines Leben. Mein Wunder.

Lasst uns alle im Alltag die Liebe zu unseren Kindern nicht vergessen – auch wenn wir sie erziehen und beschützen wollen oder gerade WEIL wir es tun.  Etwas bedingungsloseres gibt es nicht.

In diesem Sinne wische ich mir mal wieder ein gerührtes Tränchen aus dem Augenwinkel und wünsche euch allen einen schönen und liebevollen Start ins Wochenende,

 

Ahoj,

eure Klára

 

 

 

PS.: Übrigens würde ich meine Tochter auch dann lieben, wenn sie noch gar nicht sprechen könnte!! Nur für alle Fälle falls jemand denkt… oder eben nicht-denkt 😉

 

PPS.: Und NEIN, ich habe nicht meine Tage, PMS oder sonst was. Ich bin einfach nur eine Mutter, welche ihr Kind liebt. Und das musste einfach auch mal gesagt werden.

Besinnlichkeit und andere Zustände…

Der Christkindlmarkt. Jedes Jahr tun wir es uns an. Wir schlendern über den Christkindlmarkt. Über irgendeinen. Egal welchen. Aber wir nehmen uns vor, dieses Jahr ausschließlich Liebe walten zu lassen. Wir sehen gutgelaunte Erwachsene und strahlende Kinderaugen mit Bäckchen vollgestopft mit Lebkuchen. Überall duftet es nach Zimt und Nelken, Plätzchen und heißen Maronen.

Wir schlendern weiter mit einem Lächeln auf unseren Lippen. Wir gehen an Ständen vorbei, welche unnötige Haushaltsgeräte verkaufen, die kein Mensch benötigt, überteuerte Kerzen in Form von Engeln und Bäumchen, welche bereits nach dem ersten Anzünden in quallenartige Gebilde in sich zusammenfallen und industriell gefertigte Plätzchen, welche geschmacklich stark an mit Zuckermelasse eingelassene Pappe erinnern.

Da beginnt die Fassade langsam an zu bröckeln. Die Erwachsenen haben von dem einen, anderen oder dritten/vierten Glühwein schon ganz rote Gesichter und hin und wieder hört man das klassische laute 1,2-Promille-Lachen. Die meisten Kinder quengeln, weil die dritte Runde über den viel zu kleinen und viel zu vollgestopften Christkindlmarkt einfach keine Begeisterung mehr findet – da kann auch der Stand mit selbstgehäkelten Schafen und Katzen, welche eher an kranke Hamster erinnern, nicht mehr wirklich aufmuntern.

Irgendwann kommen wir an einen Stand und möchten uns ein paar Schmalznudeln kaufen um dem Ganzen noch eine Chance zu geben. Und da steht sie: Die Besinnlichkeit in Person! Eine Dame mittleren Alters, welcher die Frustration markant ins Gesicht geschrieben steht. Eigentlich braucht man sich nicht zu wundern, dass gerade an diesem Stand nichts los ist – hier bekommt man zu den kalten und harten Schmalznudeln eine gehörige Portion schlechte Laune gratis mit dazu!!! Wir überlegen kurz: wollen wir wirklich gerade HIER etwas kaufen? Ich meine, ganz ehrlich Leute, dieser Stand könnte auch ein Abgesandter der Hölle sein. Aber wir kaufen hier. Die Dame pflaumt einen verschüchterten Herrn vor mir an, er brauche nicht nach Kleingeld zu suchen, sie habe es passend zurück und im selben Atemzug schnauzt sie ihren jungen Teenager-Gehilfen an, warum er es immer noch nicht verstanden hat, dass man die Schmalznudeln immer wieder ins Fett tauchen muss, damit sie nämlich wieder „wie frisch“ schmecken. Love is everywhere hier in diesem Stand! Wir zögern. Aber dann trifft mich ihr harter Blick wie ein Blitz aus den tiefsten Tiefen der Finsternis. Und ich?

Ich lächele. Ich schenke dieser Frau mein strahlendstes Lächeln, bestelle eine mittlere Portion des fettigen Gebäcks und mache ihr ein ehrliches Kompliment, dass ihr Stand herrlich duftet. Ich lobe aufrichtig den Teenager-Gehilfen, dass er flott arbeitet und schon wie ein Profi wirkt – und plötzlich! Es tat sich nicht der Orkus auf und der Satan persönlich trat hervor! Aber wenn das geschehen wäre, dann hätte es mich nicht weniger gewundert als das, was tatsächlich geschah: die Dame lächelte…

Wenn ich das erlebte nun erneut Revue passieren lasse, komme ich nicht umher mich zu fragen: erwarten wir zu viel von der Weihnachtszeit? Erwarten wir zu Unrecht strahlende Gesichter, Liebe und Besinnlichkeit? Das Leben geht immer noch weiter mit all den Schwierigkeiten des Lebens, traurigen Erinnerungen als auch uns prägenden Erlebnissen. Sollten wir da nicht das ganze Jahr über „besinnlich“ leben und ein bisschen mehr Liebe in unsere Herzen lassen? Mehr lächeln, mehr lachen und mehr leben? Und zwar auch außerhalb der Weihnachtszeit?

Wie ist es bei euch? Lebt ihr die Adventszeit besinnlich und ruhevoll? Ist es für euch eine besondere Zeit der Stille und Liebe, quasi ein emotionaler Ausnahmezustand? Oder geht für euch das Leben wie immer weiter auch mit all seinen negativen Seiten?

Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne… besinnt euch 😉 (mehr oder weniger)

eine wunderschöne Vorweihnachtszeit und Ahoj,

eure Klára

P.s.: Ich denke, dass einige von euch meine Art zu schreiben bereits durchschaut haben. Aber für alle anderen: bitte diesen Artikel auch mit einem schmunzelnden Auge lesen 😉